Frühchen wie und wann stillen?
Verfasst: 25.09.2010, 21:59
Hallo zusammen,
ich wußte nicht so recht, wie ich das Thema nennen sollte, aber ich denke, hier hat vielleicht jemand von Euch Ideen für meine Freundin. Aber erstmal zur Vorgeschichte.
Vorgestern hat man bei meiner Freundin sehr spontan aufgrund leichter, nicht zu hemmender, Wehen und massivem Herztonabfall des Zwerges, einen Kaiserschnitt gemacht. Der Kleine ist jetzt fünf Wochen zu früh auf die Welt gekommen. Er wiegt 2500g und wurde nur die ersten fünf Minuten beatmet. Ansonsten wird er nur "normal" im Brutkasten überwacht und bekommt die Nahrung teils mit der Flasche und teils mit einer Magensonde. Meine Freundin hat sich durchgesetzt und eine Milchpunkpe organisiert. Sie pumpt jetzt konsequent alle vier Stunden und hat die letzten beiden Male schon jeweils 40ml gepumpt. Das finde ich für einen so frühen Kaiserschnitt und den zweiten Tag schon ganz ordentlich. Der Kleine nimmt pro Mahlzeit etwa 35ml zu sich, so dass er jetzt wohl nur noch Muttermilch bekommt.
Nun aber zu ihren Problemen: Sie möchte ihn auf jeden Fall letztlich voll stillen, darf ihn aber noch nicht anlegen. Er darf erst bei ihr saugen, wenn die Milch richtig sprudelt, damit er auch ja satt wird, ohne sich zu sehr anzustrengen. Ich verstehe das nicht so ganz, da er ja außer, sehr seltenen, Atemaussetzern überhaupt keine Probleme hat. Und die Aussetzer würde man ja dank der Überwachung auch beim Stillen mitbekommen. Und selbst wenn er nur nuckeln wollte, müßte das dann doch eigentlich auch möglich sein, oder nicht? Dann ist die Intensivstation wohl sehr eng gebaut. Känguruing ist überhaupt nicht möglich, weil es keinen geeigneten Stuhl mit ein wenig Platz dort gibt. Meine Freundin darf zweimal täglich zu ihrem Kleinen, sonst wird es zu wuselig, und ihn maximal für einen Stunde eingewickelt im Arm halten. Das stimmt sie natürlich immer sehr traurig. Zumal sie ihn, wenn er im Brutkasten liegt ja auch immer nur kurz anfassen darf, weil es sonst zu kalt wird, wenn sie die kleine Klappe aufmacht. Ach so, wenn er weint und gerade nur Trost braucht, bekommt er übrigens einen Schnuller.
Ich muß gestehen, ich kenne mich mit Frühchen überhaupt nicht aus, aber meines Wissens ist das Känguruing doch super wichtig und das gelegentliche saugen, egal ob wegen Hunger oder Saugbedürfnis, auch. Auch ein Kontakt von maximal zwei Stunden am Tag erscheint mir sehr wenig. Ist das alles so normal, oder gehe ich da von falschen Tatsachen aus?
Dann hat sie mir noch von dem weiteren Vorgehen erzählt: Wenn der Kleine auf die normale Kinderstation verlegt wird, kann sie sich in einem Extrahaus auf dem Klinikgelände ein Zimmer mieten. Ich dachte bisher eigentlich, dass bei Mitaufnahme der Mutter die Mutter auch mit dem Kind in einem Zimmer liegen würde. Zumindest habe ich es so schon von dem einen oder anderen Krankenhaus gehört. Wie soll sie eine gute Stillbeziehung aufbauen, wenn sie womöglich wochenlang von ihrem Kleinen räumlich getrennt ist? Stillen nach Bedarf geht dann schon mal gar nicht. Klar, im Moment wird der Kleine alle vier Stunden geweckt. Das kann ich auf der Intensivstation vielleicht noch verstehen, aber später?
Ich habe meiner Freundin erstmal geraten, immer wieder aufs Känguruing und aufs Anlegen zu drängen, aber sie meinte nur: "Das sagst Du alles so leicht. So einfach ist das hier nicht." Ich möchte ihr so gerne helfen, weiß aber momentan auch nicht wie. Sie hatte sich extra ein stillfreundliches Krankenhaus in Hamburg ausgesucht und liegt nun in einer ganz anderen Stadt in der Uniklinik.
