Dana hat geschrieben:
ich finde es voll schwer, etwas gutes zu finden, wenn ich immer wieder bei Amazon Rezensionen wie diese hier lese
Ja, es stimmt schon das Frank Herbert episch und z.T. auch etwas langatmig erzählt. Man muß sich dran gewöhnen und es dann mögen oder ertragen können

(Bei Band 2 hatte ich die Muse auch nicht, Band 3 soll aber wieder besser sein) . Aber die Geschichte ist per se nicht schlecht. Es ist auf jeden Fall ein Klassiker.
Da gibts auch einen sehr schöne Filme dazu (u.a. mit Patrick "J.-L. Picard (Star Trek)" Stewart und Sting; die Neuverfilmung ist glaub ich mit U. Ochsenknecht und hält sich viel strikter ans Buch. Die ältere Verfilmung gefällt mir aber besser.).
Dana hat geschrieben:
Band 94?
Ja und kein Ende in Sicht

. Ich glaube bis 110? sind sie momentan veröffentlicht und es kommt derzeit 4x im Jahr ein neuer Band raus. Heftchenromane halt, jede Woche neu. Da hat man einen Haufen Zeug aufzuholen,zu kürzen und zum überarbeiten.
Dana hat geschrieben:was meinste mit Utopien? Ist SciFi nicht immer utopisch?
Sicher. Ich meine sowas wie "1984", "Fahrenheit 451", "Schöne neue Welt". Gesellschaftsutopien.
Auch DinoPark (aka Jurassic Park) von Crichton wird ganz entfernt zu "Science Fiction" gezählt. Ich sag ja, das Feld ist groß, es müssen nicht zwangsläufig Weltall, Raumschiff und Außerirdische vorkommen

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Mera hat geschrieben:Realistisch oder ganz abgehoben?
Dana hat geschrieben:Na schon irgendwie realistisch, nix mit Zauberwesen oder so, wobei das ja auch oft verschwimmt, gerade wenn es um Ausserirdische geht
.
"Limit" von F. Schätzing ist auch nicht schlecht und recht realistisch. Spielt z.T. auf dem Mond bzw. auf einer fortschrittlicheren Erde (quasi die erste Hälfte des Buches). Es gibt aber keine Ausserirdischen und - was mich bei Schätzing bisher bei fast jedem Buch gestört hat, auch bei "Der Schwarm" (nebenbei KLASSE Buch!) - das Ende ist so "banal"und wirkt, als hätte er irgendwie kein Papier mehr gehabt. Vorher epische Breite und dann husch-husch fertig. Aber spannend ist es allemal.
Die ersten PR (Perry Rhodan) Bände passen da auch noch in die Kategorie (da gibts noch nicht soviele Mutanten

). Allerdings muß man bedenken, dass die Hefte damals VOR der ersten Mondlandung geschrieben wurden und daher die Datierung anders ist (ich glaub sie landen erst Anfang der 70er statt schon 1969) und die Erkenntnisse über unser Sonnensystem (z.B. die Venus) veraltet sind.
"Fußfall" von Niven passt da auch (geht um geplante Invasion der Erde), ebenso das andere das ich vorher genannt habe ("Splitter im Auge Gottes").
Dana hat geschrieben:Schränke bitte nicht, ein paar Fortsetzungen sind ok, wenn sie nicht langweilig werden.
Oh, da fällt mir gerade noch ein Klassiker ein: "Tripods - Die Dreibeinigen Herrscher" von J. Christopher. Eigentlich eine Jugendbuchtrilogie, aber soooo schön. Leider ist der 2. Band momentan ausverkauft und wird wohl nicht neu aufgelegt. Ich nehm an wegen dem geplanten Film 2011(?), da gibts die dann wohl wieder als "Buch zum Film"

.
Anne McCaffrey hat auch einen Haufen Bücher geschrieben mit nicht allzuvielen Fortsetzungen. Man merkt aber auch, dass da eine Frau schreibt...es ist...anders, sagen wir mal so

