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Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 13.11.2010, 14:31
von Shaiera
Hallo,

mein kleiner schläft, seit der zweiten Nacht zu Hause nur gepuckt. Das hat uns direkt von Anfang an super Nächte beschert, er ist nur zum Trinken aufgewacht und ich musste nachts eigentlich nie mit ihm aufstehen. Zwar gabs Schübe in denen das Aufwachen sehr oft vorkam, aber wir hatten nie wirkliche Wach-Phasen in der Nacht.
Ich habe ihn oft beobachtet nachts, er wacht eigentlich total oft auf, manchmal alle 10 Minuten, schläft dann aber allein wieder ein, sieht mich...manchmal braucht er auch nie streichelnde Hand etc...so dass ich echt glücklich bin, dass er im Stillbettchen direkt neben mir liegt, sonst wären die Nächte sicher anders.

In letzter Zeit gibt es aber immer mal wieder Phasen, in denen er sich gegen das Pucken total wehrt. Vielleicht wird er ja langsam zu alt für das Pucken, kann ja sein...das Problem ist nur, er findet nicht in den Schlaf ohne Pucken, und auch nur sehr schwer wieder in den Schlaf, wenn er diese 10-Minuten-Aufwach-Phasen hat. Er reibt sich die Augen, er wird hektisch, er grummelt oder jammert, der Atem hört sich an wie von nem Marathonläufer, weil er sich so aufregt, dass das mit dem Einschlafen nicht so klappt, wie er das gewöhnt ist.

Jetzt bräuchte ich echt mal ein paar Tipps, wie ich ihm da helfen kann. Einstillen habe ich nie gemacht, weil ich immer so viel Milch hatte...wenn er satt war wollte er nicht mehr an die Brust, ich habe ihn immer wach hingelegt, gepuckt und Sekunden später waren die Augen zu...aber ungepuckt? Da schaut er mich fragend an, wenn er da liegt...
Ich habe das mal probiert, ein paar Nächte ohne Pucken...einschlafen dauert dann so 3 Stunden und dann wird er ständig wach und findet nicht allein in den Schlaf. Und wenn er alle 10 Minuten wach wird, dann schaff ich es selbst nicht mehr einzuschlafen, bis er das nächste Mal wach wird.
Dazu kommt, dass wenn er sich gegen den Pucksack zu wehren beginnt, dass er alles andere Enge auch nicht haben mag, also kein TT und auch nicht ganz eng ankuscheln (um z.B. die zappelnden Ärmchen festzuhalten)...also zappeln die Ärmchen weiter und er kommt nicht in den Schlaf...
Am nächsten Tag merkte man ihm auch wirklich an, dass er zu wenig Schlaf abbekomen hat, total nörgelig, wird wütend auf sein Spielzeug etc., also sehr viel weniger fröhliche Phasen am Tag.
Ich hab dann versucht, ihn auf den Bauch zu legen. Er hält den Kopf hoch, legt ihn nicht ab....sogar im Halbschlaf...da fängt er lieber das Verzweifeln an, wenn der Kopf zu schwer wird, als ihn einfach abzulegen...

Tja, und dann kommen wieder Phasen, da lässt er sich wieder einpucken wie eh und je und ich frage mich, ob er wohl doch noch nicht so weit ist...hm...
Wenn ich es mal schaffe ihn einzustillen, dann kappt das Ablegen mit anschließendem Pucken super...aber Einschlafstillen ist eben oft nicht möglich.

Was könnte ich denn noch versuchen um ihm den Übergang zu erleichtern?

Re: Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 13.11.2010, 15:02
von nize
leider habe ich wirklich einen Rat für dich... aber ich wollte nicht komentarlos wieder verschwinden...
Aber herzlich WILLKOMMEN! :P

und Kopf hoch... selbst die besten Schläfer, haben hin und wieder Phasen, in dene sie nicht so gut schlafen...
zu dem wird dein Zwergi jetzt ja langsam auch immer "wacher" und hat immer mehr zu verarbeiten... das kann schon mal "wuschig" machen :?

Es kommen sicher noch tolle Tips

Re: Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 13.11.2010, 18:05
von Kikra
Hallo erstmal :D

Ich kann dir leider auch nicht helfen. Bin aber sehr gespannt auf die Antworten.

