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Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 23.02.2013, 20:52
von Marlio
Hallo zusammen,

vielleicht kann mir ja jemand weiter helfen. Ich habe versucht etwas über Verstopfung bei Stillbabys zu finden, aber alles was Tante Google mir ausspuckt ist, dass Stillkinder keine Verstopfung haben. Leider weiß das mein Kleiner wohl nicht. Heute hatte er wieder so ein "Kieselsteinchen" in der Windel :shock: . Angefangen hat das, nachdem mein Mann mit einer Magen-Darm-Grippe flach lag. Da hatte der Kleine diverse Probleme, angefangen mit grünem Stuhl, Schleim im Stuhl und dann kam eine Ladung nur Schleim mit einigen dieser Kieselsteinharten Ansammlungen. Seitdem haben wir davon immer mal wieder kleinere Teilchen in der Windel gefunden. Heute war, neben normalem Stuhl mit "Hüttenkäseinlage" wieder ein solches, größeres, Kieselchen drin.

Da man wie gesagt überall liest, dass Stillkinder dieses Problem nicht haben, sondern nur Flaschenkinder, sorge ich mich etwas... Vielleicht kennt ja auch die eine oder andere von euch solche Windelinhalte und kann mich beruhigen.

Liebe Grüße :-)
Andrea

Re: Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 23.02.2013, 21:45
von Marlio
Natürlich frag ich mich auch, ob das evtl. durch meine Ernährung kommen könnte (Schokolade? Zucker? Kaffee? Milchprodukte?).

Allerdings hab ich hier schon einiges über die Ernährung stillender Mütter gelesen. Demnach ist das scheinbar eher unwahrscheinlicher.

Außerdem wollt ich noch ergänzen, dass wir natürlich wegen der wechselnden Windelinhalte beim KiA waren, der das alles auf die M-D-G meines Mannes geschoben hat. Das war Anfang Februar, daran dürfte es nun also definitiv nicht mehr liegen. Ebenfalls haben wir seit einiger Zeit die Vigantoletten weggelassen, da Lio richtig böse Bauchschmerzen hatte, sich nurnoch gewunden hat und teilweise geschrieen hat, bis er pupsen konnte. Das ging soweit, dass er deutlich weniger getrunken hat. Nachdem wir die Tabletten weggelassen hatten, wurde das innerhalb eines tages besser. Der Appetit kehrte zurück, er hat wieder ordentlich gestillt, und diese extrem "bösen" Blähungen waren weg. Allerdings tat er sich seitdem beim Stuhlgang recht schwer, hat immer lange drücken müssen, oft war der Stuhl recht flüssig und es fehlte die "Hüttenkäseeinlage". Seit ca. einer Woche bekommt er BiGaia-Tropfen. Seitdem scheint er sich beim Stuhlgang wieder deutlich leichter zu tun.

Ich glaub nun hab ich nichts mehr vergessen :-).

Liebe Grüße :-)
Andrea

Re: Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 23.02.2013, 21:56
von Katha
Willkommen im Forum!
Will Dich nicht wegklicken, aber keine Stillberaterin und wir hatten so was noch nicht, drum kann ich zu Deiner Frage leider nichts sagen

Re: Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 23.02.2013, 22:12
von julchend
Hallo,

Meine Tochter hatte waehrend ihrer fast 23monatigen Vollstillzeit nach den ersten Monaten sehr selten Stuhlgang, meist ca einmal wöchentlich, einmal sogar drei Wochen nicht! Beim Kacken hat es ihr manchmal wehgetan, weil es so fest war, aber Bauchweh oder so hatte sie nie. Deswegen haben wir nd auch unsere Kiä nie Anlass gesehen, etwas zu tun.

Auch ach den drei Wochen waren es keine Riesenmengen. Sie hat einfach sehr gut verwertet...

Seit sie isst, kackt sie viel öfter.

