Erziehen wir unsere Kinder zum "späten Essen"?
Verfasst: 05.02.2011, 20:25
Hallo,
ich habe ja zwei "Spätesser". Der Große hat 11 Monate voll gestillt. Der Kleine stillt noch fast voll, ist aber sehr interessiert am Essen. Er bekommt immer etwas wenn wir etwas essen und verlangt es auch. Rein technisch hat er auch überhaupt kein Problem mit dem Essen. Probiert alles. Mag auch das Meiste. Aber er ißt meist so 2-3 Bissen und dann ist er fertig. Hauptnahrungsmittel ist wirklich Milch. Er hatte schon immer "Zugang" zum Essen und hat z.B. schon mit 4 Monaten Banane und Kartoffel zermatscht. Wir haben allerdings beiden Kindern nicht aktiv Beikost angeboten und sind dabei auch nicht nach dem "klassischen" Schema vorgegangen. Beide mögen auch keinen Brei.
Soweit zu und.
Nun begegne ich immer wieder Müttern, die sich um die Beikosteinführung ihrer Kinder die totalen Sorgen machen. Erst diese Woche in der Stillgruppe war eine Mutter besorgt, weil ihr 4,5 Monate altes Kind NOCH IMMER nicht ißt. Und eine Mutter mit einem 6 Monate alten Kind stieg gleich mit ein. Allerdings war das Kind ein Frühchen und eigentlich erst 2 Monate alt (auch von der Entwicklung). Meine Freundin will demnächst auch mit der Beikost starten, ebenfalls mit 4 Monaten. Auch mit 2 anderen Freundinnen hatte ich schon die Diskussion, ob 4 Monate nicht zu früh ist, aber sie ließen sich nicht beirren. Gleichzeitig klagen aber auch viele ihr Leid, dass die Kinder ja "so schlecht" essen.
Was ist nur los? Beim Großen hab ich noch im Hinterkopf, dass die "magische Zahl" bei der Beikosteinführung noch 6 Monate war. Eine Freundin war damals total froh die 6 Monate stillen geschafft zu haben, fing mit Beikost an und gab gleichzeitig die Flasche, damit sie abstillen konnte.
Warum sind wir jetzt schon bei 4 Monaten gelandet? Oder kommt mir das nur so vor? Und wieso gibt es diese strikte Grenze? Weil es auf den Gläschen so steht? Ist nicht jedes Kind verschieden? Beim krabbeln, sitzen und laufen gibt es doch auch nicht DAS Alter, in dem das Kind soweit ist.
Lebe ich, was Beikost betrifft einfach noch hinter dem Mond? Essen Babys in den letzten 3 Jahren plötzlich früher? Und sind meine "Spätesser" eher die Ausnahme? Sind wir daran Schuld? Bringen wir ihnen nicht "aktiv" das Essen bei? Kann man das überhaupt? Sind wir zu unbekümmert bei dem Thema? Wir essen sehr gesund, das ist mir wichtig. Die Kinder sind auch immer mit am Tisch. Aber ich denke mir immer, dass noch kein Kind am vollen Tisch verhungert ist und es schon essen wird wenn es will.
Warum muß man aus dem Thema Essen immer so ein Drama machen? Ich würde mich über Austausch mit euch sehr freuen, auch wenn es wahrscheinlich schon viele Threads zu dem Thema gibt.
ich habe ja zwei "Spätesser". Der Große hat 11 Monate voll gestillt. Der Kleine stillt noch fast voll, ist aber sehr interessiert am Essen. Er bekommt immer etwas wenn wir etwas essen und verlangt es auch. Rein technisch hat er auch überhaupt kein Problem mit dem Essen. Probiert alles. Mag auch das Meiste. Aber er ißt meist so 2-3 Bissen und dann ist er fertig. Hauptnahrungsmittel ist wirklich Milch. Er hatte schon immer "Zugang" zum Essen und hat z.B. schon mit 4 Monaten Banane und Kartoffel zermatscht. Wir haben allerdings beiden Kindern nicht aktiv Beikost angeboten und sind dabei auch nicht nach dem "klassischen" Schema vorgegangen. Beide mögen auch keinen Brei.
Soweit zu und.
Nun begegne ich immer wieder Müttern, die sich um die Beikosteinführung ihrer Kinder die totalen Sorgen machen. Erst diese Woche in der Stillgruppe war eine Mutter besorgt, weil ihr 4,5 Monate altes Kind NOCH IMMER nicht ißt. Und eine Mutter mit einem 6 Monate alten Kind stieg gleich mit ein. Allerdings war das Kind ein Frühchen und eigentlich erst 2 Monate alt (auch von der Entwicklung). Meine Freundin will demnächst auch mit der Beikost starten, ebenfalls mit 4 Monaten. Auch mit 2 anderen Freundinnen hatte ich schon die Diskussion, ob 4 Monate nicht zu früh ist, aber sie ließen sich nicht beirren. Gleichzeitig klagen aber auch viele ihr Leid, dass die Kinder ja "so schlecht" essen.
Was ist nur los? Beim Großen hab ich noch im Hinterkopf, dass die "magische Zahl" bei der Beikosteinführung noch 6 Monate war. Eine Freundin war damals total froh die 6 Monate stillen geschafft zu haben, fing mit Beikost an und gab gleichzeitig die Flasche, damit sie abstillen konnte.
Warum sind wir jetzt schon bei 4 Monaten gelandet? Oder kommt mir das nur so vor? Und wieso gibt es diese strikte Grenze? Weil es auf den Gläschen so steht? Ist nicht jedes Kind verschieden? Beim krabbeln, sitzen und laufen gibt es doch auch nicht DAS Alter, in dem das Kind soweit ist.
Lebe ich, was Beikost betrifft einfach noch hinter dem Mond? Essen Babys in den letzten 3 Jahren plötzlich früher? Und sind meine "Spätesser" eher die Ausnahme? Sind wir daran Schuld? Bringen wir ihnen nicht "aktiv" das Essen bei? Kann man das überhaupt? Sind wir zu unbekümmert bei dem Thema? Wir essen sehr gesund, das ist mir wichtig. Die Kinder sind auch immer mit am Tisch. Aber ich denke mir immer, dass noch kein Kind am vollen Tisch verhungert ist und es schon essen wird wenn es will.
Warum muß man aus dem Thema Essen immer so ein Drama machen? Ich würde mich über Austausch mit euch sehr freuen, auch wenn es wahrscheinlich schon viele Threads zu dem Thema gibt.