Malo81 hat geschrieben:Hallo mella,
ich lese dich jetzt erst
Ich nehme auch das Lamotrigin (200mg am Tag, also je 1 Tablette) und der Zwergenmann wird noch gestillt- und ich bin wieder schwanger.
Dem Zwergenmann geht es gut. Jetz sind wir durch die SwS am abstillen (die MIlch bleibt mir so richtig weg

) und es zeigen sich keine Entzugserscheinungen o.ä. Er verkraftet alles sehr gut. Ih stelle dir mal den Link zu unserem Stillstart hier herein. Ich habe jetzt auch Kontakt zu einem neuen Neurologen. Muss mich nur noch melden. Dieser beschäftigt sich viel mit Antiepileptika, insbesondere Lamotrigin, in der SwS und Stillzeit. Muss es nur noch schaffen, einen Termin zu vereinbaren.
Mir geht es sehr gut. Wie die ganzen Jahre davor habe ich keinerlei Anfälle (Grand Mal Anfälle hatte ich eh nicht, sondern "nur" Absencen). DAs EEG sieht auch super aus.
Wie geht es dir? Bzw. euch? Würde mich auch über weiteren Austausch freuen

Hallo,
ich freue mich wirklich sehr, dass du dich gemeldet hast.
Ich habe Deinen Beitrag zu Eurem Stillstart gelesen . Es ist ein Wahnsinn, wie einen die Leute verunsichern und wie wenig med. Personal sich heutzutage auskennt.
Bei meiner Tochter, die 2009 geboren wurde, war es ähnlich wie bei Dir, nur dass es nicht positiv ausgegangen ist.
Ich habe mich in der Schwangerschaft informieren wollen, ob ich mit dem Medikament stillen darf oder nicht. Leider kannte ich die Embrionaltoxikologie noch nicht und verließ mich auf die Aussagen der FA und der Neurologin.
Beide wussten es nicht und sagten, dass sie es lieber nicht machen würden. Um sicher zu gehen.
Nach der Geburt bekam meine Tochter dann gleich ein Fläschchen mit Glucose. Ungefähr 4 Stunden später kamen dann die Kinderärzte und sagten, sie haben sich jetzt ausreichend informiert und dürfte auf jeden Fall stillen. Gut dachte ich mir, dann machen wir das halt.... kannte mich mit Stillen nicht so gut aus und verließ mich aufs Personal .
Zumal ich selbst Krankenschwester bin und meinen Kolleginnen schon vertraut habe, was das Wissen ihres Fachbereiches angeht. Das war ein Fehler.
KEINER hatte überhaupt eine Ahnung, wie man ein Kind richtig anlegt, welche Hilfestellung sie mir geben könnten usw.
Es hieß, ich solle mein Kind alle 3 Stunden wecken und für 10 Minuten an jeder Seite anlegen . Und fertig.
Wenn das Kind nicht zufrieden ist, dann soll ich einfach Glucose zufüttern, bis ich genug Milch hab. Auch wenn sie sich früher meldet. Hab ich schön fleißig gemacht, weil ich dachte, dass das eigentliche Stillen halt dann losgeht , wenn die Milch da ist.
Heute weiß ich , wie es eigentlich laufen sollte und wie alles "funktioniert" . Ich bin nach nicht ganz drei Tagen nach dem KS nach Hause gegangen (den hat man mir aufgrund der Epilepsie empfohlen-was sich jetzt auch als unnötig rausstellte) und hatte noch keine Milch - klar ohne Anlegen.
Der Kinderarzt sagte mir ich solle, bis ich genug Milch habe , einfach PRE Nahrung füttern. Das stellt sich dann von alleine ein.
Die absolute Frechheit war aber folgendes:
Die Schwester überredete mich , die Kleine doch mal für zwei Stunden ins Kinderzimmer zu geben, weil ich einfach ein bissl Schlaf brauche und zum Stillen würde sie sie mir bringen. Nach 4 Stunden bin ich aufgewacht- ich war so fertig- und keiner war da. Auf meine Frage hin, wo mein Kind ist und warum sie sie nicht gebracht haben, sagte die Schwester " Sie haben soooo gut geschlafen, ich hab ihr jetzt ein Fläschen gegeben ". Damals war ich einfach so hilflos.
Sooo, zu Hause hatte ich dann den Mist. Sie wollte nicht mehr an der Brust drinken und ich bekam einen üblen Milcheinschuss, und einen Stau. Wir haben uns noch zwei Tage gequält und haben es dann aufgegeben. Ich wusste es nicht besser.