Mein Kleiner ist zwar noch jünger, aber wenn ich ihn ungepuckt hinlege, weiss erauch gar nicht was ich von ihm will. :)
Er rudert auch immer noch wild mit den Armen im Liegen,an Einschlafen ist da nicht zu denken.
Einschlafstillen hat bei uns bisherauch niegeklappt. Wenn er sattist dockt er ab und wird total sauer, wenn ich ihm die Brust weiter anbiete.
Ich beneide alle Mütter,deren Kinder sich einschlafstillen lassen....

Re: Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 13.11.2010, 20:43
von mayra
DAS hab ich mich auch schon gefragt... unser Swaddleme ist bis 10kg, jetzt wiegt er schon 8,1kg und ich hab riesen Bammel, was wird, wenn er nicht mehr "passt"... :oops:

Re: Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 13.11.2010, 21:33
von kilianmami
Hallo!
Wir haben ca. 7 Monate gepuckt. Bei unserem Kleinen war lange nicht an einschlafen ohne pucken zu denkne. Er versuchte immer in den Schlaf zu finden. Sobald era ber weg dämmerte zuckte er zusammen und war sofort wieder da. Es war ein einziger Kampf. Mit pucken ging es dedutlich besser. Als er etwa 5 Monate alt war fing er langsam an sich gegen das pucken zu wehren. Wir habe ihn dann quasi in mehreren Schritten entwöhnt.
1. den Pucksack im Bereich der Arme immer lockerer zu schließen
2. ein Tragetuch an zwei Stellen verschnüren und als Hängematte ins Kinderbett hängen (so hatte er weiterhin eien Begrenzung um sich)
3. das Stillkissen um ihn herum legen (als weitere Begrenzung)
4. das Stillkissen nur noch an die Gitterseite des Bettes legen, die Seite zum Elternbett geöffnet lassen und beim Einschlafen nur noch Mamis oder Papis Hand auf seinem Körper
Wir haben immer wieder Phasen gehabt in denen er wieder mehr Begrenzung brauchte. Dann haben wir ihn einfach zum Einschlafen in seinen Schlafsack gelegt und seine Arme mit meinem Schla eingebunden. So eng wie es gerade eben nötig war. Schlief er fest haben wir den Schla gelöst (wir hatten zu viel Angst vor Strangulation o.ä.) .
Er hat das Tempo vorgegeben. Noch heute hat er Phasen, z.B. an aufregenden Tagen, braucht er mehr Begrenzung und schläft einfach auf dem Arme ein (ganz eng angekuschelt).
Ich wünsche euch viel Erfolg

Re: Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 15.11.2010, 15:26
von Jannik2010
Was wir gemacht haben (und immer noch machen) ist ihn festzuhalten beim einschlafen.Er fuchtelt sich nach wie vor meistens wieder richtig wach, wenn er schon fast am wegdämmern ist :| .
Das festehalten lässt er sich anstandlos gefallen. Ich denke mir immer, er merkt vielleicht wie gut es ihm tut..

Re: Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 16.11.2010, 08:43
von Shaiera
Hallo!

So, nachdem das Pucken jetzt wieder 2 Tage anstandslos geklappt hat, war heute wieder ein Tag, wo er sich absolut dagegen gewehrt hat.
Ich habe ihn gestillt, versucht zu pucken, er hat sich gewehrt also habe ich ihn versucht fest zu umarmen, nee, die Arme wollte er frei haben, also nur ne sanfte Umarmung mit lauter gefuchtel und in den Augen Gematsche. Das Köpfchen wird hin und hergeworfen. Nach ner halben stunde stille ich nochmal, da kommt er wieder etwas zur Ruhe, die Augen werden soooo schwer, aber er schläft nicht ein, mit einem Ruck dockt er ab, weiterwühlen....da er total übermüset ist, kommt jetzt so ein Summton dazu...ich streichle ihm sanft über die Nase, dabei gehen die Augen wieder zu...da muss er die doch mal gleich wieder wachreiben....nach ner halben Stunde stille ich wieder...also nicht, weil er danach verlangt, sondern weil ich denke, dass es das einzige Mittel ist, dass ihn von seinem Dampfhammer-Schwerstarbeit-Atemtonus wieder runterholt...es ist weit nach 22 Uhr, als er den Kampf aufgibt und sich doch endlich pucken lässt. 2 Miinuten später schläft er. Dann fängt er an, alle 10 Minuten im Traum richtig aufzuweinen, kurz vor 11 sogar so dermaßen markerschütternd, dass ich mich so richtig erschreckt habe. So schlimm hat er noch nie geschrien...hörte sich an, als hätte man ihn fallen lassen oder geschlagen oder sowas. Noch nichtmals die Spritze beim Arzt hat solche Töne aus meinem Sohn hervorgelockt....Dann habe ich erstmal dagesessen und hab ihn bestimmt ne halbe Stunde auf dem Arm schlafen lassen....und zwar weil ICH erstmal so nahen Körperkontakt brauchte, er hatte sich innerhalb von ner halben Minute wieder beruhigen lassen.
Dann habe ich ihn wieder hingelegt, so halb 12, 2 oder 3 mal gestillt und dann war um halb 7 die Nacht auch schon zu Ende. Pucken war wieder doof, Umarmung war willkommen, ließ ihn aber nicht nochmal schlafen. Jetzt liegt er hier leise jammernd müde auf dem Sofa und ich glaube, es ist Zeit für den ersten Mittagsschlaf...
Sonst schläft er von kurz nach 8 bis morgens kurz vor 9...nach Abzug der Stillpausen also mindestens 12 Stunden...wenn er nicht gepuckt werden mag sinds maximal 8 Stunden und die auch noch viel häufiger unterbrochen. Das ist ja viel zu wenig für ihn, er ist schon beim aufstehen jammerig müde ... der arme kleine Mann.

