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Mal rausschieben, mal nicht - was heißt das?

Verfasst: 11.12.2012, 19:46
von christina
Nachdem unser Kleiner uns immer halb den Teller gesprungen ist, sich sämtliches nehmen wollte und aufessen, hab ich jetzt paarmal schon was angeboten. Er darf abends immer was beikostiges/Fingerfood am Tisch mitmümmeln. Das gefällt ihm sehr gut. Ich hab ihm dann auch jetzt mal Reisbrei angeboten. Er macht den Mund meilenweit auf, mümmelt richtig, schluckt... Mal kommt noch was vorne wieder raus, mal nicht.
Was heißt das denn? Ist er dann noch nicht reif, wenn immer mal wieder vorne was rausgeschoben wird (das meiste aber runtergeschluckt wird)?

Zweites Kind und keine Ahnung. Die Große war Essensverweigerer, hat sofort gewürgt. Und NIE gut gegessen, bis über 1 Jahr und später... ich hab also WIRKLICH keine Ahnung und will gern auf mein Kind "hören". Bin aber so verunsichert (vor allem durch den Kinderarztterror früher bei der Großen, hab dann gewechselt, aber es steckt mir alles noch in den Knochen. "Das Kind MUSS essen, da müssen wir uns was überlegen..."). Er weint, wenn man ihm das Essen wegnimmt, er hat sonst alle Beikostreifezeichen, die ich hier im Beikost-Thread nachgelesen hab.
Nur das mit dem Zungenstreckreflex... da bin ich nicht sicher.
Aber vielleicht hab ich mir die Frage damit selber beantwortet. Kein Brei, weiterhin nur Fingerfoodlutschen...
Was meint ihr?

Re: Mal rausschieben, mal nicht - was heißt das?

Verfasst: 11.12.2012, 20:20
von Reed
nur kurz: er übt! das mit dem festen essen im Mund fühlt sich unglaublich intensiv an. Die Zungenkoordination, das Schlucken... evtl. möchte er sich das was er da im Mund hatte auch noch mal ansehen. Ein Kind das Essen nicht möchte kennst du. Vertrau da auf dein Gefühl, er teilt dir mit wenn er nicht möchte.

Re: Mal rausschieben, mal nicht - was heißt das?

Verfasst: 12.12.2012, 12:23
von christina
Danke dir für deine Antwort. Mein Bauch sagt, dass er gern essen will. Sein Verhalten sagt das auch. Stillen würde ihm noch langen, aber er zeigt Interesse, eindeutig. Und mein Gefühl sagt, dass ICH vllt noch nicht bereit bin da dieses Stück loszulassen. :oops:

Kann man den "besten" Zeitpunkt verpassen? Dass das Interesse dann wieder nachlässt?

Re: Mal rausschieben, mal nicht - was heißt das?

Verfasst: 12.12.2012, 19:17
von Wortgewitter
Das bezweifel ich, dass das geht. Die Kinder haben diesen irren Nachahmungstrieb und der garantiert ja evolutionsbiologisch gesehen ihr Überleben. Hast Du schonmal versucht, Dein Kind mit den Händen essen zu lassen? Da kann er dann selber entscheiden, ob und was und wieviel er essen mag.

Re: Mal rausschieben, mal nicht - was heißt das?

Verfasst: 12.12.2012, 20:43
von christina
ja, fingerfood findet er auch toll. :) Wir kombinieren wohl.

hab jetzt gestern und heut beobachtet, dass er rausschiebt, wenn er satt ist/nicht mehr mag. vorher macht er den mund auf und isst, ganz "normal". werd ich auch weiter beobachten, ob das echt so ist oder nur zufall war.

Re: Mal rausschieben, mal nicht - was heißt das?

Verfasst: 12.12.2012, 22:29
von Sakura
Ich glaube, der Zungenstreckreflex würde sofort den Löffel rausbefördern, wenn er noch so aktiv wäre. Wenn Dein Kind beim Löffel bewusst den Mund aufmacht, den Löffel im Mund akzeptiert und erst mal eine Weile auf dem Essen rumkaut, dann würde ich vermuten, dass der Reflex nicht mehr da ist. Wenn dann Essen wieder rauskommt, ist das wahrscheinlich wirklich eher ein Testen und Probieren, oder eben Sättigung.

Re: Mal rausschieben, mal nicht - was heißt das?

Verfasst: 12.12.2012, 22:35
von christina
Danke, das bestärkt mich wirklich es doch irgendwie richtig zu machen/fühlen, auch wenn das eben bedeutet keine 6 Monate ganz voll gestillt zu haben, sondern 5,5 Monate. Auch wenn wir von vollen Mahlzeiten meilenweit entfernt sind, aber grad das find ich gut. BEIkost halt, zur Milch dazu. :)
Meine Tochter hat immer sofort gewürgt, wenn der Löffel in den Mund kam (falls das mal ging, der Mund blieb nach den ersten Anbieteversuchen vehement zu), Zunge kam raus, sie würgte... bis sie 7,5 Monate alt war.
Da ist mein Sohn jetzt (auch hier, wie in so vielen Dingen) das genaue Gegenteil - kein Würgen, Mund geht auf!