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Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 29.10.2012, 09:01
von Katha
Hallo Ihr Lieben,
Hab bei der Suche zwar den Beitrag gefunden,
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 0#p2787484
bin aber immer noch unsicher
Würde gerne in unser Brot Hirse oder Hirseflocken mit reintun.
Gerade Hirse ist ja so schön rund - könnte die der kleine einatmen?
Und gingen die Flocken?
Und müsste beides, damit es verwertet werden kann vorquellen oder reicht die füssugkeit des Teigs und das Backen?
Liebe Grüße
Re: Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 29.10.2012, 13:41
von klimaforscherin
Zum Verwerten: was meinst du, welchen prozentualen Anteil werden die Körner am Brot haben? Wenn es nicht verwertet wird, wird es ja wieder ausgeschieden, also wie Ballaststoffe. Da kann ich nix schlimmes dran finden, wenn ein Kind das verträgt. Energie-und Naehrstoffquellen wird es ja genug haben, oder?
Re: Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 29.10.2012, 13:54
von Traumwind
Die Mini isst von Anfang an unser selbstgebackenes Brot und ich hab immer Hirse mit drin...

Re: Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 29.10.2012, 17:15
von Katha
klimaforscherin hat geschrieben:Zum Verwerten: was meinst du, welchen prozentualen Anteil werden die Körner am Brot haben? Wenn es nicht verwertet wird, wird es ja wieder ausgeschieden, also wie Ballaststoffe. Da kann ich nix schlimmes dran finden, wenn ein Kind das verträgt. Energie-und Naehrstoffquellen wird es ja genug haben, oder?
Aber kann ich sie dann nicht auch gleich weglassen? Und brauchen die Kleinen schon Ballaststoffe?
Kl. Hase bekommt viel Obst und Gemüse und Brot, Nudeln, ab und an Fleisch und Käse.
Hatte wegen der Hirse ja auch wegen des Eisens überlegt, darum frag i h mich, ob das Backen dann reicht.
Traumwind, machst Du die einfach so in den Teig?
Heute hat Hasenpapa gegen Hirse votiert "soll uns ja auch schmecken"

Werde ihn demnächst überrumpeln, oder ihn mit "was der Bauer nicht kennt" aufziehen
Re: Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 29.10.2012, 18:44
von klimaforscherin
Was meinst du denn, wieviel extra-Eisen in der Hirse drin wären?
Und: Obst und Gemüse enthalten doch auch Ballaststoffe. Ich denke schon, dass auch Babys die mit der ersten Beikost ganz gut gebrauchen können. Sie sind halt in natürlichen Lebensmitteln enthalten, der Mensch hat sich im Laufe der Evolution daran angepasst. Und mit der Beikost gibts nun mal Lebensmittel mit Ballaststoffen.
Ach, mach dir doch nicht so einen Kopp, probiers doch einfach aus! Oder hat der Hase schonmal Brotkrümel eingeatmet?
Und das hier:
Heute hat Hasenpapa gegen Hirse votiert "soll uns ja auch schmecken"
ist ja wohl Oberkäse! Natürlich wird das schmecken! Immer diese experimentierarmen Männer!
Ich habe im ersten Lebensjahr meines Sohnes so viel neue leckere Lebensmittel wie nie zuvor kennengelernt! Viele seltsame Körner (Quinoa, oberlecker!), Mandelmus, Pastinaken, Petersilienwurzel, Süßkartoffel...
Gemeinsam entdecken macht Spass!