Den Tipp, den Pucksack erstmal lockerer gebunden zu verwenden funktioniert nicht. Das passiert ja eh öfter mal unabsichtlich, dass er nicht ganz so perfekt zu ist, dann kommt das Ärmchen oben raus und wenn das bis an die Augen reicht, dann ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Also, locker gepuckt ist das gleiche wie garnicht gepuckt.
Stillkissen drumlegen das gleiche, Ärmchen reichen bis an die Augen, also kein Schlaf.
Die Sache mit der Hängematte werde ich mal ausprobieren, klappt aber erst, wenn das neue Gitterbett kommt, bisher nutzen wir noch so ein kleines Anstellbettchen. Hm...nee, geht doch nicht...wo mache ich die denn fest? Hab ja nur eine Gitterseite dann...und Kopf- und Fußkante sind aus durchgehendem Holz, hm...

Tja und was die Größe des Pucksacks angeht, nachdem mein kleiner Houdini den größeren so geweitet hat, dass Pucken darin nicht mehr geht, verwenden wir jetzt wieder die Neugeborenen-Größe (und das bei fast 8 Kg) und jetzt passt sie super...wird wohl nix mit Aufheben fürs nächste Baby...

Jetzt weiß ich nicht, ob ich seinen Tagschlaf irgendwie regulieren soll, hab ja auch irgendwie Sorge, dass er jetzt zu viel am Tag schläft und die Nacht wieder nicht ordentlich schlafen kann...aber er ist soooo müde und nörgelig....wenn er keine fröhliche Phase bekommt, dann sollte er besser schlafen, oder?

Hach, mal sehen, wie der Tag und die nächste Nacht wird...

Re: Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 16.11.2010, 09:00
von Shaiera
Hmpf....jetzt ist hier auch noch so ne richtig dicke Nebelsuppe draußen...da fällt Spazierengehen wohl auch flach. Das ist nicht gesund für so kleine, oder?

Re: Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 16.11.2010, 09:13
von Fröschlein
Joris ist auch so ein Kandidat.
Da er aber jetzt schon seit ein paar Wochen nicht mehr gepuckt werden will, schläft er jetzt auf dem Bauch.
Da kann er sich nicht wachfuchteln. Will er nicht auf dem Bauch liegen, dann auf der Seite.
Leider schläft er ungepuckt auch keine 9h am Stück mehr, aber in der ersten Schlafphase schafft er doch noch oft 6h.
Drücke dir die Daumen, das ihr ne Lösung findet.

Re: Was kommt nach dem Pucken?

Verfasst: 16.11.2010, 12:08
von kilianmami
Zum Thema Hängematte: Ich kenn ja eure bauliche Situation im Schlafzimmernicht, aber gibt es nicht die Möglichkeit ein Ende der Hängematte am Kopfteil eures Bettes zu befestigen und das andere Ende fußwärts am Gitter des Kinderbettes? Ansonsten fällt mir momentan auch nicht so richtig was ein, außer Hände an den Beinen fixieren. Erscheint mir aber selber irgendwie etwas rabiat. Sorry!!!
Ich würde meinen aber auch hinlegen wenner so nörgelig ist und in keine fröhliche Phase findet. Wenn er nachher noch müder ist kann er heute Abend bestimmt nicht schlafen.
Warum ist denn so ne Nebelsuppe für die Kleinen so schädlich? Ich hab davon noch nie gehört und bin immer raus gegangen?!