Muss ich zufüttern?
Verfasst: 19.02.2011, 13:05
Hallo, ich bin neu hier und gerade etwas verzweifelt. Dazu muss ich vielleicht etwas ausholen, also entschuldigt bitte den Roman, aber ich bin total verunsichert.
Mein Sohn ist jetzt 8 Wochen alt und bislang habe ich mit Freude voll gestillt. Anfangs ist er wie viele Neugeborene an der Brust immer eingeschlafen, hat aber gut an Gewicht zugenommen so dass ich davon ausgehen konnte, dass er genug zu sich nimmt. Ich habe nach Bedarf gestillt, mit der Zeit hat sich tagsüber ein 3h- und nachts teilweise sogar ein 4-5h Rhythmus eingependelt. Er wurde immer wacher und ist sowieso insgesamt ein recht aktives und bewegungsfreudiges Kind, tagsüber hat er auch meist weniger geschlafen als ein Baby laut der allgemeinen Angaben die man so überall im Internet und diversen Ratgebern finden kann, schlafen sollte. Was er allerdings allabendlich getan hat war: Clusterfeeding. Er hing ab ca. 18 bis ca. 22/23 Uhr ununterbrochen an meiner Brust, wurde immer müder und teilweise dann auch frustriert weil übermüdet so dass er manchmal sogar meine Brust einfach nur noch angebrüllt hat bis er eingeschlafen ist. Es bedurfte einiger Recherche bis ich rausgefunden habe, was Clusterfeeding überhaupt ist, und dass es wohl normal ist, zunächst dachte ich natürlich wie jede Mutter, ich habe zu wenig Milch. Ich habe daher mal probeweise morgens und abends abgepumpt und über Flasche am Abend gegeben. Teilweise habe ich vorher/nachher noch gestillt. In weniger als 10 Minuten zieht er 180ml problemlos mit dem kleinsten Sauger (Avent-Flasche, Sauger 1) weg, nach seinem üblichen Bad und Einschlaflied hat er dann jeweils nochmal 40 - 60ml verlangt und dann jeweils friedlich geschlafen. Da er mit der abendlichen MuMi-Flasche so zufrieden war, habe ich das jetzt meistens so gemacht. Beim Wechsel zwischen Flasche und Brust hat es nie Probleme gegeben. Nun wurde er natürlich schon mehrfach gewogen und ist im Laufe der Zeit langsam auf der Perzentilenkurve abgerutscht (von über 50 auf 25). Er liegt jetzt auf der 25. mit dem Gewicht, allerdings auf der 75. mit der Grösse (ich und mein Mann sind allerdings beide auch recht gross und schlank). Den exakten Gewichtsverlauf siehe unten.
Tagsüber, v.a. morgens war er beim Stillen oft unkonzentiert (so wirkt es), schaute in der Gegend rum, oft drückte ihn da auch zu der Zeit grad die Verdauung und er nuckelte irgendwann nur noch bis er dann endlich Stuhlgang hatte und hörte dann ganz auf zu trinken. (ist ja auch irgendwie verständlich, ich kann auch nicht auf der Toilette essen wenn ich grad mit Ausscheiden beschäftigt bin).
In der letzten Woche habe ich allerdings das Gefühl, dass er tagsüber wieder mehr an der Brust einschläft, er saugt ein paar Mal sehr kräftig sobald der Milchspendereflex eingesetzt hat, aber nach spätestens 3-5 Minuten verlangsamt sich das deutlich, er schluckt dann auch immer seltener und die Augen sind ganz schnell wieder geschlossen. Alle möglichen Versuche ihn zum weitertrinken zu animieren (Wickeln, Kitzeln, mit ihm sprechen, ausziehen, ruhigere Umgebung) bleiben mehr oder weniger frustran. Wenn ich ihn dann hochnehme, wacht er auf und ist dann auch wach und fröhlich und neugierig. Er wirkt kräftig und zufrieden aber gestern habe ich ihn nochmal gewogen und er hat im Schnitt "nur" 150g pro Woche zugenommen in den letzten 3 Wochen. Empfohlen von der WHO ist doch 200g wenn ich mich nicht irre, das Minimum 140g. Das heisst wir sind im unteren Bereich. Heute morgen dasselbe: beim Stillen schlief er wieder ein, war dann ne Zeit lang zufrieden, dann habe ich schliesslich die abgepumpten 100ml noch nachgegeben weil er offensichtlich Hunger hatte und an der Brust zu ungeduldig war weil schon total müde. Die Flasche hat er gerade so geschafft, bevor ihm die Augen zu fielen und ich ihn dann hingelegt habe. Er schläft jezt seit 2 Stunden.
