nächtliches Abstillen, Krankheit, Stillstreik
Verfasst: 20.02.2011, 18:57
Guten Abend in die Runde,
ich stelle den Beitrag mal hierein, da hier ja ausdrücklich auch Beiträge mit Ü2-Stillkindern gepostet werden sollen.
Mein Sohn ist 2 Jahre alt, bisher stillte er tagsüber noch 5-8 mal und nachts 3-8 mal (geschätzt, irgendwann hört man auf zu Zählen, jedenfalls war es noch ziemlich häufig).
Am Donnerstagabend hat mich eine ziemlich schlimme Erkältung erwischt und in der Nacht ging mir sein 2h-Rhythmus-Stillen ziemlich auf die Nerven. Da ich in den nächsten 2 Monaten sowieso mal probieren wollte, ob er nachts ohne Stillen auskommt (da ich in der 16. SSW bin und mir zwar vorstellen kann tandem zu stillen, aber bitte nicht nachts
) habe ich es dann kurzentschlossen in dieser Nacht probiert. Ich habe ihm erklärt, dass es mir nicht gut geht, die Brust schlafen will, ich auch und er morgen früh, wenn es hell wird, wieder Milch bekommen kann. Das hat er verstanden, nicht ohne Protest hingenommen und ist aber jedesmal nach etwa 10 min Weinen eingeschlafen (schläft mit im Familienbett). Früh hat er dann wieder gestillt und tagsüber ganz normal. Da das so gut geklappt hatte habe ich am Folgeabend wieder einschlafgestillt und ihm vorher aber erklärt, dass die Brust nachts schlafen will und ich auch und dass es erst morgen früh wieder Milch gibt. In der Nacht zum Freitag ging es wieder nicht ohne Protest, aber er hat es jedesmal irgendwie akzeptiert und nur deutlich kürzer geweint. Tagsüber wieder normal, eventuell etwas weniger gestillt. Heute Nacht (Samstag auf Sonntag) das gleiche: Einschlafstillen, kaum noch Protest, nur noch einmal heftigen Protest etwa früh 5 Uhr.
Um diese Zeit kam er mir schon ziemlich warm vor, auf Fieber bin ich erst ne Stunde später gekommen. Um 6 Uhr habe ich ihm die Brust angeboten, die er aber nicht wollte, was ich sehr merkwürdig fand. Wir sind dann aufgestanden, weil es ihm nicht gut ging und er sher warm war. Er hat offensichtlich die gleiche Erkältung wie ich, fühlte sich jedenfalls den ganzen Tag lang mies, hatte um die 39 Grad Fieber. Tee und Wasser hat er nur mäßig getrunken aber nicht gestillt, obwohl ich ihm das mehrmals angeboten habe (auch aus dem Becher). Gegessen hat er für ein krankes Kind erstaunlich viel (Joghurt, mittags und abends Nudel+Tomatensoße, Weintrauben, trockenes Brötchen).
Ich habe ihm jetzt heute Abend erklärt, dass die Brust für kranke Kinder selbstverständlich auch nachts Milch macht und er jederzeit trinken kann. Heute Mittag und auch heute Abend ist er das erste Mal ohne Einschlafstillen eingeschlafen
Nun kann das ein krankheitsbedingter Stillstreik sein oder aber er fand mein nächtliches Abstillmanöver überhaupt nicht lustig und das ist jetzt seine Art darauf zu reagieren. Was meint Ihr? Hat jemand was Ähnliches erlebt?
So von jetzt auf gleich wollte ich eigentlich nicht abstillen und mache ich mir ein bißchen Vorwürfe, ob ihn vielleicht mit dem nächtlichen Abstillen zu sehr unter Druck gesetzt habe. Andererseits denke ich mir auch: mehr als anbieten kann ich nicht, es ist seine Entscheidung.
Ich bin mal gespannt, wie die Nacht wird. Wenn mir jemand seine Ideen und Erfahrungen schreiben will, herzlich gerne. Man dreht sich ja mit seinen Gedanken in solchen Situationen gern im Kreise...
ich stelle den Beitrag mal hierein, da hier ja ausdrücklich auch Beiträge mit Ü2-Stillkindern gepostet werden sollen.
Mein Sohn ist 2 Jahre alt, bisher stillte er tagsüber noch 5-8 mal und nachts 3-8 mal (geschätzt, irgendwann hört man auf zu Zählen, jedenfalls war es noch ziemlich häufig).
Am Donnerstagabend hat mich eine ziemlich schlimme Erkältung erwischt und in der Nacht ging mir sein 2h-Rhythmus-Stillen ziemlich auf die Nerven. Da ich in den nächsten 2 Monaten sowieso mal probieren wollte, ob er nachts ohne Stillen auskommt (da ich in der 16. SSW bin und mir zwar vorstellen kann tandem zu stillen, aber bitte nicht nachts
Um diese Zeit kam er mir schon ziemlich warm vor, auf Fieber bin ich erst ne Stunde später gekommen. Um 6 Uhr habe ich ihm die Brust angeboten, die er aber nicht wollte, was ich sehr merkwürdig fand. Wir sind dann aufgestanden, weil es ihm nicht gut ging und er sher warm war. Er hat offensichtlich die gleiche Erkältung wie ich, fühlte sich jedenfalls den ganzen Tag lang mies, hatte um die 39 Grad Fieber. Tee und Wasser hat er nur mäßig getrunken aber nicht gestillt, obwohl ich ihm das mehrmals angeboten habe (auch aus dem Becher). Gegessen hat er für ein krankes Kind erstaunlich viel (Joghurt, mittags und abends Nudel+Tomatensoße, Weintrauben, trockenes Brötchen).
Ich habe ihm jetzt heute Abend erklärt, dass die Brust für kranke Kinder selbstverständlich auch nachts Milch macht und er jederzeit trinken kann. Heute Mittag und auch heute Abend ist er das erste Mal ohne Einschlafstillen eingeschlafen
Nun kann das ein krankheitsbedingter Stillstreik sein oder aber er fand mein nächtliches Abstillmanöver überhaupt nicht lustig und das ist jetzt seine Art darauf zu reagieren. Was meint Ihr? Hat jemand was Ähnliches erlebt?
So von jetzt auf gleich wollte ich eigentlich nicht abstillen und mache ich mir ein bißchen Vorwürfe, ob ihn vielleicht mit dem nächtlichen Abstillen zu sehr unter Druck gesetzt habe. Andererseits denke ich mir auch: mehr als anbieten kann ich nicht, es ist seine Entscheidung.
Ich bin mal gespannt, wie die Nacht wird. Wenn mir jemand seine Ideen und Erfahrungen schreiben will, herzlich gerne. Man dreht sich ja mit seinen Gedanken in solchen Situationen gern im Kreise...