Seite 1 von 1

Freud und Leid mit dem Stillen

Verfasst: 07.10.2010, 21:00
von AnnaH
Hallo ihr alle,

jetzt komm ich endlich dazu auch mal was zu schreiben.
Ronja wurde am 3.9.2010 per KS zur Welt geholt 10 Tage vor ET. Wegen meiner Gestationsdiabetes wurde sie beobachtet und ihr Blutzucker war sehr niedrig weshalb sie ihr Maltodextrin zu trinken gaben und musste bei den Schwestern bleiben im Wärmebettchen. Als ich dann aus dem Aufwachraum kam hatte sie also keinen Hunger. Das erste mal angelegt habe ich sie etwa 4 Stunden nach dem KS und es sah gut aus das sie richtig trinkt. Sie hat viel geschlafen, ließ sich teilweise recht schwer wecken und nach zwei-drei mal saugen an einer Brust war sie schon wieder so müde das sie weiter geschlafen hat und sich durch nichts in der Welt davon abbringen ließ. Kein kalter Waschlappen, kein ausziehen, kein Füße kitzeln, kein Wangestreicheln, kein über die Fontanelle streicheln hat etwas genutzt. Sie wurde über die ersten Tage immer gelber, war aber mit ihrem Billirubin wert immer so, dass sie nicht unter die UV-Lampe musste. Sie nahm von 2930 Gramm auf 2600 Gramm ab obwohl sie vermeintlich gut an der Brust getrunken hat.
Zusätzlich zum Stillen bin ich dann alle 3 Stunden noch Pumpen gegangen um die Milchbildung anzuregen. Aber es hat trotzdem nicht gereicht.
Nach ein Paar Tagen zu Hause mussten wir in die Kinderklinik, da sich Ronja nachdem sie einmal 5 und dann 6 Stundeen geschlafen hat und sich trotz Hebammen tricks nicht wecken ließ zum Trinken. Ihr Billi-Wert war Grenzwertig aber noch zu gering für die UV-Lampe. Da sie jedoch alles Trinken verweigert hat, gab es für 3 Tage eine Magensonde und Flasche. Stillen durfte ich garnicht, da die wissen wollten wieviel Ronja trinkt.
Wieder zu Hause war die Tendenz zur Gewichtsabnahme wieder vorprogramiert, da ich ja voll stillen will( wollte ). Und langsam bin ich am Ende meines Lateins. Ich wiege sie vor und nach jedem Stillen und komme frühs auf 60ml, was ja schon toll ist für mich, doch das nimmt über den Tag hinweg bis auf 10ml ab. Also heisst es zufüttern. Nichts hat bis jetzt geholfen, weder Milchbildungs noch Stilltee, keine warmen Waschlappen vor dem Stillen, das Lac Cannin auch nicht, Alkoholfreies Weizen und Malzbier auch nicht, das die Milch mehr wird. Und das obwohl ich schon Tage eingelegt habe, wo ich Ronja wirklich nach Bedarf gestillt habe. Stellenweise über 2-3 Stunden hinweg sehr zum Unmut von ihr, da sie richtig hunger hatte.

Ich weiss einfach nicht mehr weiter :( Dabei mag ich doch so gerne :5:

Re: Freud und Leid mit dem Stillen

Verfasst: 07.10.2010, 22:06
von Hummelchen
oje das hört sich ja wirklich schwierig an. leider kann/möchte ich dir keinen rat geben, da mein stillwissen einfach zu klein ist, um dir mit einem so kleinen mäuschen guten gewissens was raten zu können. aber ich mochte dich dich nicht einfach wegklicken. die profis werden dir hier aber sicher noch gute tipps geben können, mir haben sie auch immer sehr gut geholfen.
ich drück euch auf jeden fall ganz fest die daumen, das ihr da einen guten weg findet
ganz lieben gruss

Re: Freud und Leid mit dem Stillen

Verfasst: 08.10.2010, 10:32
von jusl
Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum!

