Entwicklungsgespräch (Kita)
Verfasst: 03.12.2012, 21:41
Heute hatte ich ein Entwicklungsgespräch mit Sophs Erzieherin und mir schwirren da so ein paar Gedanken im Kopf herum - ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht helfen, etwas Struktur reinzubekommen.
Zunächst ist die Erzieherin sehr zufrieden mit Soph. Sie ist sehr sozial, völlig offen für alle anderen Kinder, ohne Abstriche in irgendwelcher Form. Im Vergleich mit ihren Altersgenossen fällt auf, dass Soph nie aggressiv oder körperlich übergriffig wird. Sie sagt klar und deutlich ihre Meinung, weint auch mal und löst etwaige Konflikte selbstbewußt.
Zwei Dinge, auf die ihre Bezugserzieherin ein Auge hat, wurden auch angesprochen. Zunächst ist da Sophs sprachliche Entwicklung. Darüber machen weder die Erzieherin, noch Jamie und ich als Eltern oder die beiden Ärzte, mit denen wir demletzt im Gespräch waren, uns im Moment sonderlich Sorgen. Sophs Erstsprache ist Englisch und ihre Entwicklung in diesem Bereich verläuft erwartungsgemäß. Die zweite Sache allerdings ist etwas, was für mich ständig präsent ist und ich würde ihr hierbei gern helfen, die Entwicklung in positivere Bahnen zu lenken.
Soph war immer schon sehr energiegeladen. Seit dem Zeitpunkt ihrer Geburt hat sie sehr wenig Schlaf gebraucht. Mittagsschlaf gab es im eigentlichen Sinne nie, sie hat höchstens mal 30 Minuten tagsüber geschlafen, oft aber auch gar nicht. Als sie dann mit 15 Monaten in die Kita kam, war's damit ganz vorbei - schlafen wollte sie weder in der Kita, noch nach der Kita. Sie war dort problemlos den ganzen Tag in Aktion, ohne danach auch nur Anzeichen von Müdigkeit oder Erschöpftheit zu zeigen (wie kann das gut für einen so kleinen Körper sein?). So ist es in der Kita mit ihr bis heute.
In der Kita ist Soph dienige, die kilometerweit ohne zu klagen mit der Gruppe marschiert, während die anderen Kinder schon längst die Segel gestrichen haben. Bei Tagesausflügen gibt es für sie keine Ruhephasen, sie ist immer in Bewegung. Auf der Hochzeit ihrer Lieblingserzieherin war sie von allen dort anwesenden Kindern die einzige, die den ganzen Tag (wirklich von früh in der Kirche bis spät auf der Tanzfläche) gehüpft und gerannt ist und getanzt hat. Auch, als wir abends um 11 (aufgestanden waren wir um halb sieben) nach Hause fuhren, war sie noch hellwach und aktiv.
Ich glaube, diese Energie ist es mindestens anteilig, die es Soph oft schwer macht, ruhig zu sein und sich konzentriert um eine Sache zu kümmern - nur gilt das nicht für 100 % aller Fälle, denn sie ist beispielsweise durchaus in der Lage, konzentriert und schnell zu puzzlen, lang zu malen oder sich Bücher anzuschauen, etc. Weil das so ist, haben wir diese Situation zunächst beobachtet. Beispielsweise sitzt sie, wenn vorgelesen wird, wirklich schlicht nicht still, bewegt sich, wippt, hat ihre Hände im Gesicht oder Haar, schaut überall hin, nur nicht aufs Buch. Dieses Verhalten überträgt sich auch auf andere Situationen und es scheint oft, als stünde Soph unter Strom, als gingen ihr 1000 Dinge gleichzeitig durch den Kopf.
Soph fehlt es hier in der Großstadt ganz deutlich an Weite. Es ist laut, hektisch und insgesamt restriktiv. Um in den Wald, in den Park oder an den See zu kommen, muss man zunächst fahren, was nicht immer einfach ist. So hat sie nicht regelmäßig die Gelegenheit, sich einfach auszupowern. Auch deshalb besucht Soph in der Woche zwei Kurse innerhalb der Kita - kreativen Kindertanz und Turnen. Nun frage ich mich aber, ob ihr nicht etwas gut tun würde, was sie noch mehr körperlich fordert, so wie Schwimmen zum Beispiel. Allerdings finde ich drei Kurse schon sehr viel. Sie ist immerhin erst vier Jahre alt.
Habt ihr zu der Gesamtsituation vielleicht Ideen oder generellen Input? Auch in Hinblick auf die Schulzeit denke ich, dass wir diese Sache irgendwie anpacken müssen.
