Ich habe Mausl auch mit etwa einem halben Jahr Fingerfood angeboten, wirklich gegessen hat sie mit ca. 8 Monaten.
Die ersten Sachen, die ich ihr gegeben hab, waren Obststicks, Reiswaffeln, Hirseflips, Banane. Nach und nach bekam sie das babytaugliche von unseren Mahlzeiten auf ihren Teller oder bei Bedarf eine eigene Babymahlzeit. Ne Weile wurde sie lieber gefüttert (ab dem ersten Geburtstag etwa, war da öfter mal krank.....), aber gegenwärtig fängt sie wieder an gerne selbst zu essen.
Ich habe erst in der zweiten Hälfte des ersten Jahres nach und nach artfremdes Eiweiß (Milchprodukte, Ei, Fisch, Fleisch) eingeführt, das der Darm in den ersten Monaten durchlässig ist für Fremdeiweiß. Da in der Familie meines Freundes allergien verbreitet sind, wollt ich da auf Nummer sicher gehen.
Mittlerweiße isst sie Käse, Joghurt u.ä. richtig gerne, aber ihre Hauptmilchquelle bin immernoch ich.
Ich glaube, am wichtigsten ist es, die Beikost laaaaaaaaaaangsam einzuführen, um dem Körper Gelegenheit zu geben, sich dran zu gewöhnen, die Enzymproduktion umzustellen.
Wir haben keine Mahlzeiten ersetzt. Am Anfang gabs immer nochmal die Brust hinterher, bis sie es nichtmehr eingefordert hat, zwischen den Tischmahlzeiten wird nach wie vor nach Bedarf gestillt.
Das Stillen sollte die Beikosteinführung auch möglichst lange begleiten, da in der Milch Stoffe drin sind, die die neue Kost besser verträglich machen. Zum Beispiel Amylase, ein Enzym, welches zur Stärke-Verdauung nötig ist. Oder Stoffe, die die Darmwand schützen und die Darmflora stabilisieren. Viele Inhaltstoffe sind ja noch garnicht erkannt. Die beste Flaschenmilch kann das also nicht leisten....
Als sie von unserem Essen abbekam, bekam sie zwangsläufig auch kleine Mengen Salz, ab und zu auch Süßes. Da sie anfangs aber nur Mini-Mengen aß, war das kein Problem. Konsequent vermieden, haben wir es also im ersten Jahr nicht. Wenn man ganze Milchmahlzeiten durch Brei ersetzt, sollte dieser natürlich ungesalzen oder nur ganz zart gewürzt sein.
Süßes angboten haben wir ihr auch nicht. Aber wenn wir etwas aßen und sie es deutlich einforderte bekam sie ne Mini-Menge. Oma durfte auch mal ein kleines Plätzchen zustecken an Weihnachten, als sie fast ein Jahr alt war. Aber wiegesagt ausnahmsweise. Sie soll lernen, dass man sich mit sowas nicht satt isst, es nur ein Schmankerl oder Nachtisch isst. Komplett verbieten wollen wir nicht, da das nach hinten losgehen kann.