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Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 26.07.2011, 10:37
von Maia
Mir ist eben der hinterste Backenzahn gezogen worden. Es war der Horror, viermal wurde das Betäubungsmittel nachgespritzt und ewig hat der Arzt rumgeschoben und -geruckelt und außerdem noch einen Schnitt gemacht, bis das Biest draußen war.
Ich weiß, dass ich Paracetamol und Ibuprofen in der Stillzeit nehmen darf, nur: wie oft, wie viel? Ich hab furchtbare Angst vor den Schmerzen, die langsam einsetzen, weil die Betäubung nachlässt.
Und ist Paracetamol oder Ibuprofen in dem Fall besser?
Danke danke danke für eure Hilfe im voraus.
Re: Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 26.07.2011, 10:44
von Elli567
Hier dürfen ja keine Medikationen empfohlen werden. Ruf doch schnell noch mal in der Praxis an.
Re: Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 26.07.2011, 10:54
von Maia
na aber die wissen ja kaum was über medis und stillen...
Re: Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 26.07.2011, 11:56
von lala
Meinst Du besser bei Zahnschmerzen oder besser in Bezug auf das Stillen? Vom Arzt her wurde mir bisher immer Ibu mitgegeben, die Höchstmenge lässt sich ja leicht googlen.
Gute Besserung!
Re: Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 26.07.2011, 12:11
von katpaje
keine empfehlung, nur ne erfahrung. ich habe paracetamol genommen, wie ich es gebraucht habe. also gemäß dosierungsanleitung. hatte mir der arzt auch so empfohlen.
du arme... arnica globuli haben mir übrigens auch geholfen.
Re: Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 26.07.2011, 12:20
von Maia
Ach ja, Arnica, gute Idee. Bei den Kindern denk ich immer dran, bei mir vergess ich das immer...
Ich hab jetzt ne Ibu 400 genommen und darf lt. Packungsbeilage 3 am Tag nehmen, das mach ich dann auch, denn es war WIRKLICH übel und ich habe Angst vor den Schmerzen.
Ich danke euch.
Re: Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 26.07.2011, 23:47
von Nachtfrau
ich kann zwar nicht auf deine frage antworten, aber vielleicht etwas angst nehmen: ich hab vor jahren die weisheitszähne rausbekommen, weil sie nach vorn wuchsen. es war der horror, die zähne konnten wegen der wuchsrichtung nicht richtig gezogen werden, sie wurden rausgehebelt, -gemeiselt, -gebohrt und -gebrochen. danach war ich richtig traumatisiert, aber die schmerzen hinterher fielen erstaunlich gering aus. ich hab gar keine schmerzmittel genommen. es muss also nicht sein, dass du fürchterliche schmerzen hast.
ich drück die daumen und wünsche gute besserung!
Re: Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 27.07.2011, 17:06
von blauelagune
Gute Besserung erstmal! Hast Du eine Stillberaterin? Sie kann für Dich bei Embryotox anrufen und fragen, was die empfehlen.
Re: Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 29.07.2011, 13:41
von Chaoten-Mama
Nachtfrau hat geschrieben:ich kann zwar nicht auf deine frage antworten, aber vielleicht etwas angst nehmen: ich hab vor jahren die weisheitszähne rausbekommen, weil sie nach vorn wuchsen. es war der horror, die zähne konnten wegen der wuchsrichtung nicht richtig gezogen werden, sie wurden rausgehebelt, -gemeiselt, -gebohrt und -gebrochen. danach war ich richtig traumatisiert, aber die schmerzen hinterher fielen erstaunlich gering aus. ich hab gar keine schmerzmittel genommen. es muss also nicht sein, dass du fürchterliche schmerzen hast.
ich drück die daumen und wünsche gute besserung!
Ging mir genauso - zumindest bei dem Weißheitszahn vor 6 Wochen...

In der SS wurde mir auch einer gezogen, Medis waren tabu und ich habe es mit Arnica ganz gut überstanden. Hat zwar länger gedauert, aber ok.
Re: Eilt - Schmerzmittelmenge nach Zahnbehandlung
Verfasst: 29.07.2011, 20:04
von blueberry
blauelagune hat geschrieben:Gute Besserung erstmal! Hast Du eine Stillberaterin? Sie kann für Dich bei Embryotox anrufen und fragen, was die empfehlen.
Nur für den Fall, dass mal jemand über die Board-Suche auf diesen Thread stößt, wollte ich das richtigstellen: die Stillberaterinnen von AFS und LLL dürfen, da sie ehrenamtlich arbeiten und in der Regel kein medizinisches Fachpersonal sind, NICHT bei Embryotox anrufen und fragen. Dies ist Ärzten und medizinischem Personal vorbehalten.
Was aber jeder Laie - und somit auch jede Stillberaterin und auch jede stillende Mutter kann:
auf der Website http://www.embryotox.de nachschauen - dort gibt es eine nach Wirstoffen sortierte
umfangreiche Datenbank mit Informationen zur Stillverträglichkeit einzelner Mittel (Unter "Medikamente"). Dort findet man Ibuprofen genauso wie
Paracetamol und kann dann selbst entscheiden oder nochmal einen Arzt zurate ziehen.
Zu Paracetamol in der Stillzeit heißt es dort z.B.:
Stillzeit
Pharmakokinetik: HWZ: 2,6 h; Proteinbindung: 25%; molare Masse: 151; relative Dosis: 6-12%; M/P-Quotient: 1; orale Bioverfügbarkeit: > 85%.
Klinik: Es gibt keine nennenswerten Hinweise auf Unverträglichkeiten beim Säugling.
Empfehlung: Paracetamol ist ebenso wie Ibuprofen Analgetikum der Wahl in der Stillzeit.
Ich selbst habe sowohl Paracetamol als auch Ibuprofen schon in Höchst-Tagesdosis (laut Packungsbeilage) eingenommen - über mehrere Tage und in Absprache mit der behandelnen Gynäkologin.
Beide Medikamente gibt es ja auch für Babys direkt. Ich habe immer versucht, mich möglichst an solche Wirkstoffe zu halten, die für mein Baby in seinem entsprechenden Alter schon direkt "gebbar" sind. Die Wirkstoffspiegel die über die Muttermilchaufnahme im Babyblut erzeugt werden, sind ja um ein Vielfaches geringer.
@ Maia: ich hoffe, es geht Dir inzwischen besser? Alles Gute für Dich!
Zur Unterscheidung von Para und Ibu: mir wurde vom KiA gesagt, Ibu sei etwas mehr entzündungshemmend während Para schneller gegen Fieber helfe. Ob das stimm, weiß ich nicht - hab es nicht überprüft. Gegen Schmerzen helfen beide. Beim Erwachsenen (der das Zeug in der Regel schluckt und nicht per Zäpfchen nimmt) kommt als Unterschied noch hinzu, dass Ibu eher den Magen reizt und deshalb zu einer Mahlzeit genommen werden sollte.
Laut "Gesundheit für Kinder" (3. Auflage, Seite 157) kann beides auch im Wechsel genommen werden, wenn die Höchstdosis eines der Mittel nicht ausreicht um Schmerzen oder Fieber ausreichend zu hemmen.