Es hat mich psychisch so fertig gemacht und ich bin bis heute nicht drüber hinweg gekommen. Ich habe dann vier Wochen später versucht zu relaktieren ... mit Brusternährungsset und allem was dazu gehört, aber sie wollte um nichts auf der Welt wieder an den Busen.
In der Zwischenzeit, hab ich mich viel übers Thema Stillen informiert und war sehr gut vorbereitet. Ich wusste was ich wollte und habe mir von keinem reinreden lassen. Nach dem KS war ich im Kreissaal und hab gesagt, dass ich jetzt zwei Stunden mit meinem Mann und meinem Kind alleine sein will.
Der Kleine wusste sofort was zu tun war und ging ohne Probleme an die Brust. Daraufhin, war er WIRKLICH 5 Stunden am Stück an der Brust. Man bemerke, dass die Hebamme, die den Geburtsvorbereitungskurs gemacht hat, gesagt hat, dass man MAX. 4 MInuten an jeder Seite anlegen darf, sonst werden die Brustwarzen beim ersten Mal zu sehr beansprucht und dann soll man es bei jedem weiteren Stillen um zwei Minuten erhöhen
Trotz KS bin ich nach 1,5 Tagen nach Hause gegangen und hab 10 Wochen dauergestillt und mir von niemandem reinreden lassen. Hab Gott sei Dank einen ganz lieben Mann, der die ersten zwei Monate Elternzeit genommen hat und mich in jeder Weise unterstützt hat.
Wir stillen bis jetzt erfolgreich voll und meinem Kleinen geht es wunderbar. Ich hoffe das wird auch noch lange so gehen.
In der Zwischenzeit hatte ich auch den Neurologen und die FA gewechselt . Der Neurologe ist auch absolut fürs Stillen.
Allerdings, ist es jetzt so, dass er keinen so großen Nutzen im LZS sieht und das Argument gebracht hat, dass das Kind die guten 6 Monate stillen darf/kann und dann sollte man sich schon überlegen, ob man dem Kind jetzt noch länger den Medis aussetzt. Habe mich nach dem Gespräch mit der Hebi aber dazu entschieden, dass ich den Kleinen so lange stille, bis er sich selbst abstillt oder es aus gesundheitlichen Gründen wirklich nicht mehr geht.
Es freut mich zu hören, dass es Deinem Kleinen gut geht.
Hatte er Verdauungsstörungen oder hat er gespuckt?
Das sind ja scheinbar NW , die auftreten können. Meiner hat sehr viel gespuckt, aber dafür kaum mit Bauchschmerzen zu kämpfen.
Ich hatte anfangs schon ziemlich Panik, dass irgendwas passieren kann. Aber das hat sich mittlerweile etwas gelegt.
Er wächst gut , nimmt sehr gut zu, hat einen super AZ und entwickelt sich ganz normal.
Ich muss sagen, dass ich durchs FB auch sehr viel Entlastung habe, da ich nicht aufstehen muss und eingentlich nur zum Andocken aufwache. Deshalb komm ich auch nicht in den für mich so gefährlichen Schlafentzug.
Bei meiner Tochter war das ganz Extrem der Fall, da ich bis zu drei mal nachts aufstehen musste um die Flasche zu machen und bis ich wieder eingeschlafen bin, verging auch eine lange Zeit. Ich war also jetzt über 2 Jahr ständig im Schlafentzug.
Sie hat zwar auch von Anfang an im FB geschlafen, aber es war einfach was anderes.
JEtzt hab ich also so viel Schlaf wie schon lange nicht mehr.
Das ist auch eine falsche Information, die den Müttern immer gegeben wird. Wenn man stillt, dann hat man wesentlich mehr Schlafentzug, weil man sich mit dem Mann nicht abewechseln kann und nie durchschlafen kann. Das Stillen zehrt sehr an der Mutter und macht einen allgemein fertig.
Stillen ist für mich das einfachste überhaupt und erleichtert mir das Leben als Mutter mit Epilepsie schon sehr.
Ich nehme jetzt 150mg morgens und 150mg abends.
Habe große Grand Mal Anfälle und hatte den letzten in der 5. SSW. Vorher war ich seit 2007 anfallsfrei.
Mein erster Spiegel nach der SS war bei 5,3 und vor und während der SS war er immer unter dem therapeutischen Bereich.
Den Spiegel von Gabriel haben ich nach ca. drei Wochen kontrollieren lassen und der war 1,7.
Habt Ihr Spiegelkontrollen durchgeführt?
Alles in Allem gehts uns momentan sehr gut und mein letztes EEG war auch gut.
Bin jetzt auch in Osteopathischer Behandlung , da mein Osteopath auf Epilepsie spezialisiert ist.
Lg.