Nicht beikostreif und WILL
Verfasst: 23.07.2011, 16:43
Ich finde es sehr spannend, dass sich bei jedem Kind doch wieder neue Fragen ergeben.
Die Große hab ich brav fast auf den Tag genau 6 Monate vollgestillt, bevor ich ihr Beikost anbot (zermuste Nektarine), die sofort begeistert angenommen wurde.
Der Mittlere wollte mit nichtmal 5 Monaten un-be-dingt essen und ist mir fast in den Teller gesprungen. Da ich sehr unter Allergien und Ekzemen leide, war mir das gar nicht recht. Ich hab es noch ein bisschen aufgeschoben und ihn dann noch ein, zwei Wochen mit Reiswaffeln ohne alles abgespeist. Mit 5 1/2 Monaten bot ich ihm dann irgendwas anderes als Fingerfood an, ich weiß nicht mehr, vermutlich irgendein gedünstetes Gemüse. Er war dann auch eindeutig beikostreif.
Beim Kleinsten wollte ich ja ganz gelassen bleiben, aber der Wutzel will immer Sachen machen, die er noch nicht kann. Zum Beispiel will er seit etwa zwei, drei Wochen stehen. Er kann das auch, der Bruder ist begeistert, man hält ihm zwei Finger hin, er hält sich dran fest, stemmt sich hoch und steht dann.
Ich will das aber nicht, weil er dafür noch viel zu klein ist und das einfach nicht gut sein kann. Darüber regt er sich fürchterlich auf. Als Neugeborenes wollte er im Tuch partout den Kopf frei haben und rumgucken, obwohl er ihn noch nicht halten konnte, bei der U3 sagte die KiÄ zu ihm :"He, das darfst Du doch noch gar nicht", als er sich an ihren Händen hochzog.
So ist er. Und jetzt will er essen.
Meistens sitzt oder liegt er auf meinem Schoß, während ich esse, da er sich ja nicht gern ablegen lässt. Und die Tage war er da oft so unruhig und hat gejammert und gemosert. Und irgendwann fiel mir auf, dass er mir jeden Bissen in den Mund nachschaut. Das ist wirklich niedlich, er streckt dann die Hände langsam aus, um danach zu greifen, reißt die Augen auf und starrt auf meine Gabel, das Brot etc., öffnet den Mund, wenn das Essen näher kommt, macht Kaubewegungen. Und dann fängt er an zu jammern und heult total enttäuscht dem Essen nach, wenns in meinem Mund ist.
Ich biete ihn dann die Brust an, oft nimmt er sie auch, aber wenn er schnallt, dass ich über ihn hinweg esse, ist er richtig beleidigt und sauer. Bis gestern hat es funktioniert, wenn ich ihn mit dem Rücken zum Teller über meine Schulter hab gucken lassen, aber heute hat er die List durchschaut und war sehr ungehalten. Ich musste dann das Essen unterbrechen, bis er über seinen Zornestränen eingeschlafen war.
Er ist aber ganz sicher noch nicht beikostreif. Er sitzt zwar mit Unterstützung schon sehr gut und stabil, aber er hat ja erst vor nichtmal zwei Wochen mit gezieltem Greifen angefangen. Der ist doch schon froh, wenn er es schafft, sein Lutschepüppchen festzuhalten. Woran ich erkennen könnte, ob der Zungenstreckreflex abgeschwächt ist, weiß ich gar nicht. *am kopp kratz* Und gesteigertes Stillbedürfnis... Keine Ahnung, ich denke nicht.
also ich find ihn noch viel zu klein, aber wie lang werd ich ihn hinhalten können? das ging erst vor wenigen tagen los, und jetzt gerät er schon aus der fassung deswegen. er findet, jetzt sollte es endlich mal losgehen. ich finde, wir sollten noch zwei monate warten. so lange wird es garantiert nicht klappen, aber woran merke ich zb, ob der zungenstreckreflex sich abschwächt? wie gut sollte er greifen können? sicher könnte er sich jetzt schon ein stück kartoffel zum mund führen, aber so ist das sicher nicht gedacht.
