Sehr persönliche Gedanken und Gefühle zum Stillen
Verfasst: 10.02.2011, 21:34
Liebes Forum,
ich dachte mir, wo, wenn nicht hier, kann ich meine recht persönlichen Gedanken zum Stillen mal loswerden. Und Euch fragen, ob es Euch teilweise vielleicht sogar ähnlich geht. Also: Mein Söhnchen ist knapp 15 Monate alt und stillt noch. Abends, nachts und morgens viel, tagsüber weniger.
Bevor er da war, habe ich mir über das Stillen kaum Gedanken gemacht. Dann war er da, das Stillen klappte super - und wurde zum Normalsten der Welt für mich. Ich genoss es einfach. Mein Sohn ist ein echter Still-Fan. Er hat nie einen Schnuller gewollt und nie eine Flasche. Mittlerweile isst er auch gern, aber abgesehen davon liebt er das Stillen auch weiterhin.
Vorhin, am frühen Abend, hatten wir wieder so eine Situation: Er war schon recht müde und etwas quengelig. Wir packten uns also aufs Sofa und stillten ein bisschen. Nun ist er ja schon kein Baby mehr, sondern ein kleiner verschmitzter Junge.
So ist er auch beim Stillen. Er klettert auf mich drauf, patscht auf der Brust herum, lacht, dockt an, schiebt die Hand auf die zweite Brust und legt diese frei. Wechselt grinsend hin und her, lacht sich schief, wenn die Milch raustropft, klettert, kuschelt, schmatzt, patscht...usw. Ich muss sagen, ich liebe es. Es gehört zu unseren innigsten Momenten, genau wie das friedlicher ablaufende Einschlafstillen. Die Nähe, das Vertraute, es ist einfach schön.
Und - ich genieße es auch körperlich. Ich weiß auch nicht, wie ich es beschreiben soll, aber es ist halt auch die körperliche Innigkeit, die ich so schön finde. Es kribbelt in mir, ich könnte den kleinen Spatz vor Liebe förmlich aufessen. Manchmal frage ich mich, ob das Stillen, gerade eines Kleinkindes, nicht auch eine sexuelle Komponente hat? Natürlich fühle ich mich nicht erregt im klassischen Sinne, wie ich es bei meinem Partner fühle. Aber eben diese körperliche Nähe, das Nuckeln und Spielen an der Brust, die ja nun eindeutig auch ein sexuelles Organ ist. Wisst ihr, was ich meine? Dann frage ich mich, ist das denn in ordnung? Und was fühlt eigentlich so ein Kleinkind beim Stillen? Doch sicher auch eine starke körperliche Nähe, ein Kribbeln vielleicht? Darf das so sein, gerade in der Mutter-Sohn-Beziehung? Ihr seht, das sind merkwürdige GEdanken, die ich da habe.
Und noch ein Aspekt: Manchmal frage ich mich, wieviel narzisstische Komponente eigentlich bei langzeitstillenden Müttern auch vorhanden is? So im Sinne von - Ich und nur ich werde gebraucht, ich als Urform der Weiblichkeit, durch nichts zu ersetzen, mein Kind ist abhängig von mir... So in der Art. Unterbewusst laufen doch solche "Allmachtsphantasien" sicher mit, oder? Vielleicht begebe ich mich ja mit derartigen Gedanken hier aufs Glatteis, aber ich wage mal zu behaupten, dass das Stillen eben auch eine egoistische Komponente dabei hat, die viele Mütter sehr genießen. Da gehts eben nicht nur um Bedürfniserfüllung fürs KInd, sondern auch um Stärkung des eigenen Selbstwerterlebens. Und das Selber-Abstillen des Kindes wird da vielleicht auch als selbstwertmindernd erlebt. Weshalb schnell ein neues Baby her muss.
Oder so.
So. Ich bin gespannt.
Liebe Grüße von Mascha.
ich dachte mir, wo, wenn nicht hier, kann ich meine recht persönlichen Gedanken zum Stillen mal loswerden. Und Euch fragen, ob es Euch teilweise vielleicht sogar ähnlich geht. Also: Mein Söhnchen ist knapp 15 Monate alt und stillt noch. Abends, nachts und morgens viel, tagsüber weniger.
Bevor er da war, habe ich mir über das Stillen kaum Gedanken gemacht. Dann war er da, das Stillen klappte super - und wurde zum Normalsten der Welt für mich. Ich genoss es einfach. Mein Sohn ist ein echter Still-Fan. Er hat nie einen Schnuller gewollt und nie eine Flasche. Mittlerweile isst er auch gern, aber abgesehen davon liebt er das Stillen auch weiterhin.
Vorhin, am frühen Abend, hatten wir wieder so eine Situation: Er war schon recht müde und etwas quengelig. Wir packten uns also aufs Sofa und stillten ein bisschen. Nun ist er ja schon kein Baby mehr, sondern ein kleiner verschmitzter Junge.
Und - ich genieße es auch körperlich. Ich weiß auch nicht, wie ich es beschreiben soll, aber es ist halt auch die körperliche Innigkeit, die ich so schön finde. Es kribbelt in mir, ich könnte den kleinen Spatz vor Liebe förmlich aufessen. Manchmal frage ich mich, ob das Stillen, gerade eines Kleinkindes, nicht auch eine sexuelle Komponente hat? Natürlich fühle ich mich nicht erregt im klassischen Sinne, wie ich es bei meinem Partner fühle. Aber eben diese körperliche Nähe, das Nuckeln und Spielen an der Brust, die ja nun eindeutig auch ein sexuelles Organ ist. Wisst ihr, was ich meine? Dann frage ich mich, ist das denn in ordnung? Und was fühlt eigentlich so ein Kleinkind beim Stillen? Doch sicher auch eine starke körperliche Nähe, ein Kribbeln vielleicht? Darf das so sein, gerade in der Mutter-Sohn-Beziehung? Ihr seht, das sind merkwürdige GEdanken, die ich da habe.
Und noch ein Aspekt: Manchmal frage ich mich, wieviel narzisstische Komponente eigentlich bei langzeitstillenden Müttern auch vorhanden is? So im Sinne von - Ich und nur ich werde gebraucht, ich als Urform der Weiblichkeit, durch nichts zu ersetzen, mein Kind ist abhängig von mir... So in der Art. Unterbewusst laufen doch solche "Allmachtsphantasien" sicher mit, oder? Vielleicht begebe ich mich ja mit derartigen Gedanken hier aufs Glatteis, aber ich wage mal zu behaupten, dass das Stillen eben auch eine egoistische Komponente dabei hat, die viele Mütter sehr genießen. Da gehts eben nicht nur um Bedürfniserfüllung fürs KInd, sondern auch um Stärkung des eigenen Selbstwerterlebens. Und das Selber-Abstillen des Kindes wird da vielleicht auch als selbstwertmindernd erlebt. Weshalb schnell ein neues Baby her muss.
So. Ich bin gespannt.
Liebe Grüße von Mascha.