Jetzt meine eigentlich Sorge/Frage: Muss ich zufüttern? Da ich die abgepumpte Milch von heute morgen gegeben habe, werde ich heute Abend nicht genug für eine grosse Flasche zusammenkriegen. An der Brust würde er nur wieder nach kurzer Zeit einschlafen, ich werde sie ihm aber trotzdem anbieten. Warum ist er so müde? Liegt es daran, dass wir seit 1 Woche bei meinen Eltern zu Besuch sind (neue Umgebung, Gesichter, Eindrück etc.) oder muss er vielleicht nur Schlaf nachholen weil er die ersten 4 Nächte hier Bauchkrämpfe hatte (sind vorbei seit ich das deutsche Vollkornbrot weglasse)? Soll ich ihn wecken und stillen (aber er trinkt eh nicht gut wenn er müde ist) oder einfach mal seinen Schlaf nachholen lassen. Ich hätte kein Problem damit, z.B. abends Pre-Nahrung zu geben, mir ist wichtig dass er gesund und zufrieden ist, aber das Stillen möchte ich auch auf keinen Fall aufgeben, und oft hört/liest man ja dass durch das Zufüttern der Anfang vom Ende des Stillens eingeleitet wird.
Was meint Ihr?
Wie gesagt, entschuldigt den langen Roman, aber manchmal weiß man selber einfach nicht weiter.
Hier noch der Gewichtsverlauf:
Geburt: 3690 (22.12.10)
Tag 4: 3400
Tag 11: 3870
Tag 14: 4020
Tag 41: 4580
Tag 59: 4970 (gestern)
Liebe Grüsse und vielen Dank!
KT
Mein Sohn ist jetzt 8 Wochen alt und bislang habe ich mit Freude voll gestillt. Anfangs ist er wie viele Neugeborene an der Brust immer eingeschlafen, hat aber gut an Gewicht zugenommen so dass ich davon ausgehen konnte, dass er genug zu sich nimmt. Ich habe nach Bedarf gestillt, mit der Zeit hat sich tagsüber ein 3h- und nachts teilweise sogar ein 4-5h Rhythmus eingependelt. Er wurde immer wacher und ist sowieso insgesamt ein recht aktives und bewegungsfreudiges Kind, tagsüber hat er auch meist weniger geschlafen als ein Baby laut der allgemeinen Angaben die man so überall im Internet und diversen Ratgebern finden kann, schlafen sollte. Was er allerdings allabendlich getan hat war: Clusterfeeding. Er hing ab ca. 18 bis ca. 22/23 Uhr ununterbrochen an meiner Brust, wurde immer müder und teilweise dann auch frustriert weil übermüdet so dass er manchmal sogar meine Brust einfach nur noch angebrüllt hat bis er eingeschlafen ist. Es bedurfte einiger Recherche bis ich rausgefunden habe, was Clusterfeeding überhaupt ist, und dass es wohl normal ist, zunächst dachte ich natürlich wie jede Mutter, ich habe zu wenig Milch. Ich habe daher mal probeweise morgens und abends abgepumpt und über Flasche am Abend gegeben. Teilweise habe ich vorher/nachher noch gestillt. In weniger als 10 Minuten zieht er 180ml problemlos mit dem kleinsten Sauger (Avent-Flasche, Sauger 1) weg, nach seinem üblichen Bad und Einschlaflied hat er dann jeweils nochmal 40 - 60ml verlangt und dann jeweils friedlich geschlafen. Da er mit der abendlichen MuMi-Flasche so zufrieden war, habe ich das jetzt meistens so gemacht. Beim Wechsel zwischen Flasche und Brust hat es nie Probleme gegeben. Nun wurde er natürlich schon mehrfach gewogen und ist im Laufe der Zeit langsam auf der Perzentilenkurve abgerutscht (von über 50 auf 25). Er liegt jetzt auf der 25. mit dem Gewicht, allerdings auf der 75. mit der Grösse (ich und mein Mann sind allerdings beide auch recht gross und schlank). Den exakten Gewichtsverlauf siehe unten.