ich finde das echt schwieriger als ich mir das vorgestellt hätte, denn wenn das kind so unbedingt viel zu früh will, muss man ja im zweifelsfall jeden tag die entscheidung treffen, ob sich seit gestern irgendwas so verändert hat, dass dann heute die zeit gekommen ist...
ich muss auch sagen, dass dieses kind mir nicht gerade eine hilfe dabei ist, gegen die beikosteinführung mit vier monaten für alle zu argumentieren.

Die Große hab ich brav fast auf den Tag genau 6 Monate vollgestillt, bevor ich ihr Beikost anbot (zermuste Nektarine), die sofort begeistert angenommen wurde.
Der Mittlere wollte mit nichtmal 5 Monaten un-be-dingt essen und ist mir fast in den Teller gesprungen. Da ich sehr unter Allergien und Ekzemen leide, war mir das gar nicht recht. Ich hab es noch ein bisschen aufgeschoben und ihn dann noch ein, zwei Wochen mit Reiswaffeln ohne alles abgespeist. Mit 5 1/2 Monaten bot ich ihm dann irgendwas anderes als Fingerfood an, ich weiß nicht mehr, vermutlich irgendein gedünstetes Gemüse. Er war dann auch eindeutig beikostreif.
Beim Kleinsten wollte ich ja ganz gelassen bleiben, aber der Wutzel will immer Sachen machen, die er noch nicht kann. Zum Beispiel will er seit etwa zwei, drei Wochen stehen. Er kann das auch, der Bruder ist begeistert, man hält ihm zwei Finger hin, er hält sich dran fest, stemmt sich hoch und steht dann.
So ist er. Und jetzt will er essen.
Ich biete ihn dann die Brust an, oft nimmt er sie auch, aber wenn er schnallt, dass ich über ihn hinweg esse, ist er richtig beleidigt und sauer. Bis gestern hat es funktioniert, wenn ich ihn mit dem Rücken zum Teller über meine Schulter hab gucken lassen, aber heute hat er die List durchschaut und war sehr ungehalten. Ich musste dann das Essen unterbrechen, bis er über seinen Zornestränen eingeschlafen war.
Er ist aber ganz sicher noch nicht beikostreif. Er sitzt zwar mit Unterstützung schon sehr gut und stabil, aber er hat ja erst vor nichtmal zwei Wochen mit gezieltem Greifen angefangen. Der ist doch schon froh, wenn er es schafft, sein Lutschepüppchen festzuhalten. Woran ich erkennen könnte, ob der Zungenstreckreflex abgeschwächt ist, weiß ich gar nicht. *am kopp kratz* Und gesteigertes Stillbedürfnis... Keine Ahnung, ich denke nicht.
also ich find ihn noch viel zu klein, aber wie lang werd ich ihn hinhalten können? das ging erst vor wenigen tagen los, und jetzt gerät er schon aus der fassung deswegen. er findet, jetzt sollte es endlich mal losgehen. ich finde, wir sollten noch zwei monate warten. so lange wird es garantiert nicht klappen, aber woran merke ich zb, ob der zungenstreckreflex sich abschwächt? wie gut sollte er greifen können? sicher könnte er sich jetzt schon ein stück kartoffel zum mund führen, aber so ist das sicher nicht gedacht.
ich finde das echt schwieriger als ich mir das vorgestellt hätte, denn wenn das kind so unbedingt viel zu früh will, muss man ja im zweifelsfall jeden tag die entscheidung treffen, ob sich seit gestern irgendwas so verändert hat, dass dann heute die zeit gekommen ist...
ich muss auch sagen, dass dieses kind mir nicht gerade eine hilfe dabei ist, gegen die beikosteinführung mit vier monaten für alle zu argumentieren.