Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.
Verfasst: 24.09.2010, 09:20
Ich saß gestern so auf dem -sehr vollen- Spielplatz. Ich kannte da sonst niemanden, also hatte ich Muße....
Es ist ein schöner Spielplatz - nur ein Ausgang, sauber, vieles für kleine Kinder, groß, weitläufig (aber eben nur mit einem Ausgang).
Ich saß da so und schaute.
Ich spiele ja eher n ie mit den Kindern - wir gehen mal zusammen zur Seilbahn, wenn sie gerne möchten, bauen wir mal eine Burg oder ich schubse mal auf der Schaukel an.
Ich sah nur Eltern, die ständig an ihren Kindern kleben - gemeinsame Zeit ist ja schön. Aber die Kinder kamen gar nicht dazu, mal mit anderen Kindern Kontakt aufzunehmen.
Warf einer Sand - sofort kamen die ermahnenden Worte.
Näherte sich jemand einem fremden Buddelzeug - "Nein das gehört uns nicht"
Es wurde gezuppelt, gezupft, betüddelt, weggezogen, hochgehoben, runtergehoben...."Pass auf, da geht es runter" (das war eine abfallende Wiese......)
Wirklich kein Kind konnte einfach mal laufen, mal schauen......mal probieren, mal experimentieren.
Ich finde so was so schade.
Ich kenne das aus unserer Spielgruppe - da machen die Kinder, die Eltern schauen nur zu, beobachten. Und schon da fällt es vielen so schwer, einfach mal nicht einzugreifen.
Ich denke, den Kindern nimmt man damit viele wertvolle Chancen und Gelegenheiten.
Klar, die meisten gehen irgendwann in den Kindergarten. Aber leider geht es da ja oft so weiter - Programm muss gemacht werden, die Kinder "gegängelt" werden.
Ich werde oft schon böse angeschaut, weil ich meine auch mal machen lassen. KInder mit 3 Jahren können sich gut allein über ein Förmchen streiten - da muss ich nicht sofort aufspringen. Aber das machen alle so und also wird das so erwartet.
Und die Angst vor dem großen Kind - es waren gestern fast nur Eltern von Kleinkindern dort. Und ich habe es schon oft erlebt, dass man dann als Elternteil von einem älteren Kind böse beäugt wird. Mir hat sogar schon mal eine Mutter gesagt, der Große solle nicht so toben, das sei ein Spielplatz für kleine Kinder. Er ist neun! Wohin bitte, wenn nicht auf auf einen Spielplatz, soll ein Kind in der Stadt denn gehen und toben? Er ist nun wirklich superlieb zu kleinen Kindern, aber klar, er tobt auch mal wild. Und das ist mir schon oft oft passiert, dass dann Kommentare kommen. Ich kann das gar nicht verstehen.....Die Welt vieler Eltern scheint sich dann nur noch um ihr erstes/einziges (?? ältere Kinder scheinen ja in der Familie dann nicht zu existieren...) zu drehen, es darf nicht fallen, nicht stürzen, nicht weinen, sich aber oft auch nicht schmutzig machen, nicht mit älteren Kindern spielen, überhaupt am besten keinen Kontakt zu Fremden haben.
Wenn wir an der Schule sind, tobt unser Kleiner ganz selbstverständlich mit auf dem Schulhof, spielt mit den älteren Kindern. Aber ich hatte auch bei meinem ersten Kind keine Angst vor älteren Kindern. Letztens habe ich beobachtet, wie eine Mutter mit ihrem Kleinkind auf dem Bolzplatz gegangen war - da spielten einige ca. 12jährige. Die konnten dann nicht weiterspielen, weil sie dort mit ihrem Kind stand und dann hat sie sie auch noch runtergeschickt. Weil "der Kleine ja auch ein Recht auf den Platz hat" - ja, aber nicht wenn da gerade mehrere andere, in diesem Fall ältere, Kinder spielen. Ich fand das echt unglaublich. Je älter das Kind wird, desto weniger Platz bleibt scheinbar, je weniger Verständnis....