Tagsüber, v.a. morgens war er beim Stillen oft unkonzentiert (so wirkt es), schaute in der Gegend rum, oft drückte ihn da auch zu der Zeit grad die Verdauung und er nuckelte irgendwann nur noch bis er dann endlich Stuhlgang hatte und hörte dann ganz auf zu trinken. (ist ja auch irgendwie verständlich, ich kann auch nicht auf der Toilette essen wenn ich grad mit Ausscheiden beschäftigt bin).
In der letzten Woche habe ich allerdings das Gefühl, dass er tagsüber wieder mehr an der Brust einschläft, er saugt ein paar Mal sehr kräftig sobald der Milchspendereflex eingesetzt hat, aber nach spätestens 3-5 Minuten verlangsamt sich das deutlich, er schluckt dann auch immer seltener und die Augen sind ganz schnell wieder geschlossen. Alle möglichen Versuche ihn zum weitertrinken zu animieren (Wickeln, Kitzeln, mit ihm sprechen, ausziehen, ruhigere Umgebung) bleiben mehr oder weniger frustran. Wenn ich ihn dann hochnehme, wacht er auf und ist dann auch wach und fröhlich und neugierig. Er wirkt kräftig und zufrieden aber gestern habe ich ihn nochmal gewogen und er hat im Schnitt "nur" 150g pro Woche zugenommen in den letzten 3 Wochen. Empfohlen von der WHO ist doch 200g wenn ich mich nicht irre, das Minimum 140g. Das heisst wir sind im unteren Bereich. Heute morgen dasselbe: beim Stillen schlief er wieder ein, war dann ne Zeit lang zufrieden, dann habe ich schliesslich die abgepumpten 100ml noch nachgegeben weil er offensichtlich Hunger hatte und an der Brust zu ungeduldig war weil schon total müde. Die Flasche hat er gerade so geschafft, bevor ihm die Augen zu fielen und ich ihn dann hingelegt habe. Er schläft jezt seit 2 Stunden.
Jetzt meine eigentlich Sorge/Frage: Muss ich zufüttern? Da ich die abgepumpte Milch von heute morgen gegeben habe, werde ich heute Abend nicht genug für eine grosse Flasche zusammenkriegen. An der Brust würde er nur wieder nach kurzer Zeit einschlafen, ich werde sie ihm aber trotzdem anbieten. Warum ist er so müde? Liegt es daran, dass wir seit 1 Woche bei meinen Eltern zu Besuch sind (neue Umgebung, Gesichter, Eindrück etc.) oder muss er vielleicht nur Schlaf nachholen weil er die ersten 4 Nächte hier Bauchkrämpfe hatte (sind vorbei seit ich das deutsche Vollkornbrot weglasse)? Soll ich ihn wecken und stillen (aber er trinkt eh nicht gut wenn er müde ist) oder einfach mal seinen Schlaf nachholen lassen. Ich hätte kein Problem damit, z.B. abends Pre-Nahrung zu geben, mir ist wichtig dass er gesund und zufrieden ist, aber das Stillen möchte ich auch auf keinen Fall aufgeben, und oft hört/liest man ja dass durch das Zufüttern der Anfang vom Ende des Stillens eingeleitet wird.
Was meint Ihr?
Wie gesagt, entschuldigt den langen Roman, aber manchmal weiß man selber einfach nicht weiter.
Hier noch der Gewichtsverlauf:
Geburt: 3690 (22.12.10)
Tag 4: 3400
Tag 11: 3870
Tag 14: 4020
Tag 41: 4580
Tag 59: 4970 (gestern)
Liebe Grüsse und vielen Dank!
KT