Uff, entschuldigt den Roman - ich musste mir das alles eben auch erst mal ein bisschen sortieren.
Zunächst ist die Erzieherin sehr zufrieden mit Soph. Sie ist sehr sozial, völlig offen für alle anderen Kinder, ohne Abstriche in irgendwelcher Form. Im Vergleich mit ihren Altersgenossen fällt auf, dass Soph nie aggressiv oder körperlich übergriffig wird. Sie sagt klar und deutlich ihre Meinung, weint auch mal und löst etwaige Konflikte selbstbewußt.
Zwei Dinge, auf die ihre Bezugserzieherin ein Auge hat, wurden auch angesprochen. Zunächst ist da Sophs sprachliche Entwicklung. Darüber machen weder die Erzieherin, noch Jamie und ich als Eltern oder die beiden Ärzte, mit denen wir demletzt im Gespräch waren, uns im Moment sonderlich Sorgen. Sophs Erstsprache ist Englisch und ihre Entwicklung in diesem Bereich verläuft erwartungsgemäß. Die zweite Sache allerdings ist etwas, was für mich ständig präsent ist und ich würde ihr hierbei gern helfen, die Entwicklung in positivere Bahnen zu lenken.
Soph war immer schon sehr energiegeladen. Seit dem Zeitpunkt ihrer Geburt hat sie sehr wenig Schlaf gebraucht. Mittagsschlaf gab es im eigentlichen Sinne nie, sie hat höchstens mal 30 Minuten tagsüber geschlafen, oft aber auch gar nicht. Als sie dann mit 15 Monaten in die Kita kam, war's damit ganz vorbei - schlafen wollte sie weder in der Kita, noch nach der Kita. Sie war dort problemlos den ganzen Tag in Aktion, ohne danach auch nur Anzeichen von Müdigkeit oder Erschöpftheit zu zeigen (wie kann das gut für einen so kleinen Körper sein?). So ist es in der Kita mit ihr bis heute.
In der Kita ist Soph dienige, die kilometerweit ohne zu klagen mit der Gruppe marschiert, während die anderen Kinder schon längst die Segel gestrichen haben. Bei Tagesausflügen gibt es für sie keine Ruhephasen, sie ist immer in Bewegung. Auf der Hochzeit ihrer Lieblingserzieherin war sie von allen dort anwesenden Kindern die einzige, die den ganzen Tag (wirklich von früh in der Kirche bis spät auf der Tanzfläche) gehüpft und gerannt ist und getanzt hat. Auch, als wir abends um 11 (aufgestanden waren wir um halb sieben) nach Hause fuhren, war sie noch hellwach und aktiv.
Ich glaube, diese Energie ist es mindestens anteilig, die es Soph oft schwer macht, ruhig zu sein und sich konzentriert um eine Sache zu kümmern - nur gilt das nicht für 100 % aller Fälle, denn sie ist beispielsweise durchaus in der Lage, konzentriert und schnell zu puzzlen, lang zu malen oder sich Bücher anzuschauen, etc. Weil das so ist, haben wir diese Situation zunächst beobachtet. Beispielsweise sitzt sie, wenn vorgelesen wird, wirklich schlicht nicht still, bewegt sich, wippt, hat ihre Hände im Gesicht oder Haar, schaut überall hin, nur nicht aufs Buch. Dieses Verhalten überträgt sich auch auf andere Situationen und es scheint oft, als stünde Soph unter Strom, als gingen ihr 1000 Dinge gleichzeitig durch den Kopf.
Soph fehlt es hier in der Großstadt ganz deutlich an Weite. Es ist laut, hektisch und insgesamt restriktiv. Um in den Wald, in den Park oder an den See zu kommen, muss man zunächst fahren, was nicht immer einfach ist. So hat sie nicht regelmäßig die Gelegenheit, sich einfach auszupowern. Auch deshalb besucht Soph in der Woche zwei Kurse innerhalb der Kita - kreativen Kindertanz und Turnen. Nun frage ich mich aber, ob ihr nicht etwas gut tun würde, was sie noch mehr körperlich fordert, so wie Schwimmen zum Beispiel. Allerdings finde ich drei Kurse schon sehr viel. Sie ist immerhin erst vier Jahre alt.
Habt ihr zu der Gesamtsituation vielleicht Ideen oder generellen Input? Auch in Hinblick auf die Schulzeit denke ich, dass wir diese Sache irgendwie anpacken müssen.
Uff, entschuldigt den Roman - ich musste mir das alles eben auch erst mal ein bisschen sortieren.