Quält sich Dein Sohn? Wenn nein, siehs entspannt... :wink:

Liebe grüsse
Julia

Re: Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 23.02.2013, 22:29
von Marlio
@ katha: vielen Dank! :-)

@julchend, Stuhlgang hat er regelmäßig, seitdem er die Darm-Flora-Tropfen bekommt scheint es ihm auch leichter zu fallen, jedenfalls muss er meistens nichtmehr ewig drücken (inklusive begleitender Geräusche :shock: ), sondern ihm scheint es viel leichter zu fallen. Sein Stuhl ist auch nicht grundsätzlich fester, sondern es sind eben diese, wirklich Kieselsteinharten Ansammlungen drin. Wenn ich mir vorstell, das bleibt irgendwo in einer Kurve hängen und käme evtl. nicht raus.... Und genau das ist ja unter anderem auch der Grund, weswegen ich mir Gedanken mache: ich weiß dass Stillkinder durchaus mal einige Zeit keinen Stuhlgang haben können. Aber wie könnte ich beruhigt 3 Wochen abwarten wenn ich im Hinterkopf hab, dass evtl. so ein Steinhartes Ding ihn komplett Verstopfen könnte :? .

Ich find es echt schwierig, die "Gefährlichkeit" einzuschätzen und hab daher versucht, Infos darüber zu bekommen (und eben gefunden, dass nur Flaschenkinder solche Kieselsteindinger in der Windel haben).

Liebe Grüße :-)
Andrea

Re: Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 25.02.2013, 13:48
von Marlio
Heute Nachmittag haben wir einen Termin beim Kinderarzt. Ich werde berichten was er gesagt hat. Vielleicht interessierts die eine oder andere von euch ja :-).

Schade dass ich scheinbar die Einzigste mit diesem Problem bin. Das verunsichert noch mehr. Vielleicht stimmt ja doch was mit meiner Milch nicht! Mir macht es eh zu schaffen dass ich beim Stillen nicht beurteilen kann, wieviel Milch er trinkt und welche Konsistenz diese hat. In einem anderen Beitrag hab ich zwar von anderen Müttern gelesen, die ebenfalls solche Kurztrinker haben und bin nun etwas beruhigter, da bei denen alles passt und meiner somit allem Anschein nach auch nicht nur Vormilch abbekommt... trotzdem finde ich die Konsistenz meiner Milch sehr wässrig, wenn ich ein wenig ausdrücke nachdem er abgedockt hat. Ach, diese blöde Unsicherheit! Manchmal beneide ich meine Freundin mit ihrem propperen Fläschchen-Baby in diesem Punkt etwas. Lio hatte mit 2.910g auf 50cm ein recht geringes Geburtsgewicht und null Speck - wir feiern daher jede kleine Speckrolle an seinen Beinchen :D . Ich möchte nicht daran schuld sein, dass er nicht optimal versorgt wird, nur weilich unbedingt Stillen will...

Liebe Grüße :-)
Andrea

Re: Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 25.02.2013, 14:43
von emm
Hallo Andrea,

hier auch nur Laienbeitrag von einer Mama mit zarten Baby (geboren mit 2.49 kg und 50 cm), das nach schwierigem Start supersuperschnell trinkt und praechtig gedeiht.

Du kannst beurteilen, ob Dein Baby genug trinkt! Wenn es eine unauffaellige Gewichtsentwicklung und Ausscheidung (was als Pipi in der Windel landet, muss mal als Muttermilch reingekommen sein (; ) zeigt, dann trinkt es genug.

Was hat denn der Arzt heute gesagt und ist er mit dem Gewicht Deines Babys zufrieden?

In den Kriterien fuer gutes Gedeihen steht:
Ob Dein Baby genug Milch erhält, kannst Du anhand folgender Kriterien SICHER beurteilen:

Dein Baby...
* trinkt durchschnittlich mindestens 8-12 Mal in 24 Stunden (Muttermilch oder Flaschenmilch, aber keinerlei sonstige Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee),
* hat mindestens 4 gut nasse Windeln in 24 Stunden,
* hat in den ersten Lebenswochen mehrmals täglich Stuhlgang. Nach ca 6 Wochen ist von mehrmals täglich bis einmal in 10 Tagen (dann reichlich) alles normal.
* zeigt eine zufriedenstellende Gewichtszunahme.
Und zur Konsistenz der Milch fand ich diesen Artikel sehr spannend: Vor- und Hintermilch genauer betrachtet
Wahrscheinlich weisst Du ja schon, dass ein Baby bei einer Stillmahlzeit mehrere Milchspendereflexe ausloesen kann und die Milch mit jedem solchen Reflex fetthaltiger wird. Hier hat eine Mutter waehrend einer Mahlzeit immer wieder abgepumpt und die Milchproben auf den Fettgehalt untersuchen lassen. Man kann gut sehen, wie er kontinuierlich ansteigt. Am Anfang zeigt sie den direkten Vergleich zwischen Milch ganz am Beginn und ganz am Ende einer Stillmahlzeit, dann die Zwischenschritte. Das sieht man natuerlich normalerweise waehrend des Stillens nicht (;

