Seite 1 von 2
wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 13.02.2011, 14:32
von rose
hallo,
wie ist das genau mit den hormonen beim langzeitstillen? wird da immer noch die östrogenproduktion reduziert?
nehmen wir mal an, frau will schwanger werden. östrogen ist ja normal notwendig, damit das ei heranreifen kann und die gebärmutterschleimhaut gut aufgebaut wird, bei der einnistung braucht mal auch östrogen, oder nicht?
wäre es also schwieriger, schwanger zu werden, wenn man noch stillt, seit über 2 jahren? beinflusst das oxytocin den menstruationszyklus? welchen einfluss hat es auf das progesteron? käme es leichter zu fehlgeburten?
weiss da jemand?
Re: wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 13.02.2011, 15:32
von Erika
Re: wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 13.02.2011, 15:34
von Erika
Re: wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 13.02.2011, 15:57
von jusl
Der Link beantwortet die Frage ja nur zum Teil. Also erstmal: es geht ums Prolaktin, nicht ums Oxytocin

Konstant hohe Prolaktinlevel können empfängnisverhütend wirken (allerdings tun sie das nicht immer, denn auch mit den Prolaktinspiegeln derjenigen Frauen, die kurz nach der Geburt vollstillend ihre Regel wiederkriegen, ist alles in Ordnung). Die Wirkung ist auch komplizierter als nur aufs Östrogen (immerhin enthalten ja auch klassische Antibabypillen Östrogene).
Bei den meisten stillenden Frauen ist einige Monate nach der Geburt der Basisprolaktinspiegel auch wieder unten. Lediglich während des Stillens selbst werden größere Mengen Prolaktin ausgeschüttet (und nicht mehr "rund um die Uhr"). Hier kommen dann meist Zyklus und Fruchtbarkeit wieder. Allerdings spielen hier noch viiiele andere Faktoren mit rein, wie man leicht sieht: manche Frauen werden vollstillend 6 Wochen nach der Geburt wieder schwanger, andere haben teilstillend nach 2,5 Jahren ihre Regel noch nicht wieder.
Eireifung und Einnistung können - siehe Link - in der Stillzeit erschwert sein, trotz regelmäßigem Zyklus. Als gesichert gilt aber, dass wenn eine Schwangerschaft schon klinisch nachweisbar ist, diese durch Weiterstillen NICHT gefährdet ist, also etwa kein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko besteht.
LG;
Julia
Re: wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 13.02.2011, 16:00
von rose
danke, das ist ja interessant
wenn man nun aber schon seit über einen jahr einen sehr regelmässigen rhythmus hat (+- 1 tag) , seinen eisprung genau spürt, der zervixschleim sehr gut ist , ist das dann ein gutes zeichen oder kann das stillen in der zweiten zyklushälfte noch alles "vermasseln"? vielleicht gilt das mit den hormonen nur für den anfang der stillzeit? ich stille meine kleine zwar noch oft, aber immer recht kurz.
naja, mit der zweiten wurde ich sofort schwanger, da war meine grosse 13 monate alt und wurde auch noch relativ oft gestillt...
Re: wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 13.02.2011, 16:01
von rose
edit:
meine antwort wr auf erikas antwort bezogen..
danke julia, ich les mir das gleich mal durch...
Re: wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 13.02.2011, 21:09
von stoerchin
huhu,
ich bin ja noch ganz neu hier im forum und mich beschäftigt diese ganze sache momentan auch sehr, wegen starkem kinderwunsch.
was ich noch nicht wusste ist, dass durch das stillen keine erhöhte fehlgeburtsgefahr besteht, wenn die schwangerschaft klinisch nachweisbar ist.
ab wann ist das denn? ab einem positiven schwangerschaftstest oder erst nach bestätigung per ultraschall?
bei mir ist es ja so, dass ich jetzt gerade nach 12 monaten meine erste mens bekommen habe.
vor ca. einem monat hatte ich angefangen, das stillen auf 6x in 24 stunden zu reduzieren.
ob die eingesetzte mens nun aber wirklich damit zusammenhängt weiß ich nicht.
ich habe jetzt wieder mit nfp begonnen, um zu schauen ob ich auch einen eisprung habe.
der link würde mich auch sehr interessieren, aber ich kann ihn leider nicht lesen.
ich glaube, ich habe noch keinen zugriff zu diesem bereich?
besteht die möglichkeit, dass ich ihn auch lesen kann?
das wäre toll!
lg
Re: wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 13.02.2011, 22:44
von lianda
Hallo,
also ich bin schwanger geworden als mein Großer 19 Monate alt war, er teilgestillt wurde und ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Regelblutung ....- es ist wohl sehr unterschiedlich, aber ob die Wahrscheinlichkeit geringer ist, weiß ich natürlich nicht ...
LG lianda
Re: wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 14.02.2011, 07:29
von jusl
ab wann ist das denn? ab einem positiven schwangerschaftstest oder erst nach bestätigung per ultraschall?
klinische Schwangerschaft
Und in dem anderen Link steht:
Aha

und warum genau ist das so? Durch die Hormone beim Stillen? Aber wie, angenommen der Zyklus ist regelmäßig und es findet ein Eisprung statt?
Ich zitiere aus dem "The Breastfeeding Answer Book" von Mohrbacher, Stock, revised edition 1997:
"Selbst wenn es zu einem Eisprung kommt, bevor die erste Menstruation bei der stillenden Frau einsetzt, verursachen die Stillhormone in vielen Fällen fehlerhafte Eireifungs- und Lutealphasen. Das bedeutet, dass die Hormonspiegel in der zweiten Hälfte des Zyklus zu niedrig sind, um eine Schwangerschaft zu erhalten (Campbell und Gray, 1993; Diaz, 1992; Lewis, 1991). In einigen Fällen kann es dazu während mehr als einem Zyklus kommen, was die natürliche Periode der Unfruchtbarkeit der Frau weiter verlängert."
D.h. hormonell bedingt kann die Einnistung gestört sein, oder auch die frühe Entwicklung nach der Einnistung. Stillende Mütter merken davon i.d.R. nichts, da die Menstruation wie gewohnt regelmäßig oder nur leicht verspätet einsetzt.
Dies gilt selbstverständlich nur im statistischen Sinne und nicht für jede einzelne stillende Mutter, denn es gibt ja nun unzählige problemlos schwanger- und tandemstillende Mütter.
LG;
Julia
Re: wie ist das beim langszeitstillen mit den hormonen?
Verfasst: 15.02.2011, 22:46
von stoerchin
danke für den link und die erklärung zur klinischen schwangerschaft!
ich werde mal wieder via Nfp meinen zyklus beobachten, und schauen ob ich überhaupt einen eisprung habe, und auch wie lange denn ggf. die hochlage ist.
denn ich denke mal, deren länge beeinflusst ja auch die einnistung...
lg....