Re: Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 29.10.2012, 20:23
von Katha
Natürlich ist das Oberkäse
Aber eben kam auf das Was der Bauernichtkennt ein "na gut"
Er probiert ja viel aus. Vermutlich nervt den Ästheten ihn im mehr, dass keine Apothekergläser f. all die Körner und Linsen und und und. Wissen aber wirklich nicht mehr wohin damit in unserer Küche
Re: Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 30.10.2012, 16:43
von Sakura
Das beste Brot, das ich je gebacken habe, war eine Mischung aus Weizenmehl und Hirsemehl, das Brot auf Basis eines Poolish. Ich glaube, ich habe 40% Hirsemehl und 60% Weizenmehl, halbe halbe Type 550 und Vollkornmehl, verwendet. Kann auch 30% : 70% gewesen sein, weiß nicht mehr.
Ich denke, dass die Feuchtigkeit des Teiges und das Backen reichen, die Hirse entsprechend aufzuschließen. Wenn es Dir um zusätzliche Nährstoffe geht, würde ich aber definitiv Hirseflocken oder Hirsemehl nehmen, bei den Körnern würde ich annehmen, dass da vieles einfach so ungekaut durchrutscht. Und doch, Hirse enthält soviel Eisen, dass selbst eine relativ geringe Beimengung einen signifikanten Unterschied macht.
Muss aber sagen, dass mindestens ICH es schmecke, wenn in einem Brot Hirse mit drinnen ist. Ich mag keine Hirse, wollte mich daher selbst überlisten, und habe die Hirse ins Brot eingebacken. Tja. Der Schuss ging nach hinten los. Unglaublich tolle, knusprige Kruste, tolle fluffige Krume, toller Geruch, alles toll... Leider konnte ich mich mit dem Geschmack gar nicht anfreunden. Schmeckte halt nach Hirse.
Der nächste Versuch wäre dann gewesen, Hirseflocken einzubacken, in der Hoffnung, dass der Geschmack dann nicht ganz so präsent ist, aber irgendwie war mir die Lust auf Hirse dann doch vergangen. Bei Hirseflocken würde ich aber den Feuchtigkeitsgehalt des Teiges noch überdenken. Oder die Flocken vorm Untermischen brühen, damit der Feuchtigkeitsgehalt des Brotes nach dem Backen auch stimmt.
Schau doch mal hier, ob ein Rezept mir Hirse dabei ist, das Du gut findest:
http://www.petras-brotkasten.de/
Re: Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 30.10.2012, 21:05
von Katha
Oh, danke für die vielen Tios, Sakura.
Du bist ja ne Brotbackexpertin!
Und die verlinkte Seite sieht beim ersten Überfliegen klasse aus.
Hm, da brauch ich vielleicht doch bald ein Gärkörbchen - aber wohin damit?

Re: Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 30.10.2012, 21:41
von klimaforscherin
Hirse sollte man glaube ich waschen, um die Bitterstoffe rauszubekommen.
Noch ein Hirserezept: aus gekochter Hirse, Ei eind Gewürzen (Paprika, Pfeffer, Kareuter) Hirsepuffer backen. Ist prima Fingerfoodgeeignet, kann man mitnehmen, mit Käse überbacken.
Re: Flocken und Körner, was darf? Quellen lassen?
Verfasst: 31.10.2012, 09:32
von Sakura
Katha hat geschrieben:Du bist ja ne Brotbackexpertin!
Nö, habe nur Spaß dran gefunden. Brote mit mindestens 50% Weizenanteil kann frau auch wunderbar ohne Sauerteig, dafür mit Biga oder Poolish backen. Das ist wirklich einfach, macht nicht viel Arbeit, und ist ziemlich gelingsicher. Im Gegensatz zu echtem Sauerteig, der macht deutlich mehr Arbeit, ich finds deutlich komplizierter, und frau muss da erst mal ne Weile üben, bis es richtig gut wird.
Hm, da brauch ich vielleicht doch bald ein Gärkörbchen - aber wohin damit?

Ich habe keines, geht auch. Ich habe für runde Brote einfach eine relativ tiefe, gleichmäßig runde Rührschüssel, für längliche Brote nehme ich ein Baguettekörbchen (also so ein Körbchen, wo man in Restaurants manchmal das Brot auf den Tisch bekommt. So eines, nur deutlich größer, habe ich). Sowohl die Schüssel als auch das Körbchen lege ich mit einem sauberen, mit Mehl oder Grieß bestreutem Geschirrtuch aus, und gut ist. Funktioniert wunderbar.
Eines meiner Lieblingsrezepte hier:
http://vegan.de/foren/read.php?30,43492 ... msg-434928 (aber ich nehme INSGESAMT nur 250ml Wasser auf die 400g Mehl/Grieß, und knete kein zusätzliches Mehl drunter. Mengenangaben sind mir lieber als: "nach Gefühl noch Mehl unterkneten").