Das ist ja sehr schade, dass sich der Beginn Eurer Stillzeit bislang schwierig gestaltet. Ich möchte gerne einige Punkte herausgreifen:
Sie nahm von 2930 Gramm auf 2600 Gramm ab obwohl sie vermeintlich gut an der Brust getrunken hat.
Dies ist ein Widerspruch in sich (wie Du mit "vermeitlich" ja wahrscheinlich selbst ausdrücken wolltest). Ab 7% Gewichtsverlust sollte auf jeden Fall fachkundig geschaut werden, ob das Stillen WIRKLICH gut läuft oder ob doch besser die ein oder andere Hilfestellung angezeigt wäre. Bei über 10% Gewichtsverlust ist auf jeden Fall Handeln notwendig, ganz besonders bei Babys die zu niederigem Blutzucker neigen. Ein so hoher Gewichtsverlust ist ein ganz sicheres Zeichen dafür, dass das Baby eben noch nicht "gut an der Brust trinkt" (was immer die Ursache dafür sein mag, da kommt ganz vieles in Frage. Die ganz normale Neugeborenen-Gelbsucht war bei Euch vermutlich NICHT die Ursache, sondern kam allenfalls erschwerend hinzu, weil sehr gelbe Baby meist sehr schläfrig sind.).

Da sie jedoch alles Trinken verweigert hat, gab es für 3 Tage eine Magensonde und Flasche. Stillen durfte ich garnicht, da die wissen wollten wieviel Ronja trinkt.
Dieses Vorgehen ist natürlich bedauerlich - selbstverständlich kann man auch bei gestillten Kindern herausfinden, wie viele diese trinken. Dazu reicht eine einfache Babywaage, die wohl auf jeder Kinderstation auf diesem Planeten vorhanden sein dürfte. Weißt Du ja selbst.

Ich wiege sie vor und nach jedem Stillen und komme frühs auf 60ml, was ja schon toll ist für mich, doch das nimmt über den Tag hinweg bis auf 10ml ab. Also heisst es zufüttern. Nichts hat bis jetzt geholfen, weder Milchbildungs noc
60 ml sind in der Tat eine gute Portionsgröße - bei 8-12 maligem Stillen in 24 Stunden bekäme sie DAMIT auf jeden Fall ausreichend Milch. Diese gute Menge bringt auch folgende Erkenntnis: wahrscheinlich (nicht 100% sicher aber immerhin) stillt Dein Baby mit korrekter Technik (denn diese kann durch das frühe Saugen an Flaschen auch beeinträchtigt worden sein, Stichwort Saugverwirrung). Du kannst Dein Baby weiterhin dabei unterstützen, mit einer guten Technik zu stillen (denn dann kommt Dein Baby in kürzerer Zeit an mehr Milch, sprich: trinkt effektiver. Und Deine Milchbildung wird besser angeregt), und zwar mit einer sorgfältigen, guten Anlegetechnik.
Und das obwohl ich schon Tage eingelegt habe, wo ich Ronja wirklich nach Bedarf gestillt habe. Stellenweise über 2-3 Stunden hinweg sehr zum Unmut von ihr, da sie richtig hunger hatte.
Wie oft in 24 Stunden war denn bei Euch"nach Bedarf"? Generell gilt: zur Milchmengensteigerung ist HÄUFIGES Stillen deutlich effektiver als LANGES Stillen. Gegen den Unmut des Baby anzustillen, bringt sicherlich eher wenig - denn es ich wichtig, dass das Baby POSITIVE Stillerfahrungen macht und EFFEKTIV saugt.

Eine gute Methode zur Milchmengensteigerung ist das sogenannte Wechselstillen. Wesentlich ist außerdem eine ausreichende Stillhäufigkeit, mindestens 10-12 Mahlzeiten in 24 Stunden sollten es auf jeden Fall sein.
Zusätzlich zum Stillen bin ich dann alle 3 Stunden noch Pumpen gegangen um die Milchbildung anzuregen. Aber es hat trotzdem nicht gereicht.
Nach ein Paar Tagen zu Hause mussten wir in die Kinderklinik, da sich Ronja nachdem sie einmal 5 und dann 6 Stundeen geschlafen hat und sich trotz Hebammen tricks nicht wecken ließ zum Trinken. Ihr Billi-Wert war Grenzwertig aber noch zu gering für die UV-Lampe. Da sie jedoch alles Trinken verweigert hat, gab es für 3 Tage eine Magensonde und Flasche. Stillen durfte ich garnicht, da die wissen wollten wieviel Ronja trinkt.
Was hast Du während der "Stillverbotszeit" gemacht? Weiterhin gepumpt (wenn ja: wie oft/wie lang)? Oder war Deine Milch da praktisch "weg"? Der Punkt dabei ist nämlich, dass es im Allgemeinen nicht möglich ist, mit dem Erreichen der Milchmenge auf Vollstill-Niveau nach der Geburt beliebig lange zu warten, wenn man später irgendwann gerne vollstillen möchte. Der Grund hierfür ist ein physiologisches Zeitfenster nach der Geburt, in dem normalerweise das Stillen angelaufen und gut etabliert sein muss.

