ATTA-sein - ein Hobby auf Zeit
Verfasst: 02.07.2011, 19:58
Liebe Mit-Attas
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mein Tragling ist ja noch relativ klein, und dennoch begleitet mich schon der Gedanke, dass unsere Tragetage gezählt sind. Wir befinden uns bereits im Zenit unserer Tragezeit, denn werden die Tage erstmal wieder kühler, ist mein Kind schon so groß, dass ich wenig Lust haben werde, es unter eine Tragejacke zu wurschteln
. Klar, viele tragen ihre Kinder sehr viel länger, aber aus Erfahrung weiß ich, dass sich unsere Tragezeit zum Ende neigt, wenn mein Tragling sicher selbst laufen kann. Wir wohnen hier in einem kleinen Dorf, und die Wege zum Spielplatz und Einkaufen sind kurz. Ein Kleinkind wenige Minuten zu tragen, bevor es wieder runter möchte, ist immer kein grossen Vergnügen. Und meine Kids sind alles ausgesprochene "Selbstläufer". Im Moment genieße ich es so sehr, mit der kleinen Zaubermaus im Tuch auf dem Spielplatz auf und ab zu tigern, während ihre große Schwester dort spielt. Im nächsten Frühling wird sie selbst dort spielen. Ich liebe es, mit ihr stundenlang durch die Felder spazieren zu gehen, während sie an meiner Brust vor sich hinschlummert. Im Nächsten Frühling wird sie selbt durch die hohen Gräser stiefeln wollen. Versteht Ihr, was ich meine? Bei jedem neuen Tuch denke ich: ich muss so viel wie möglich damit tragen, bevor es vorbei ist. Wie blöd, ein geliebtes Hobby zu haben, das zeitlich so begrenzt ist. Denn nur Tücher zu besitzen, sie zu sammeln und zu streicheln würde mir nicht reichen. Ich bin nicht nur süchtig nach Tüchern, sondern auch nach dem Tragen meines Babys. Wie seht Ihr das? Würde man Schuhe, Taschen oder Briefmarken sammeln, könnte man das tun, solange man möchte. Aber das ATTA-sein ist nun mal ein Hobby auf Zeit. Und das fällt mir manchmal richtig schwer.
Wie macht Ihr das eigentlich: konzentriert Ihr Euch auf Eure Stamm-Tücher (siehe - "der harte Kern"), um diese Tüchern mit so vielen innigen Tragemomenten zu füllen, wie es eben geht, oder nehmt Ihr mit, was Ihr kriegen könnt, um möglichst viele Tücher auszuprobieren? Bei mir ist es ein Zwischending aus beidem.
Wie schön war es bei der Prinzessin: als unsere Tragezeit langsam zu Ende ging, kündigte sich die Zaubermaus an, und alles wurde nochmal auf "Anfang" zurückgedreht. So wird es diesesmal nicht sein...
Erzählt mal, geht es Euch auch so, oder spinn ich?
mein Tragling ist ja noch relativ klein, und dennoch begleitet mich schon der Gedanke, dass unsere Tragetage gezählt sind. Wir befinden uns bereits im Zenit unserer Tragezeit, denn werden die Tage erstmal wieder kühler, ist mein Kind schon so groß, dass ich wenig Lust haben werde, es unter eine Tragejacke zu wurschteln
Wie macht Ihr das eigentlich: konzentriert Ihr Euch auf Eure Stamm-Tücher (siehe - "der harte Kern"), um diese Tüchern mit so vielen innigen Tragemomenten zu füllen, wie es eben geht, oder nehmt Ihr mit, was Ihr kriegen könnt, um möglichst viele Tücher auszuprobieren? Bei mir ist es ein Zwischending aus beidem.
Wie schön war es bei der Prinzessin: als unsere Tragezeit langsam zu Ende ging, kündigte sich die Zaubermaus an, und alles wurde nochmal auf "Anfang" zurückgedreht. So wird es diesesmal nicht sein...
Erzählt mal, geht es Euch auch so, oder spinn ich?