Seite 1 von 2

Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 04.05.2012, 23:28
von Nina
Hallo zusammen,

Katharina ist fast 16 Monate alt und seit 4 Monaten stille ich nicht mehr. Kuhmilch verträgt sie nicht, auch keinen Quark oä, sie reagiert darauf sofort mit Hautekzem. Zu trinken bekommt sie zZ Hafermilch und Tee oder Wasser. Ich mache mir etwas Sorgen um ihre Calciumversorgung, denn sie mag nicht so gern Gemüse, Brokkoli isst sie mal zwei, drei Röschen, aber keine nennenswerten Mengen.Spinat und andere grüne Gemüse ebenso. Je nachdem, was es dazu gibt, isst sie oft auch gar kein Gmüse. Das einzige calciumhaltige Lebensmittel, das sie gerne mag, sind eigentlich Haferflocken. Aber ich denke mal, die paar Löffel Müsli morgens reichen vielleicht nicht aus, um ihren Bedarf zu decken? VK-Brot isst sie auch, aber auch nicht so die Riesenmengen.

Kann ich mich in diesem Fall darauf verlassen, daß sie sich holt, was sie braucht? Es werden ja regelmäßig entsprechende Lebensmittel angeboten. Sollte ich diese Lebensmittel verstärkt anbieten? Oder Calcium zuführen? Ich nehme zZ den Aufbaukalk von Weleda. Kann/sollte sie den auch schon bekommen? Symptome, die auf einen Mangel hinweisen hat sie keine für mich ersichtlichen.

Re: Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 05.05.2012, 07:38
von klimaforscherin
Bekommt sie PRE?
Wie sieht es mit Ziegenmilch aus? Hier gibt es das im REW*. oder Ziegenkäse ist doch auch überall zu finden.

Re: Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 05.05.2012, 09:42
von Nina
Pre bekam sie nur kurz mal, hat sie auch nicht vertragen. Sie bekommt gar keine Milch. Ziegenmilch habe ich mich noch nicht getraut zu testen, weil ich so froh bin, daß die Haut endlich gut ist...

Re: Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 05.05.2012, 10:06
von Stefania
Ich würde zur Ernährungsberatung gehen ( zahlt die KK) , die können dir am besten sagen, was und wieviel Ca sie ihn dem Alter braucht.

Mein Sohn hat in dem Alter noch die Spezialmilch bekommen (Althèra) und erst mit 2 Jahren Reismilch mit Calcium.
Hafermilch gibt es auch mit Calcium.

Wir kaufen Ensinger Sport Mineralwasser, das ist auch mit Calcium angereichert.

LG Stefania

Re: Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 05.05.2012, 17:47
von Sakura
Nina hat geschrieben:Kann ich mich in diesem Fall darauf verlassen, daß sie sich holt, was sie braucht?
das wäre mir zu heikel. hat dein kind neurodermitis? da kenne ich in der tat einige, wo sich kuhmilch(produkte) fatal auswirken.

habt ihr schonmal sojadrink probiert? die auswahl an marken ist groß, ebenso die geschmacklichen unterschiede. am besten schmeckt den meisten immer noch alpro (tetrapak) oder alpro gekühlt aus dem kühlregal, sind aber auch die preisintensivsten. sojadrinks und anderen pflanzendrinks sind meist mit calcium angereichert in der höhe des calciumgehaltes von kuhmilch (achtung, biomarken meistens nicht, da biolebensmittel nicht angereichert werden dürfen).

es gibt tofu, der mit calciumhaltigen gerinnugnsmitteln geronnen wurde, dieser ist ebenso ziemlich calciumreich.

ebenfalls viel calcium enthalten
- mohn (!!!!!)
- sesam (!!!!!)
- alle sonstigen nüsse, nussaufstriche, nussbutter
- kichererbsen, bohnen, erbsen, linsen
- trockenfrüchte (aprikosen, datteln, pflaumen)
- fenchel