Vielleicht magst Du noch mal schreiben, an welchen Tagen Du wieviel Fläschchen bzw. ml (ungefähr) zugefüttert hast, und außerdem alle Gewichtsdaten Deiner Tochter?
Liebe Grüße,
Julia

Re: Freud und Leid mit dem Stillen

Verfasst: 08.10.2010, 21:43
von AnnaH
Hallo,
Dies ist ein Widerspruch in sich (wie Du mit "vermeitlich" ja wahrscheinlich selbst ausdrücken wolltest). Ab 7% Gewichtsverlust sollte auf jeden Fall fachkundig geschaut werden, ob das Stillen WIRKLICH gut läuft oder ob doch besser die ein oder andere Hilfestellung angezeigt wäre. Bei über 10% Gewichtsverlust ist auf jeden Fall Handeln notwendig, ganz besonders bei Babys die zu niederigem Blutzucker neigen. [...]
Ja, das wollte ich mit dem "vermeintlich" ausdrücken. Die in der Klinik haben aber auch nicht gewusst woran es noch liegen kann.
Dieses Vorgehen ist natürlich bedauerlich - selbstverständlich kann man auch bei gestillten Kindern herausfinden, wie viele diese trinken. Dazu reicht eine einfache Babywaage, die wohl auf jeder Kinderstation auf diesem Planeten vorhanden sein dürfte. Weißt Du ja selbst.
Das dafür eine Babywaage reicht, ist denen und mir bewusst gewesen. Nur ist Ronja nach 5 Minuten weg geschlafen, deshalb wollten sie das sie an die Flasche geht um einen besseren überblick zu bekommen was und wie sie trinkt.
60 ml sind in der Tat eine gute Portionsgröße - bei 8-12 maligem Stillen in 24 Stunden bekäme sie DAMIT auf jeden Fall ausreichend Milch. Diese gute Menge bringt auch folgende Erkenntnis: wahrscheinlich (nicht 100% sicher aber immerhin) stillt Dein Baby mit korrekter Technik (denn diese kann durch das frühe Saugen an Flaschen auch beeinträchtigt worden sein, Stichwort Saugverwirrung). Du kannst Dein Baby weiterhin dabei unterstützen, mit einer guten Technik zu stillen (denn dann kommt Dein Baby in kürzerer Zeit an mehr Milch, sprich: trinkt effektiver. Und Deine Milchbildung wird besser angeregt), und zwar mit einer sorgfältigen, guten Anlegetechnik.
Ich Achte bei ihr darauf, dass sie den Mund weit aufmacht 'Löwenmäulchen' und die Lippen schön nach außen stülpt, was manchmal bei ihr nicht so einfach ist, da sie eben ab und an Kusslippen macht und nur am Nippel selbst saugen möchte. Die Milchmenge nimmt halt über den Tag hinweg ab, so das sie nicht mehr Satt wird egal wie gut ich sie Anlege.
Wie oft in 24 Stunden war denn bei Euch"nach Bedarf"? Generell gilt: zur Milchmengensteigerung ist HÄUFIGES Stillen deutlich effektiver als LANGES Stillen. Gegen den Unmut des Baby anzustillen, bringt sicherlich eher wenig - denn es ich wichtig, dass das Baby POSITIVE Stillerfahrungen macht und EFFEKTIV saugt.
Zwischen 2 und 4 Stunden Abstand. Jedoch eher 4 Stunden weil sie sich Müde getrunken hat. bzw genuckelt hat zum Schluss und dann so fest geschlafen hat, das ich sie nach 2 Stunden mit allen Tricks nicht wach bekommen habe.
Eine gute Methode zur Milchmengensteigerung ist das sogenannte Wechselstillen. Wesentlich ist außerdem eine ausreichende Stillhäufigkeit, mindestens 10-12 Mahlzeiten in 24 Stunden sollten es auf jeden Fall sein.