Das Fett schwimmt in der Milch in Form von ganz kleinen Troepfchen und setzt sich erst ab, wenn man sie ein bisschen stehen laesst, da sieht die Muttermilch also gern waessriger aus, als man das von unserer homogenisierten (=Fetttroepfchen aufgeloest) Kuhmilch gewohnt ist.

Hoffe, der Kinderarzt hat heute nur feststellen duerfen, dass mit Deinem Baby alles in Ordnung ist und gruesse lieb von der Insel,

Re: Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 25.02.2013, 19:48
von Marlio
Liebe Emm,

vielen Dank für Deine Antwort. Alle verlinkten Beiträge hab ich bereits gelesen :-).

Was das Gewicht betrifft war der KiA zufrieden, er nimmt weiter gut zu. Soviel mal dazu.

Was die oben beschriebene Steinharte Ansammlung in der Windel betrifft: kein Wunder dass sich hier niemand meldet. Nichtmal der Kinderarzt hat sowas schon jemals gesehen. Er konnte mir nicht sagen WAS das ist, nicht WOHER das kommt oder sonst etwas. Er hat das Ding jetzt behalten und schickt es einem Kollegen. Super. Wie ich sowas hasse! Warten und zittern, bis er sich meldet und hoffen, es ist nichts schlimmes.

Hab auf der Heimfahrt nochmal gegrübelt, was jeweils anders war als er diese Dinger in der Windel hat und als einziges ist mir das Schilddrüsen-Medikament eingefallen, das ich wegen meiner Überfunktion nehmen muss. Nach der Geburt war ich damit schludrig. Allerdings meine ich, dass ich es zu dem Zeitpunkt, als diese steinharten Dinger das erste mal auftauchten, regelmäßig genommen habe. Danach hab ichs wieder öfter vergessen durch den Stress, und in den letzten Tagen wieder regelmäßig genommen. Es ist zwar ausdrücklich in der Schwangerschaft und in der Stillzeit geeignet und ich nehme eine sehr geringe Dosierung (auch nicht jeden Tag, daher vergess ichs eben öfters :? ), aber für mich ist es der einzige mögliche Erklärungsansatz. Ich werd gleich meiner Endokrinologin eine e-Mail schreiben und sie CC an den Kinderarzt schicken (der weiß auch von meiner SD-ÜF und dem Medikament).

Ach mensch, muss das alles denn sein? Wir haben so viel durch in den letzten Wochen und ich dachte, es würde langsam Ruhe einkehren. Und nun steht alles Kopf. Langsam hab ich das Gefühl, ich verliere den Halt. Sehr ungünstig, wenn man seinem Baby eine sichere Anlaufstelle sein möchte.

Wartende Grüße
Andrea

Re: Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 25.02.2013, 19:55
von Katha
((((Andrea))))
Wartetei nervt. Mich macht so was auch kirre.
Aber Versuch davon auszugehen, dass mit Deinem Kind alles in Ordnung ist. Macht den Koof etwas freier....
(Flaschenkinder haben das doch auch, woran liegt es denn da?)
Hat von den Stillberaterinnen das schon mal gehört?

Re: Verstopfung bei Stillbaby

Verfasst: 25.02.2013, 20:23
von Bianca86
(((Andrea)))
Ich kann zwar nichts zu den "Steinchen" sagen, ich habe aber auch ein Kind, das trotz Vollstillen auf einmal Verstopfung hatte. Es fing mit 6 Monaten an, angefangen zu essen hat sie erst mit 8 Monaten. Mit einem Jahr haben wir dann durch Zufall rausgefunden, dass sie gegen Kuhmilcheiweiß allergisch ist. Am schlimmsten reagiert sie tatsächlich, wenn ich Kuhmilch zu mir nehme. Vielleicht magst du solange du auf ein Ergebnis wartest nochmal auf Kuhmilchprodukte verzichten? Bei mir dauert es zwischen 5 und 7 Tagen bis meine Tochter dann keine Probleme mehr hat.