Ist der Preis zu hoch?
Verfasst: 19.02.2011, 09:43
Hallo, ich brauche mal einen Blick von außen auf ein Problem:
Seit einem halben Jahr pumpe ich nun für meine Zwillinge ab. Zwischendurch kann ich sie auch stillen, aber irgendwie haben sie die Technik wohl nicht ganz gelernt, so dass ich eigentlich immer abgepumpte milch mit der Flasche hinterherfüttere. Immer mal wieder trinkt ein Kind besser an der Brust und ich beginne zu hoffen, dass ich vielleicht doch noch die Pumpe zurückbringen kann, aber das sind meistens nur vorübergehende Highlights. Ich habe sehr unter der Situation gelitten, mich aber inzwischen einigermaßen arrangiert und genieße einfach die "Still(en) Momente". Auch die Kinder entspannen sich in diesen Situationen sehr und trinken dann viel entspannter als aus der Flasche, was sich teilweise sehr schwierig gestaltet - WENN es denn klappt.
Eins meiner Mädchen, Mara, ist ausgesprochen sensibel und reagiert auf kleinste Unsicherheit mit totaler Fassungslosigkeit: Wenn ich sie anlege (was ich nur noch tue, wenn wir vorher ganz entspannt miteinander in kontakt getreten sind und keine Störungen von außen da sind, vorzugsweise nach dem Aufwachen), kommt es vor, dass sie ganz entspannt beginnt zu trinken, dann aber die Brustwarze verliert und dann KOMPLETT ausrastet. Sie ist dann völlig außer sich und lässt sich kaum beruhigen. Solche Phasen hat sie mehmals täglich, sie hängen allerdings nicht nur mit dem Stillen zusammen. Gestern gipfelte das Ganze darin, dass unsere Haushaltshilfe, die ab dem Sommer die beiden zweimal wöchentlich vormittags betreuen wird, sie dann nahm und das Kind sich augenblicklich beruhigte ... Ich war völlig am Erdboden zerstört ... Mein Verstand sagt mir: Sie war einfach entspannter als ich, ich habe zwei Kinder zu versorgen und kann eigentlich froh sein, wenn mir mal jemand eins abnimmt - aber mein Gefühl spielt da gar nicht mit: Ich habe so sehr um die Stillbeziehung gekämpft, die für mich so viel Nähe bedeutet, ich bemühe mich so, irgendwie beiden Kindern gerecht zu werden, kriege sonst eigentlich im moment nichts geregelt (was aber okay ist, weil mir klar ist, dass das eine vorübergehende Zeit ist und die Kinder im Moment eben wichtiger sind) - und dann kommt Lena, schmeißt mal eben meinen Haushalt und beruhigt nebenbei noch mein untröstlich brüllendes Kind ... Ehrlich gesagt habe ich schon richtig Panik vor dem nächsten Mal, wenn sie kommt ...
Vielleicht will ich einfach zu viel? Sind die wenigen innigen Stillmomente (wobei wir Innigkeit natürlich auch in anderen Situationen haben) es wert, dass mein Kind so gestresst ist? Wie gesagt, ihr untröstliches Weinen kommt auch in anderen Situationen vor, aber ich habe schon den Eindruck, dass die vielen verzweifelten Versuche inklusive Herumhampeln mit BES, unsensiblem Herandrücken brüllender Kinder an die Brust seitens meiner Hebamme, Unruhe meinerseits usw. ihre Spuren hinterlassen haben.
Andererseits würde ich es kaum übers Herz bringen, ab jetzt nur noch ein Kind zu stillen ...
Danke fürs Zuhören und liebe Grüße,
Petra
Das war viel und hoffentlich nicht zu durcheinander ...
Seit einem halben Jahr pumpe ich nun für meine Zwillinge ab. Zwischendurch kann ich sie auch stillen, aber irgendwie haben sie die Technik wohl nicht ganz gelernt, so dass ich eigentlich immer abgepumpte milch mit der Flasche hinterherfüttere. Immer mal wieder trinkt ein Kind besser an der Brust und ich beginne zu hoffen, dass ich vielleicht doch noch die Pumpe zurückbringen kann, aber das sind meistens nur vorübergehende Highlights. Ich habe sehr unter der Situation gelitten, mich aber inzwischen einigermaßen arrangiert und genieße einfach die "Still(en) Momente". Auch die Kinder entspannen sich in diesen Situationen sehr und trinken dann viel entspannter als aus der Flasche, was sich teilweise sehr schwierig gestaltet - WENN es denn klappt.
Eins meiner Mädchen, Mara, ist ausgesprochen sensibel und reagiert auf kleinste Unsicherheit mit totaler Fassungslosigkeit: Wenn ich sie anlege (was ich nur noch tue, wenn wir vorher ganz entspannt miteinander in kontakt getreten sind und keine Störungen von außen da sind, vorzugsweise nach dem Aufwachen), kommt es vor, dass sie ganz entspannt beginnt zu trinken, dann aber die Brustwarze verliert und dann KOMPLETT ausrastet. Sie ist dann völlig außer sich und lässt sich kaum beruhigen. Solche Phasen hat sie mehmals täglich, sie hängen allerdings nicht nur mit dem Stillen zusammen. Gestern gipfelte das Ganze darin, dass unsere Haushaltshilfe, die ab dem Sommer die beiden zweimal wöchentlich vormittags betreuen wird, sie dann nahm und das Kind sich augenblicklich beruhigte ... Ich war völlig am Erdboden zerstört ... Mein Verstand sagt mir: Sie war einfach entspannter als ich, ich habe zwei Kinder zu versorgen und kann eigentlich froh sein, wenn mir mal jemand eins abnimmt - aber mein Gefühl spielt da gar nicht mit: Ich habe so sehr um die Stillbeziehung gekämpft, die für mich so viel Nähe bedeutet, ich bemühe mich so, irgendwie beiden Kindern gerecht zu werden, kriege sonst eigentlich im moment nichts geregelt (was aber okay ist, weil mir klar ist, dass das eine vorübergehende Zeit ist und die Kinder im Moment eben wichtiger sind) - und dann kommt Lena, schmeißt mal eben meinen Haushalt und beruhigt nebenbei noch mein untröstlich brüllendes Kind ... Ehrlich gesagt habe ich schon richtig Panik vor dem nächsten Mal, wenn sie kommt ...
Vielleicht will ich einfach zu viel? Sind die wenigen innigen Stillmomente (wobei wir Innigkeit natürlich auch in anderen Situationen haben) es wert, dass mein Kind so gestresst ist? Wie gesagt, ihr untröstliches Weinen kommt auch in anderen Situationen vor, aber ich habe schon den Eindruck, dass die vielen verzweifelten Versuche inklusive Herumhampeln mit BES, unsensiblem Herandrücken brüllender Kinder an die Brust seitens meiner Hebamme, Unruhe meinerseits usw. ihre Spuren hinterlassen haben.
Andererseits würde ich es kaum übers Herz bringen, ab jetzt nur noch ein Kind zu stillen ...
Danke fürs Zuhören und liebe Grüße,
Petra
Das war viel und hoffentlich nicht zu durcheinander ...