Ich lege sie schon wechselweise, rechts - Footballhaltung, dann links - Wiegegriff, dann wieder rechts -Wiegegriff und links -Footballhaltung. Wechseln tu ich wenn ich merke das sie nicht mehr effektiv trinkt oder droht einzuschlafen.
Was hast Du während der "Stillverbotszeit" gemacht? Weiterhin gepumpt (wenn ja: wie oft/wie lang)? Oder war Deine Milch da praktisch "weg"? Der Punkt dabei ist nämlich, dass es im Allgemeinen nicht möglich ist, mit dem Erreichen der Milchmenge auf Vollstill-Niveau nach der Geburt beliebig lange zu warten, wenn man später irgendwann gerne vollstillen möchte.
Ich habe in der Stillverbotszeit weiter alle 3 Stunden für etwa 15 Minuten pro Seite gepumpt, auch Nachts. Milchmenge war wechselnd zwischen 70ml morgens und abnehmend über den Tag bis 20ml.
Vielleicht magst Du noch mal schreiben, an welchen Tagen Du wieviel Fläschchen bzw. ml (ungefähr) zugefüttert hast, und außerdem alle Gewichtsdaten Deiner Tochter?
Ich füttere eigentlich mittlerweile nach jeder Mahlzeit mit der Flasche nach ( alle 4 Stunden ) Flaschen-Menge variiert je nach dem wieviel MuMi sie getrunken hat zwischen 50-90ml HA-Nahrung. Wobei ich immer zwischen Brust und Flasche einwenig Pause zu halten - so für 10 Minuten - und sie dann nochmal an die Brust zu nehmen ehe ich zur Flasche greife.Noch habe ich das ganze mit dem Stillen noch nicht Aufgegeben auch wenn Ronja mittlerweile bei jeder Mahlzeit gute 100-120 ml trinkt.

Sie war bei Geburt 2930 Gramm, rückläufig auf 2600 als minimum am 4. Tag. Entlassgewicht an Tag 5 (schon mit Flasche zugefüttert) 2650Gramm.
Die Tage von Dienstag (7.9. - 12.9.) Gewicht gehalten auf 2700 Gramm. Aufnahme Gewicht (12.9.)Kinderklinik 2700 Gramm, Entlassgewicht (17.9.) 2890 Gramm.
18.9. 2093 Gramm, 20.9. 3040 Gramm, 23.9. 3090 Gramm, 26.9. 3160 Gramm, 29.9. 3260 Gramm, 3.10. 3320 Gramm, ,4.10. 3350 Gramm, 6.10. 3460 Gramm, 8.10. 3520 Gramm

Ich bin ja schon Froh über das was sie an MuMi bekommt, wenn es nicht mehr mehr wird, dann ist das so. Werde mich wohl damit arrangieren müssen.

Danke für die Links, werde mich gleich mal dran machen sie durch zu lesen, komme erst jetzt dazu wieder am PC zu sitzen.

Re: Freud und Leid mit dem Stillen

Verfasst: 08.10.2010, 22:09
von ~Anna~
AnnaH hat geschrieben: Die Milchmenge nimmt halt über den Tag hinweg ab, so das sie nicht mehr Satt wird egal wie gut ich sie Anlege.
Hallo!
Woran machst du denn fest, das die Milch abends weniger ist und sie nicht satt wird?

Re: Freud und Leid mit dem Stillen

Verfasst: 08.10.2010, 22:18
von jusl
~Anna hat geschrieben:Woran machst du denn fest, das die Milch abends weniger ist und sie nicht satt wird?
@ ~Anna~ - im ersten Posting zu finden:
Ich wiege sie vor und nach jedem Stillen und komme frühs auf 60ml, was ja schon toll ist für mich, doch das nimmt über den Tag hinweg bis auf 10ml ab.