mag dein kind kidney-bohnen? (chili con/sin carne?). aus kichererbsen und sesammus kannst du sauleckeres hummus machen, das entweder auf ein sandwich streichen oder mit gemüsesticks dippen (karotten, gurken....). bei kuchen ruhig mal mohnkuchen, als snack nen sesamriegel oder studentenfutter, morgens sojadrink ins müsli, bei brot und brötchen die wählen, wo ein paar körner drauf/drin sind, mandelmus statt butter unter die marmelade, mandelkuchen statt rührkuchen.... tofu kannst du bei MITTELhitze LANGSAM knusprig braten (die zauberworte sind MITTEL und LANGSAM), und dann mit einem ORDENTLICHEN schuss sojasauce ablöschen. das schmeckt extrem gut zwischen zwei brötchenhälften als burger, oder auch einfach so als tofusteak :-)

neben der calciumzufuhr ist wichtig, wieviel phosphor aufgenommen wird, da der die calciumausscheidung begünstig. viel phosphor (und -verbindungen) sind in cola (!!!) und fleisch sowie fleischprodukten (wurst...). dieser effekt scheint so gravierend zu sein, dass der calciumbedarf von vegetariern von ernährungswissenschaftlern als niedriger angesetzt wird, weil diese eben kein fleisch verzehren (vorausgesetzt natürlich, sie trinken keine unmengen an cola :-)).

Re: Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 06.05.2012, 01:06
von Maja
Falls sie gern mal ein Glas Wasser trinkt würde ich wohl auch die Variante mit dem sehr calciumreichen Mineralwasser versuchen. Natürlich auch nicht zuuuuuuviel, das wäre auch nicht gut für die Nieren.

Und den Aufbaukalk kannst Du auf jeden Fall geben, die Anthroposophen empfehlen den doch eh im zweiten Lebensjahr durchgängig, oder verwechsel ich da was? Ich meine das war so. Eben wegen dieser Umstellung weg von der Muttermilch auf andere Ernährung.

Re: Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 06.05.2012, 01:12
von inselkind08
Ist in dem Aufbaukalk nicht auch Laktose drin? Ich wäre damit jedenfalls vorsichtig bei mir hat der Kalk nen heftigen Neuro-Schub ausgelöst...

Re: Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 06.05.2012, 09:44
von Sakura
stimmt, das habe ich ganz vergessen, ein großteil des calciumbedarfes kann über wasser gedeckt werden. vielleicht wohnt ihr sogar in einer gegend mit stark calciumhaltigem wasserr? ansonsten gibt es bei flaschenwasser große unterschiede.

Re: Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 06.05.2012, 11:47
von Maja
inselkind08 hat geschrieben:Ist in dem Aufbaukalk nicht auch Laktose drin? Ich wäre damit jedenfalls vorsichtig bei mir hat der Kalk nen heftigen Neuro-Schub ausgelöst...
Ja, der ist auf Laktose-Basis, das stimmt. Aber man nimmt davon eine Messerspitze... und so wie ich es verstanden habe ist eher Milcheiweiß das Problem, nicht Milchzucker?
Ansonsten gibt es die Wirkstoffe aus dem Kalk jedoch auch als Globuli. Die sind dann auf normaler Zuckerbasis soweit ich weiß.
Ich denke, wenn der Kalk einen Neuro-Schub auslöst, liegt das nicht an dem bißchen Milchzucker, sondern an dem Wirkstoff selbst, im Sinne einer Erstverschlechterung. Dennoch ist es dann besser, das sofort wieder abzusetzen. Dann wäre die Reaktion auf die Globuli wohl vermutlich ähnlich.

Re: Calciumversorgung bei milchfreier Ernährung

Verfasst: 06.05.2012, 15:07
von Nina
Danke für eure Tips.

Ich denke, daß es am Eiweiß liegt, denn Laktoseintoleranz ist in ihrem Alter ja doch rechtungewöhnlich. ich werde ihr den Aufbaukalk mal geben. Der KiA hat schonmal was gesagt von wegen ND, aber seit sie keinerlei Milch mehr bekommt, ist die Haut ganz toll geworden. Nur eben sehr empfindlich, das merke ich jetzt auch an der Sonne zB.

Wasser trinkt sie nicht wirklich nennenswerte Mengen, aber ich kann ja mal welches besorgen mit viel Calcium.
Tofu mag sie gerne, Trockenfrüchte auch. Linsen nur rote. Und Mandelmus bekommt sie auch regelmäßig in den Brei. Ich werde mal darauf achten, diese Lebensmittel verstärkt zu geben.