Seite 1 von 3

Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 22.01.2011, 22:42
von Joyfullmom
Hallo,

sind hier anthoposophische Mütter unterwegs? Ich bin mit meiner Tochter bei einem anthroposophischen Arzt, der sonst wirklich gut ist, aber er spricht mich jedes Mal auf das Stillen an. Bei der U6 letzte Woche habe ich gesagt, das ich noch stille (meine Tochter ist gerade mal 12 Monate), da hat er mich ganz entsetzt angesehen und gefragt Muss das denn sein, wer braucht das jetzt, Mutter oder Kind." :twisted:

Dann hat er mir eine Mär erzählt wieso das so schlecht ist bla bla. Er hat das nicht direkt anthroposophisch begründet, und ich wollte ehrlich gesagt mit ihm gar nicht diskutieren, bzw. war zu aufgebracht (mein Mann sagte, ich hätte ausgesehen wie ein Stachelschwein das sagt: keinen Schritt weiter! Obwohl ich selbst der Meinung war, höflich und zurückhaltend zu sein). Nun habe ich schon vorher Internet durchgeforstet nach Aussagen von Anthroposophen bez. Stillens und nichts wirklich konkretes gefunden. Weiß hier irgednwer mehr darüber?

Nächstes Mal will ich ihn aber selber fragen, woher seine Informationen stammen. Grrr.

LG

Joyfullmom

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 22.01.2011, 22:58
von Sternenfaengerin
ich habe das hier schon sehr sehr oft gelesen und selber hatte ich auchmal ein beikostbuch (antorposophisch), dass so etwas nebenbei anklingen liess... bestimmt kann dir jemand hier genaueres sagen, aber deine aussage war jetzt nicht überraschend für mich, weil ich es eben schon oft gehört hab!

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 22.01.2011, 23:09
von mayra
Ja, hier im Forum hab ich das auch schon oft gehört. Scheint wohl in der Anthroposophie so zu sein, dass langes Stillen das Kind von der Mutter abhängig macht oder so ähnlich...

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 22.01.2011, 23:20
von Lalumama
Wir haben auch einen anthroposophischen KiA, der war auch ziemlich irritiert, als ich Luis mal mit 13 Monaten vor seiner Nase gestillt habe :wink:
Er meinte nur: eigentlich ist er dafür aber schon zu groß! Ich habe geantwortet, dass ich da eine andere Meinung zu habe und gut war.
Man soll wohl nach 9 Monaten abstillen, weil sonst die Seele der Mutter ins Kind übergeht, irgendwie!? :roll: Naja.

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 22.01.2011, 23:22
von LaLeMi
Ja, die Leiterin unserer Pikler/Waldorf-Babygruppe und -Eltern-Kind-Frühstück hat auch einigermaßen irritiert geguckt, als ich die Große so mit 1,5 J. das erste Mal im Frühstück gestillt habe *g*
Und jetzt in der Babygruppe mit der Kleinen meinte sie auch schon, die Kinder trinken nachts nur noch uns zuliebe, sie brauchen das ja gar nicht mehr.
Ähm ja. Ansonsten ist sie aber nett :lol:

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 22.01.2011, 23:23
von Kerstin
Lalumama hat geschrieben:Wir haben auch einen anthroposophischen KiA, der war auch ziemlich irritiert, als ich Luis mal mit 13 Monaten vor seiner Nase gestillt habe :wink:
Er meinte nur: eigentlich ist er dafür aber schon zu groß! Ich habe geantwortet, dass ich da eine andere Meinung zu habe und gut war.
Man soll wohl nach 9 Monaten abstillen, weil sonst die Seele der Mutter ins Kind übergeht, irgendwie!? :roll: Naja.
Ich dachte man soll nach 9 Monaten abstillen, damit sich das Kind erden kann, Muttermilch gilt als Himmlische Nahrung. Naja!

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 22.01.2011, 23:52
von tania
sie haben auf jeden fall ihre gründe und sie überzeugen mich nicht :lol: . wie bei allen, die gegen das LZS sind, sage ich entweder gar nichts oder "ach, echt?" oder "wir stillen bestimmt noch ne weile". je nach laune. (diskutieren und missionieren ist nicht so meins.)

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 23.01.2011, 01:10
von Seerose
Ich kann dazu nur sagen, ich hab in meinem Leben ne Menge Anthroposophen getroffen und die Grenze des Stillens war bei denen immer 6 Monate...

Mir wurscht, ich mach eh was ich will. :mrgreen:

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 23.01.2011, 11:47
von ~Anna~
Ich kenne da beide Seiten. Einmal die anthroposophische Empfehlung und einmal die Realität. Was ich damit meine ist: Gerade unter anthroposophisch geprägten Müttern ist LZS sehr stark verbreitet. Ich selber habe ja auch LZgestillt. :wink:
Und letztendlich zählt ja auch immer das eigene Gefühl. Die Anthroposophie ist ja keine Religion die nur funktioniert wenn man sich an bestimmte Regeln hält.
Wir sind auch bei einem anthro Arzt und er ist da total offen. Als wir mit knapp einem Jahr mal wegen verdacht auf Soor bei ihm waren, sagte er (ohne vorher zu fragen) gleich, das ich die Brust mitbehaldeln müßte. Er ist also davon ausgegangen, das ich auf jeden Fall "noch" stille.

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Verfasst: 23.01.2011, 11:58
von Daria
wir haaben auch einen anthroposophischen kinderarzt. der ist dem zwar nicht zugeneigt aber er hält sich immerhin sehr neutral und ich habe noch nie doofe bemerkungen gehört.