@ AnnaH - ausführliche Antwort folgt ;-)

Re: Freud und Leid mit dem Stillen

Verfasst: 08.10.2010, 23:08
von jusl
Also:
Die Gewichtszunahme ist mit über durchschnittlich 220 g/Woche sehr hoch (Infos zur Gewichtszunahme findest Du hier). Das ist schön - ein sehr sicheres Zeichen, dass Dein Baby bestens mit Milch versorgt wurde und wird.

Danke auch für die Angabe Deiner Zufüttermengen.
Ich füttere eigentlich mittlerweile nach jeder Mahlzeit mit der Flasche nach ( alle 4 Stunden ) Flaschen-Menge variiert je nach dem wieviel MuMi sie getrunken hat zwischen 50-90ml HA-Nahrung. [...]Noch habe ich das ganze mit dem Stillen noch nicht Aufgegeben auch wenn Ronja mittlerweile bei jeder Mahlzeit gute 100-120 ml trinkt.
Deine Angaben bedeuten, Du füttertst unterm Strich gut geschätzt zwischen 50 und 80 % der Gesamttrinkmenge zu, mit anderen Worten: Deine Milchproduktion liegt zur Zeit "irgendwo zwischen 20 und 50 % des Vollstilltrinkmenge".

Du hast beschrieben, dass Deine Tochter nach den ersten Lebenstagen praktisch von Anfang mehrere Fläschchen täglich bekommen hat; das heißt, Deine Milchproduktion befand sich wahrscheinlich sozusagen von Anfang an in ungefähr diesem Bereich, also immer irgendwo zwischen 20 und 50% der Gesamttrinkmenge. Im Posting weiter oben hab ich Dir ja den Text über das "physiologische Zeitfenster" verlinkt, in dem erklärt wird, dass es sehr schwierig ist, NACH den ersten Lebenswochen noch auf Vollstillniveau zu kommen, wenn dies bislang nicht der Fall war. Eine Mutter, die etwa 1 Fläschchen täglich gibt und den Rest stillt (also bei ca 90% ist), hat erheblich bessere Chancen aufs spätere Vollstillen als eine Mutter, die 5 Fläschchen täglich gibt und den Rest stillt.
Alle klassischen Wege zur Steigerung der Milchmenge gehst Du bereits (so häufig wie möglich Stillen, Wechselstillen, zusätzliches Pumpen,...). Das ist vorbildlich: der bisherige Verlauf zeigt aber auch, dass diese Möglichkeiten offenbar weitgehend ausgeschöpft sind. Aus meiner Sicht bleiben noch zwei Dinge, die Du versuchen könntest:
1. auf saugfreie Zufüttermethoden umstellen (möglicherweise trinkt Dein Baby dann von sich aus häufiger und eifriger an der Brust, einfach um DORT sein Saugbedürfnis zu befriedigen. Außerdem verringert sich die Gefahr, dass Dein Baby die Stilltechnik durch die vielen Saugflaschen zunehmend verlernt.)
und
2. medikamentöse Unterstützung der Milchbildung.

Zu 1.) Hast Du Erfahrung mit Löffel, Becher und co in Sachen Zufüttern? Mit dem Softcup z.B. kommen viele Eltern recht gut klar. Auch das Zufüttern mit dem Brusternährungsset ist eine Möglichkeit, die manche Mutter, die dauerhaft aufs Zufüttern angewiesen ist, tatsächlich dauerhaft für sich wählt. Hier im Forum findest Du zahlreiche Threads dazu. Natürlich ist grundsätzlich auch das Beibehalten der gewohnten Saugflaschen möglich; manchen Müttern gelingt es, ihr Baby viele Monate lang gleichsam sowohl zu stillen als auch mit der Flasche zu füttern. Die Erfahrung zeigt aber, dass diese Situation meist irgendwann in eine Richtung "kippt" (und dies ist meist die "Flaschenrichtung").

zu 2.) Es gibt zwei Wirkstoffe, die überlicherweise zur Erhöhung des Prolaktinspiegels und damit zur Steigerung der Milchmenge eingesetzt werden, deren Wirksamkeit pharmakologisch belegt ist: Bockhornkleesamen und Domperidon. Falls Du dies grundsätzlich in Erwägung ziehst, findest Du auch hierzu im Forum zahlreiche Threads (dataillierte Infos auch gerne per PN).

Ich hoffe, diese Zeilen sind hilfreich für Dich,
LG;
Julia