Es ist ein schöner Spielplatz - nur ein Ausgang, sauber, vieles für kleine Kinder, groß, weitläufig (aber eben nur mit einem Ausgang).
Ich saß da so und schaute.
Ich spiele ja eher n ie mit den Kindern - wir gehen mal zusammen zur Seilbahn, wenn sie gerne möchten, bauen wir mal eine Burg oder ich schubse mal auf der Schaukel an.
Ich sah nur Eltern, die ständig an ihren Kindern kleben - gemeinsame Zeit ist ja schön. Aber die Kinder kamen gar nicht dazu, mal mit anderen Kindern Kontakt aufzunehmen.
Warf einer Sand - sofort kamen die ermahnenden Worte.
Näherte sich jemand einem fremden Buddelzeug - "Nein das gehört uns nicht"
Es wurde gezuppelt, gezupft, betüddelt, weggezogen, hochgehoben, runtergehoben...."Pass auf, da geht es runter" (das war eine abfallende Wiese......)
Wirklich kein Kind konnte einfach mal laufen, mal schauen......mal probieren, mal experimentieren.
Ich finde so was so schade.
Ich kenne das aus unserer Spielgruppe - da machen die Kinder, die Eltern schauen nur zu, beobachten. Und schon da fällt es vielen so schwer, einfach mal nicht einzugreifen.
Ich denke, den Kindern nimmt man damit viele wertvolle Chancen und Gelegenheiten.
Klar, die meisten gehen irgendwann in den Kindergarten. Aber leider geht es da ja oft so weiter - Programm muss gemacht werden, die Kinder "gegängelt" werden.
Ich werde oft schon böse angeschaut, weil ich meine auch mal machen lassen. KInder mit 3 Jahren können sich gut allein über ein Förmchen streiten - da muss ich nicht sofort aufspringen. Aber das machen alle so und also wird das so erwartet.
Und die Angst vor dem großen Kind - es waren gestern fast nur Eltern von Kleinkindern dort. Und ich habe es schon oft erlebt, dass man dann als Elternteil von einem älteren Kind böse beäugt wird. Mir hat sogar schon mal eine Mutter gesagt, der Große solle nicht so toben, das sei ein Spielplatz für kleine Kinder. Er ist neun! Wohin bitte, wenn nicht auf auf einen Spielplatz, soll ein Kind in der Stadt denn gehen und toben? Er ist nun wirklich superlieb zu kleinen Kindern, aber klar, er tobt auch mal wild. Und das ist mir schon oft oft passiert, dass dann Kommentare kommen. Ich kann das gar nicht verstehen.....Die Welt vieler Eltern scheint sich dann nur noch um ihr erstes/einziges (?? ältere Kinder scheinen ja in der Familie dann nicht zu existieren...) zu drehen, es darf nicht fallen, nicht stürzen, nicht weinen, sich aber oft auch nicht schmutzig machen, nicht mit älteren Kindern spielen, überhaupt am besten keinen Kontakt zu Fremden haben.
Wenn wir an der Schule sind, tobt unser Kleiner ganz selbstverständlich mit auf dem Schulhof, spielt mit den älteren Kindern. Aber ich hatte auch bei meinem ersten Kind keine Angst vor älteren Kindern. Letztens habe ich beobachtet, wie eine Mutter mit ihrem Kleinkind auf dem Bolzplatz gegangen war - da spielten einige ca. 12jährige. Die konnten dann nicht weiterspielen, weil sie dort mit ihrem Kind stand und dann hat sie sie auch noch runtergeschickt. Weil "der Kleine ja auch ein Recht auf den Platz hat" - ja, aber nicht wenn da gerade mehrere andere, in diesem Fall ältere, Kinder spielen. Ich fand das echt unglaublich. Je älter das Kind wird, desto weniger Platz bleibt scheinbar, je weniger Verständnis....