. Mehr "Gefühl", du verstehst? Ich hab von ihr Teile des "Gehirrnschiff-Zyklus" gelesen. War ok, aber ich mag scheinbar weibliche Autoren nicht besonders.
Dana hat geschrieben:von Asimov hab ich schon gehört, aber ich dachte immer, dass seine Werke uns ja gar nicht mehr futuristisch vorkommen können, weil sie schon so alt sind. Ist das nicht so?
One Hit Wunder nehm ich auch
Nun, sicher. Auf einer gewissen Ebene schon, es sind halt "Klassiker". Aber auch A.C. Clarkes "Odyssee im Weltraum" ist für uns, technisch gesehen, z.T. schon veraltet. Es kommt IMHO immer etwas auf die Geschichte an, ob sie in sich stimmig ist (es gibt ja soviele Deppen die ein SF-Buch schreiben bzw. 500 Fortsetzungen dazu...aber wenn die Geschichte nicht überzeugt ists einfach nur für die Tonne). Da kann ich für mich dann schonmal drüber wegsehen dass unsere PCs z.T. schon in einen Rucksack passen und kein Zimmer mehr ausfüllen

.
Ich las vor kurzem erst "Ich, der Robot" von Asimov und die etwas überholte Technik ist mir jetzt nicht so wirklich ins Auge gesprungen. Auch S. Lem (1921-2006) ist jetzt nicht gerade an vorderster Front was die Wissenschaft angeht.
Leider wirkt alles, was gut recherchiert ist und auch z.T. fundiert irgendwann "überholt". Der Autor legt sich halt auf den -zum Zeitpunkt des Schreibens- aktuellen Stand der Dinge fest bzw. spinnt auf der Basis dessen seine Ideen weiter. Viele dieser 500-Buch-Schreiberlinge halten sich halt vage im Beschreiben der futuristischen Technik oder schreiben sich den letzten Blödsinn zusammen (ist auch auf die biologische Schiene übertragbar. Nicht alles was vorstellbar ist im Geiste ist auch wirklich effizient und realistisch machbar).
Als OneHit Wonder fällt mir jetzt gerade Nichelle Nichols (Uhura aus Star Trek) ein, die hat ein Buch geschrieben...wie hieß es bloss? ...ah, hier:
Saturns Kind. War schön, genaueres hab ich aber nicht mehr im Kopf (ist schon ewig her, liegt leider mit den anderen Büchern noch im Keller), nur dass ich immer gehofft habe es gäbe mal eine Fortsetzung

. Und ich glaube, dass Mädel ist schon so ein bisschen "zauberhaft", wobei da jeder ja seine eigene Grenze hat ab wann es einen stört (PR härtet da unglaublich ab

Manchmal würd man die gern posthum nochmal ordentlich durchschütteln und fragen was sie beim schreiben geraucht haben

.).
Dana hat geschrieben:cool, der Typ hat ja ziemlich viele solcher Romane geschrieben, hast du von den anderen auch welche gelesen? Aber das Buch hat auch schlechte Kritiken.
Wird's wohl immer geben
Meinst du jetzt Alastair Reynolds? Ich hab nur den ersten Band (Unendlichkeit) gelesen. Lang wars

. Interessant auf jeden Fall, allerdings meine ich mich zu erinnern dass die Spannungskurve nicht so ultrasteil war. Mag jetzt aber im Rückblick auch täuschen, ist eine Weile her seit ichs gelesen habe (2004 war das glaub ich). Ist aber alles - wie auch die Kritiken bei Amazon - subjektiv. Ich mag halt gern wenns so richtig abgeht irgendwann und man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann und sich die Nächte um die Ohren schlägt. Das hier war mehr ein "Ich lese jeden Abend, kanns aber auch dann aus der Hand legen und schlafen um morgen nochmal weiter zu lesen". Muß jetzt nicht schlecht sein, ist aber halt so eine ganz andere Art von Buch dann.
Dana hat geschrieben:Ich kann dir im Gegenzug Vilm 1 und 2 empfehlen. Ist ne gute Mischung aus wenig Raumschiff und realistischer Erzählung von gestrandeten Siedlern auf einem fremden Planeten.
Ich hab gestern schonmal kurz geguckt bei Amazon, aber noch keine Inhaltsbeschreibung gelesen. Werd ich aber auf jeden Fall tun.
Zu dem Thema von Vilm fällt mir -auch von Niven

- "Herodots Vermächtnis" ein. Ich habs noch nicht gelesen, aber mein Mann (Das will was heißen, den zum lesen von Belletristik zu bringen ist schwer. Obwohl er gerne liest eigentlich, er schafft nur nie die Anfangshürde bis die Geschichte "läuft".) und er erzählte zum Inhalt ähnliches.
Ich muß doch mal wieder im Keller stöbern, muß die Bücher eh in die - noch aufzubauenden- Regale einräumen weil sie momentan unser Gästezimmer blockieren und wir Mitte Januar Besuch bekommen. Melde mich wenn ich noch vergessene Schätze entdecke

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