Hat noch eine von Euch Ideen für mich? Falls nicht, danke dass ich mir hier mal Luft machen durfte! Schön, dass es Euch gibt.
ich wußte nicht so recht, wie ich das Thema nennen sollte, aber ich denke, hier hat vielleicht jemand von Euch Ideen für meine Freundin. Aber erstmal zur Vorgeschichte.
Vorgestern hat man bei meiner Freundin sehr spontan aufgrund leichter, nicht zu hemmender, Wehen und massivem Herztonabfall des Zwerges, einen Kaiserschnitt gemacht. Der Kleine ist jetzt fünf Wochen zu früh auf die Welt gekommen. Er wiegt 2500g und wurde nur die ersten fünf Minuten beatmet. Ansonsten wird er nur "normal" im Brutkasten überwacht und bekommt die Nahrung teils mit der Flasche und teils mit einer Magensonde. Meine Freundin hat sich durchgesetzt und eine Milchpunkpe organisiert. Sie pumpt jetzt konsequent alle vier Stunden und hat die letzten beiden Male schon jeweils 40ml gepumpt. Das finde ich für einen so frühen Kaiserschnitt und den zweiten Tag schon ganz ordentlich. Der Kleine nimmt pro Mahlzeit etwa 35ml zu sich, so dass er jetzt wohl nur noch Muttermilch bekommt.
Nun aber zu ihren Problemen: Sie möchte ihn auf jeden Fall letztlich voll stillen, darf ihn aber noch nicht anlegen. Er darf erst bei ihr saugen, wenn die Milch richtig sprudelt, damit er auch ja satt wird, ohne sich zu sehr anzustrengen. Ich verstehe das nicht so ganz, da er ja außer, sehr seltenen, Atemaussetzern überhaupt keine Probleme hat. Und die Aussetzer würde man ja dank der Überwachung auch beim Stillen mitbekommen. Und selbst wenn er nur nuckeln wollte, müßte das dann doch eigentlich auch möglich sein, oder nicht? Dann ist die Intensivstation wohl sehr eng gebaut. Känguruing ist überhaupt nicht möglich, weil es keinen geeigneten Stuhl mit ein wenig Platz dort gibt. Meine Freundin darf zweimal täglich zu ihrem Kleinen, sonst wird es zu wuselig, und ihn maximal für einen Stunde eingewickelt im Arm halten. Das stimmt sie natürlich immer sehr traurig. Zumal sie ihn, wenn er im Brutkasten liegt ja auch immer nur kurz anfassen darf, weil es sonst zu kalt wird, wenn sie die kleine Klappe aufmacht. Ach so, wenn er weint und gerade nur Trost braucht, bekommt er übrigens einen Schnuller.
Ich muß gestehen, ich kenne mich mit Frühchen überhaupt nicht aus, aber meines Wissens ist das Känguruing doch super wichtig und das gelegentliche saugen, egal ob wegen Hunger oder Saugbedürfnis, auch. Auch ein Kontakt von maximal zwei Stunden am Tag erscheint mir sehr wenig. Ist das alles so normal, oder gehe ich da von falschen Tatsachen aus?
Dann hat sie mir noch von dem weiteren Vorgehen erzählt: Wenn der Kleine auf die normale Kinderstation verlegt wird, kann sie sich in einem Extrahaus auf dem Klinikgelände ein Zimmer mieten. Ich dachte bisher eigentlich, dass bei Mitaufnahme der Mutter die Mutter auch mit dem Kind in einem Zimmer liegen würde. Zumindest habe ich es so schon von dem einen oder anderen Krankenhaus gehört. Wie soll sie eine gute Stillbeziehung aufbauen, wenn sie womöglich wochenlang von ihrem Kleinen räumlich getrennt ist? Stillen nach Bedarf geht dann schon mal gar nicht. Klar, im Moment wird der Kleine alle vier Stunden geweckt. Das kann ich auf der Intensivstation vielleicht noch verstehen, aber später?
Ich habe meiner Freundin erstmal geraten, immer wieder aufs Känguruing und aufs Anlegen zu drängen, aber sie meinte nur: "Das sagst Du alles so leicht. So einfach ist das hier nicht." Ich möchte ihr so gerne helfen, weiß aber momentan auch nicht wie. Sie hatte sich extra ein stillfreundliches Krankenhaus in Hamburg ausgesucht und liegt nun in einer ganz anderen Stadt in der Uniklinik.
Hat noch eine von Euch Ideen für mich? Falls nicht, danke dass ich mir hier mal Luft machen durfte! Schön, dass es Euch gibt.