Durchschlafen, Abstillen, Ängste, Gedanken...
Verfasst: 02.01.2011, 11:32
Liebe Leute,
ich nehme mal scully und Lino zum Anlass, um auch meine Situation kurz zu schildern. Zunächst mal: Ihr beiden, ich bewundere Eure Kraft und Entschlossenheit, Gordon durchzuziehen - und freue mich für Eure Erfolge!! Scully, ich hatte schon Deinen ersten Thread dazu mit Interesse verfolgt.
Mein Kleiner ist auch ein November-09-Kind. Auch er von Geburt an "Busenjunkie"
, kein Schnuller, nie eine Flasche, immer neben mir geschlafen. Das hatte ich mir alles vorher nie so explizit vorgenommen, es hat sich einfach intuitiv so ergeben. Damit verbunden sind auch unsere Nächte weiterhin von häufigem Aufwachen geprägt. Wie oft, das weiß ich gar nicht. Es ist so, dass J. dann eigentlich immer sofort stillen möchte und sich dadurch auch schnell wieder ins Land der Träume versetzen lässt. Es gibt Nächte, nach denen bin ich sehr gerädert und solche, wo ich mich trotzdem erholt fühle. Insgesamt habe ich mich mit der Situation "arrangiert" - aber trotzdem schiele ich seit Monaten auf das Gordon-Programm. Auf meiner Wunschliste steht eine (fast) durchschlafene Nacht ganz weit oben. Ja, in meinen Träumen ist es so, dass ich mir, wenn J. nachts abgestillt ist, einfach mal ein Hotelzimmer gönnen möchte, ganz für mich allein, einfach so, für eine Nacht. Diese Vorstellung geistert in mir als Inbegriff des Luxus schon so lange herum! (Wie anspruchslos man doch wird!
) Aber es ist einfach nicht möglich momentan. Selbst ein abendliches alleiniges Ausgehen ist im Prinzip nicht drin, da J. sich durch seinen Papa abends oft nicht beruhigen lässt.
Und so verbringe ich Abend für Abend auf dem Sofa, meist zerstückelt von kurzen Nachstill-Episoden. Wie gesagt, ich hab mich daran gewöhnt, sehne mich aber dennoch mittlerweile nach mehr Freiheit und mehr Schlaf.
Ich weiß auch, dass J. prinzipiell sogar ohne Brust ein- und weiterschlafen kann. Er war jetzt sehr erkältet, und jedes Stillen hat den Husten und das Röcheln verstärkt. So hat er es oft problemlos akzeptiert, nach kurzem Stillen nur mit meinem Streicheln einzuschlafen, auch nachts, teilweise sogar ganz ohne Stillen. Vielleicht war er aber auch durch die Krankheit nur zu erschöpft, um zu protestieren?
Auf jeden Fall beschäftigt es mich, dass ich mir einfach nicht vorstellen KANN, wie J. jemals stundenlang durchschlafen soll... Komisch, oder? Ich traue ihm das irgendwie gar nicht zu!
Ist das nicht bescheuert? Zur Zeit ist es ja schon so, dass ich bereits abends zwischen 20 und 23 Uhr mehrmals nachstillen muss. Wie soll er JEMALS in der Lage sein, über noch viel mehr Stunden ohne diese (oder zumindest irgendeine) Zuwendung auszukommen?? Sind das nicht schräge Gedanken? Ich hab es ja noch nicht mal versucht! Zur Zeit schlafen er und ich auf einer 1,40m Matratze in seinem Zimmer. Aus Platzgründen passt kein Kinderbett ins Schlafzimmer. Natürlich stelle ich es mir auch schön vor, mal wieder eine Nacht neben meinem Mann im Schlafzimmer zu verbringen...
Aber das alles erscheint mir in weiter Ferne.
Hinzu kommt, dass ich mich ohnehin schwer tue damit, J. etwas "zuzumuten". Ich kann seine Verzweiflung schwer aushalten, habe permanent Angst, ihm nicht gerecht zu werden. Und der mögliche Brustentzug in der Nacht erscheint mir aus seiner Sicht so unnachvollziehbar schlimm.
Auch bescheuert, oder? Er ist ein so fitter, süßer, cleverer, kooperativer kleiner Bursche - ich sollte ihm wirklich mehr zutrauen, nicht wahr? Aber wie fange ich das am besten an? Aktuell läuft parallel noch die TaMu-Eingewöhnung. Er war bisher nur ca. zwei Stunden pro Tag mal allein dort, was ihm auch offenbar gut gefiel. Der Trennungsschmerz ließ sich durch sie gut und schnell beruhigen. Naja, trotzdem habe ich auch deshalb schon ein schlechtes Gewissen - als schöbe ich ihn ab... Aber ab März arbeite ich wieder (dann muss er ca. sieben Stunden bei der taMu verbringen...), ich glaube, dann muss bzw. sollte sich wirklich endlich mal was am Schlafverhalten ändern...
Ach Mensch, sorry fürs Zutexten. Könnt ihr meine Sorgen/Ängste irgendwie verstehen?
Liebe Grüße,
Mascha.
ich nehme mal scully und Lino zum Anlass, um auch meine Situation kurz zu schildern. Zunächst mal: Ihr beiden, ich bewundere Eure Kraft und Entschlossenheit, Gordon durchzuziehen - und freue mich für Eure Erfolge!! Scully, ich hatte schon Deinen ersten Thread dazu mit Interesse verfolgt.
Mein Kleiner ist auch ein November-09-Kind. Auch er von Geburt an "Busenjunkie"
Und so verbringe ich Abend für Abend auf dem Sofa, meist zerstückelt von kurzen Nachstill-Episoden. Wie gesagt, ich hab mich daran gewöhnt, sehne mich aber dennoch mittlerweile nach mehr Freiheit und mehr Schlaf.
Ich weiß auch, dass J. prinzipiell sogar ohne Brust ein- und weiterschlafen kann. Er war jetzt sehr erkältet, und jedes Stillen hat den Husten und das Röcheln verstärkt. So hat er es oft problemlos akzeptiert, nach kurzem Stillen nur mit meinem Streicheln einzuschlafen, auch nachts, teilweise sogar ganz ohne Stillen. Vielleicht war er aber auch durch die Krankheit nur zu erschöpft, um zu protestieren?
Auf jeden Fall beschäftigt es mich, dass ich mir einfach nicht vorstellen KANN, wie J. jemals stundenlang durchschlafen soll... Komisch, oder? Ich traue ihm das irgendwie gar nicht zu!
Hinzu kommt, dass ich mich ohnehin schwer tue damit, J. etwas "zuzumuten". Ich kann seine Verzweiflung schwer aushalten, habe permanent Angst, ihm nicht gerecht zu werden. Und der mögliche Brustentzug in der Nacht erscheint mir aus seiner Sicht so unnachvollziehbar schlimm.
Ach Mensch, sorry fürs Zutexten. Könnt ihr meine Sorgen/Ängste irgendwie verstehen?
Liebe Grüße,
Mascha.