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ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 26.04.2012, 13:07
von bella7510
Hallöchen zusammen,
ich möchte mal mein "Problemchen" schildern und wissen, ob jemand ähnliche Geschichten kennt oder Anregungen für mich hat.
Mein Sohnemann ist jetzt 8,5 Monate alt und leider Gottes ein Flaschenkind (ich habe wegen Brustentzündung früh abgestillt

) Er hat ganz früh mit dem Löffel gegessen und fand das auch immer lustig. Außerdem bekommt er alles, was bei uns so mit auf dem Tisch steht und knabbert ganz gern. Er trinkt tagsüber 3 volle Flaschen und ab und an Tee (Wasser geht gar nicht

) Seit einiger Zeit isst er gar nicht gerne Brei und wird stinkig beim Umgang mit dem Löffel. Und selbst isst er nur minimale Happen (vom Brot oder Obst), also nie so, dass es eine gute Mahlzeit ergibt. Abends vor dem Schlafen isst er seinen Obst-Getreide-Brei (den auch immer gerne) und danach verputzt er noch eine Flasche. Er schläft relativ gut mit uns im Familienbett

und hat wohl 2-3 Mal in der Nacht Kohldampf und trinkt jeweils wieder eine volle Flasche. Eigentlich bin ich immer ganz entspannt, frage mich aber zunehmend, ob ich etwas anders/besser machen kann? Wir haben noch keine Flaschenmahlzeit ersetzt und ich weiß irgendwie auch nicht, wie das funktionieren kann, sodass er auch wirklich satt ist. Wenn ich stillen würde, wäre ich glaub ich ein bisschen entspannter, aber so- mit den Flaschen- weiß ich nicht so genau.
Ich habe mal versucht, ihm nachts statt Milch ein bisschen Tee zu geben, aber das hat auch nicht so wirklich geholfen.
Vielleicht kennt ja jemand ähnliche Geschichten und kann mir mit Erfahrungsberichten ein wenig Beruhigung oder weitere Anregungen vermitteln?
Vielen Dank und liebe Grüße
Isabell
Re: ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 26.04.2012, 13:32
von Captainsparrow
Ich würde ihn tagsüber auf jeden Fall nochso viel Milchtrinken lassen wie er möchte, viele Stillkinder nehmen zu diesem Zeitpunkt noch kaum nennenswerte Mengen an Nahrung zu sich sondern essen wirklich als Bei-Kost zur Milch. Nachts finde ich es bei Flaschenkindern aber wegen Karies nicht so harmlos wenn die noch oft flascherln, da würde ich tatsächlich versuchen die nächtlichen Malzeiten runterzuschreauben (es sei denn Du putzt danach immer Zähne)
Re: ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 26.04.2012, 23:01
von kati88
Hallo Bella,
mein Sohn ist auch ein Flaschenkind. Nachts ging es relativ schnell mit dem durchschlafen. Mein tipp für dich wäre, in die Nacht Flaschen nach und nach weniger Pulver ins wasser zugeben, sodass diese dann irgendwann nurnoch aus wasser besteht. Ich hab den Trick selber noch nicht ausprobiert weil er nicht notwendig war bei uns. Aber ich hätte es probiert wenn wir es gebraucht hätten =) Man liest ja so oft dass Flaschenkinder gegenüber Stillkindern einem höheren Risiko für Karies ausgesetzt sind , deswegen würde ich es evtl so machen. Andererseits frage ich mich, was macht man wenns kleine Kind doch hunger hat in der Nacht? Dann ist es ja irgendwie wieder gemein die Milch zu verdünnen =/Im grunde ist es ja auch nicht ungewöhnlich dass ein Kind in deinem Alter nachts noch milch haben möchte....
Übrigens mein Sohn ist jetzt ein Jahr alt und über Tag bekommt er noch 3 volle Flaschen (200 ml) 1er Milch. Die braucht er einfach und die darf er solange trinken wie er es mag. Allerdings gibt es bei uns die Flasche immer nur von mir gefüttert. Also er darf sie nicht zum spielen haben, bekommt sie auch nicht in den KIWA oder mit ins bett gelegt. Er trinkt sie auf meinem Arm bis sie leer ist. So hab ich die kontrolle darüber dass er wirklich nur ca 10 minuten Nuckelt und nicht länger...
Wünsche dir alles gute und meistens beanworten sich viele Fragen mit der Zeitvon selbst, so war es bei mir jedenfalls =)
Re: ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 28.04.2012, 13:22
von bella7510
Vielen Dank für eure Antworten.
Nunja, irgendwie schwankt es im Moment ein bisschen mit seinem nächtlichen Hunger. Ich überlasse ihm nie selbst die Flasche, sondern fütter ihn. ich bin auch nicht zu faul, um nachts zu rennen, ich habe mich nur irgendwie gefragt, ob das so richtig ist. Aber manches ergibt sich wohl wirklich irgendwann von selbst.
ich freu mich aber, wenn ich höre, dass es woanders ähnlich ist
Tagsüber putzen wir schon ganz fleißig die 2 Zähnchen, aber nachts

oh nein...da sparen wir uns das.
Danke auf jedenfall für eure Statements und ein schönes Wochenende

Re: ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 28.04.2012, 13:56
von Leila
Meine Tochter war zu der Zeit auch noch nachts hunrig (auch noch viel länger), sie hat sehr wenig Beikost gegessen. Das Flasche verdünnen hatte bei uns den Effekt, dass sie mehr getrunken hat, also statt einer dann eben 1 1/2 Flaschen...

