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cmv infektion und stillen
Verfasst: 26.05.2011, 08:50
von alequito
ich muss jetzt mal anfragen
die meisten werden von mir und jonna gehrt haben.
ich wollte mit op ja milch spenden, wurde aufgrund einer aktuellen cmv infektion abgelehnt
außerdem sagten sie ich hätte laut antikörper vier wochen vorher schon eine infektion gehabt
da war jonna etwa 2 wochen alt.
infizieren können sich kinder per muttermilch
bei wikipedia steht frauen sollten auf´s stilen verzichten
neugeborene können sich infizieren und symptome erst später auf treten, die sind aufgelistet und ganz schrecklich
kann da itte nochmal einer nach lesen?
ich bin grad so aufgeregt und mir graut davor, was wäre, wenn jonna sich angesteckt hat.
die von der spende sagten vor 3,5 wochen, dass die milch zum spenden nciht geht, jedoch für´s eigene kind.
da jonna im moment als abwehrgeschwächt zählt wird meine milch pasteurisiert.
eigentlich will ich ja stilen, aber wenn sie sich ansteckt ist es doch eine gefahr....
an wen wendet man sich denn nun?
was soll ich denn machen?
hier bearbeiten die ärzte nur herzen....von cmv und milch haben sie keine ahnung
jonna ist nun 2 monate als
ihr immunsystem wird sich stabilisieren, trotzdem gelten herzkinder als geschwächter als andere.....
Re: cmv infektion und stillen
Verfasst: 26.05.2011, 09:00
von jusl
Hallo,
hier ein Artikel von Denise Both zum Thema:
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Zytomegalie: kann immer gestillt werden?
Von Denise Both, IBCLC
Der Zytomegalievirus (CMV) gehört zu den Herpesviren und hat eine weite Verbreitung. Bis zum Alter von 50 Jahren sind fast alle Menschen CMV positiv und die meisten davon haben niemals etwas von der Infektion bemerkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau CMV positiv ist, ist daher sehr hoch und es stellt sich die Frage, wie sich dies auf das Stillen und die Muttermilch auswirkt.
Der Zytomegalievirus (CMV) kann in der Muttermilch CMV positiver Frauen nachgewiesen werden. Gleichzeitig enthält die Milch dieser Mütter auch Antikörper gegen diese Krankheit, was jedoch offensichtlich nicht immer vor einer Infektion der Kinder schützt. Je nach Autor werden Infektionsraten zwischen 40 und mehr als 66 % durch die Muttermilch bei gestillten Babys angegeben. Bei gesunden, voll ausgetragenen Kindern verläuft die Infektion ohne Symptome (wahrscheinlich wegen der diaplazentaren Übertragung von mütterlichen Antikörpern) und es ergeben sich keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme für das Baby. Ebensowenig gibt es Berichte über gesundheitliche Gefahren für gesunde voll ausgetragene CMV negative Mütter, die Spendermilch von CMV positiven Frauen erhalten haben.
Bei frühgeborenen oder anderweitig gefährdeten Babys sieht es jedoch anders aus. Dr. Klaus Hamprecht und sein Team aus der Abteilung Medizinische Virologie und Epidemiologie der Viruskrankheiten der Universität Tübingen untersuchten 151 Mütter und ihre 176 frühgeborenen Babys, die alle entweder vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren wurden oder ein Geburtsgewicht von weniger als 1500 g hatten.
76 der Mütter waren seropositiv und bei 73 dieser Frauen liess sich der Virus in der Muttermilch nachweisen. Bei den seronegativen Müttern ließen sich keine CM Viren in der Milch nachweisen und es kam in keinem Fall zu einer Infektion mit CMV. Ebenso konnte keine Übertragung bei den zwei nicht stillenden der 76 CMV positiven Müttern festgestellt werden.
Bei 27 der 73 CMV positiven Mütter, in deren Milch der Virus nachweisbar kam es zu einer infektiösen Übertragung auf die Säuglinge und 16 Kinder entwickelten Krankheitssymptome, vier davon mit sepsisartigen Symptomen.
Frühgeborene Babys sollten daher zunächst keine unbehandelte Muttermilch erhalten, wenn die Mutter CMV positiv ist. Pasteurisieren, so dass dann keine Gefahr mehr besteht. Das Team um Dr. Hamprecht arbeitet zur Zeit an möglichst schonenden Methoden den Virus zu inaktivieren, um in Zukunft Infektionen mit CMV bei extrem kleinen Frühgeborenen zu verhindern und ihnen die bekannten Vorteile der Muttermilch nicht vorzuenthalten.
Fazit: CMV positive Mütter können ihre voll ausgetragenen, gesunden Kinder stillen. Bei frühgeborenen Babys muss getestet werden, ob Viren in der Muttermilch vorhanden sind und gegebenenfalls die Milch vor dem Füttern pasteurisiert werden. Wie lange die Milch behandelt werden muss, muss von Fall zu Fall vom Arzt entschieden werden.
Hamprecht, K. et al.: Epidemiologie of transmisstion of cytomegalovirus from mother to preterm infant by breastfeedeing. Lancet 2001; 357:513 518
Lawrence, R. u. Lawrence R.: Breastfeeding a guide for the medical professsion 5th ed., 1999
Mohrbacher, N.
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Ich deute das so: es sollte geschaut werden, wie hoch Deine Virenbelastung überhaupt ist. Und für eine konkrete Risikoabschätzung würde ich mich an Deiner Stelle einfach mal an den med. Beirat der AFS wenden; die können bei der Frage "CMV und herzkranke Neugeborene" ganz sicher weiterhelfen.
LG und alles Gute,
Julia
PS: von Wikipedia würd ich bei Sachen, die wirklich wichtig sind, lieber die Finger lassen...

Und zum Pasteurisieren: Wird bei Euch nach der Hamprecht-Methode pasteurisiert? Jedenfalls: auf der HP der Uni Tübingen findest Du eine Vielzahl an Publikationen zum Thema, schau mal
hier! Hoffe, das hilft Dir weiter.
Re: cmv infektion und stillen
Verfasst: 26.05.2011, 11:54
von alequito
hallo jusl
danke erstmal
jonna fällt mit ihrer frühgeburt in der 34+3. woche und einem gewicht von 2280g da nicht in die extrem frühgeborenen
allerdings auch nicht zu den reif geborenen....
mit ihrer herzop jedoch zu den kindern, die pasteurisiert bekommen sollen..
bekommt sie im moment.
also müsste ich mich wohl immer wieder testen lassen, so lange sie geschwächt ist.
wenn sie stärker wird , dann ist es ja scheinbar nicht mehr ganz so gefährlich....
ach mensch so viele baustellen immer.....
eine sepsis hatte sie, aber der keim war ein anderer.....