War also ein Schuß in den Ofen und haben wir schnell wieder aufgegeben. Sie war auch nie ein kind, was das Mahlzeiten Ersetzen toleriert hätte, sie hatte sehr lange ihre Flasche (erst Pre, dann Reismilch), und das war gut so für sie. Wir haben nachts auch keine Zähne geputzt, eben das übliche Abends vor dem zubettgehen. kariesprobleme haben wir keine, da sie nicht dauergenuckelt hat, sondern zügig getrunken.
Lieben Gruß
Anja
Re: ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 29.04.2012, 11:54
von Sakura
hi bella,
ich sehe kein problem bei euch. was du beschreibst, klingt wie mein kind, nur dass die eben statt flasche stillt. ich würde da nix dran drehen. die lütten sollen doch heute auch die flasche wie die brust nach bedarf bekommen. wieso wärst du entspannter, wenn du stillen würdest? keiner weiß, wie es da wäre, aber die chancen wären gut, dass es genauso wäre. dein kind würde viel stillen, auch nachts, und wenig essen. das babys mal mehr und mal weniger essen ist völlig normal. du bist glücklich mti der situation, er ist glücklich... warum stress machen?
lg,
S.

Re: ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 29.04.2012, 21:51
von Emma2010
Ich sehe das auch nicht schlimm was du schilderst. Er ist noch soooo klein, lass ihm seine Milch
Meine (20 Monate) trinkt jetzt noch abends zum einschlafen ne Flasche Milch.
Re: ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 03.05.2012, 20:42
von bella7510
oh, es sollte irgendwie auch gar nicht als so schlimm von mir empfunden rüberkommen. Vielleicht hängt es mit meinem klitzekleinem "Schuldgefühl" zusammen, dass ich nicht doch weiter gestillt habe und mein Sohnemann stattdessen künstliche Milch trinken muss.

Bei der Auswahl der Kunstmilch hab ich mir große Mühe gegeben. Man möchte ja nur das Beste! Ich weiß auch, dass ICH in der damaligen Situation einfach nicht anders konnte. Vielleicht deswegen meine Unsicherheit, ob es "tragisch" ist, dass er jetzt sooo viel Milch trinkt.
Aber ich bin dankbar für eure Anregungen und werde es gelassener sehen, schließlich bin ich auch jeden Tag erstaunt, wie sehr mein Kind ganz von selbst einfordert, was es gerade braucht.
Danke für eure Meinungen

Re: ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 03.05.2012, 22:17
von kati88
Das gefühl kenne ich bella. Ich denke das beste ist es einfach nach gefühl zu handeln. Mein kleiner bekommt mit seinen 12 monaten wie schon erwähnt, auch noch seine 3 Flaschen. Halt nicht Nachts aber über den Tag. Viele gucken mich doof an und fragen ob er denn noch nicht richtig isst und dass er das nicht mehr braucht. Aber er braucht es, weil ich das spüre (;
Essen, das tut er. Aber nicht die riesen mengen. (Über denTag eher viele kleine portionen) Sodass er sich den rest eben über seine Flasche holt. Und das darf er solange er will. Wir achten halt besonders auf die Zahnpflege. Acuh wenn das aktuell garnicht gut bei ihm ankommt =/
Ich wünsche dir alles gute mit deinem Sohn!
Re: ohne Flasche geht irgendwie gar nichts
Verfasst: 05.05.2012, 19:31
von bella7510
ja, das kann ich bestätigen, man merkt einfach irgendwie, was die Kleinen gerade brauchen, manchmal ist es bloß hilfreich, dem mehr Vertrauen zu schenken

Neuerdings hab ich heraus gefunden, dass Elias einfach voll auf unseren selbstgemachten Joghurt fliegt. Er schmatzt und lacht wenn er den mit dem Löffel bekommt = von wegen warmes Mittagessen
Ich sehs jetzt einfach mal ganz gespannt und lass ihn experimentieren, er zeigt ganz gut, was er gerade so mag. Und nunja, mein Gott, wenns dann eben 5 Flaschen sind, ist es eben so. Ihm scheints nicht zu schaden. Er ist nicht zu dick und hat zum Glück auch Freude am Zähneputzen (noch

).
Ich bin froh, dass es dir ähnlich ergeht, Kati88. Das baut doch immer auf und ermutigt
Ich wünsch euch einen schönen Abend