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Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 31.08.2010, 13:32
von Andrea
Ich weiss das Thema hatten wir bereits des öfteren, aber ich komm trotzdem nicht so recht weiter:

Die Kleine ist jetzt 5.5 Wochen alt.
Meist (nicht immer) schnalzt sie beim Stillen und scheint die BW zu verlieren, und saugt sofort wieder danach. DAS schmerzt wie Hulle, und ich bin manchmal richtig genervt und in Hachacht-Stellung beim Stillen. Also es löst sich immer der Unterdruck im Mund irgendwie bei ihr.

Im Halbschlaf stillt sie vieeel ruhiger und meist ohne Schnalzen.
Hm was ist noch charakteristisch....
es ist an beiden Seiten gleich ausgeprägt, in der Fussballerhaltng aber weniger.
Sie macht echt NIE von alleine, oder auf Reiz den Mund weeeeeiiiiiiit genug auf. Ich muss immer nachhelfen und selbst dann klappt es meist eher schlecht.
Wenn der Mund weit genug auf ist, dann schnalzt sie auch weniger.
Das macht sie ganz besonders wenn der MSR einsetzt und das arme Kind wieder Milchmengen bewältigen muss, aber auch wenn ich erst Milch auslaufen lassen, dass der Strahl nicht mehr so arg ist.
Es ist fast als wenn sie manchmal den Saugschluss nicht halten kann.

So das war mehr oder weniger unsortiert was mir dazu einfällt :)
Ich pflege die BWs echt viel, da sie teils immer mehr oder weniger gereizt sind, das STillen sticht und piekt halt echt fies und das nachschnappen ist auch gemein.

Irgendwelche Anregungen?
Vorstellung beim Osteopathen oder ähnliches ist angedacht grob....

Lieben Gruss
Andrea

Re: Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 31.08.2010, 17:06
von Captainsparrow
Au wei, das haben wir auch durch, eigentlich genauso wie ihr, der Text könnte auch von mir gewesen sein. Irgendwann war es einfach weg, wobei das glaub ich an die 3 Monate gedauert hat. Ich schick Dir ne Portion Nerven und Kraft rüber..

Re: Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 01.09.2010, 10:04
von LittleLille
Hallo Chrissi,

das kennen wir auch. Du musst konsequent versuchen, ihr genug von der Brustwarze "in den Mund zu schieben". Bei uns hat es ganz gut geklappt, wenn ich meine Brustwarze leicht zusammengedrückt hineingeschoben hab und den Kopf von hinten oder unten stützte. Die Football-Haltung ist schon optimal für dieses Stillproblem. Wenn's ganz schlimm ist, einfach noch mal abdocken und neu anlegen. Wir haben das anfangs pro Brust auch an die zehn Mal machen müssen, aber nach ein paar Tagen hatte mein Sonnenschein den Dreh dann raus und die Schmerzen waren plötzlich weg.

Es ist ein schwacher Trost, ich weiß, aber wenn du durchhälst, wirst du reich belohnt mit Freude am Stillen.

Gutes Gelingen!

Re: Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 01.09.2010, 14:06
von Moehrchen
Ist genau wie bei uns auch. Und ich kann auch sagen, dass es nach drei Monaten vorbei war. Sie hat immer den Mund nicht weit genug aufgemacht und dann die Brustwarze nach dem Verlieren durch die Kauleiste wieder angesaugt. Aua! Brustwarzensalbe war unser ständiger Begleiter in der Zeit und Tonnen von Spucktüchern weil sie dadurch immer viel Luft geschluckt hat.

Allerdings wurde festgestellt, dass unsere Kleine Blockaden in der Halswirbelsäule hat und die Saugschwierigkeiten wohl darauf zurückzuführen sind!!!

Re: Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 01.09.2010, 21:10
von IBCLC Regina
Hallo,

bitte mal vom Kinderarzt den Gaumen anschauen lassen! Vielleicht ist er zu hoch (gotische Form)? Auch eine submuköse Spalte könnte der Grund für das Schnalzen sein.
Falls es "nur" ein starker Milchspendereflex ist, kannst Du die erste Milch etwas ausstreichen, dann schießt sie nicht so in das Mündchen.

Liebe Grüße,
Regina
Still-und Laktationsberaterin IBCLC

Re: Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 02.09.2010, 04:23
von kerstin10
Hallo,

im nachhinein finde ich es ja beruhigend, daß ich mit dem Problem nicht allein dastand. Hatte ich auch, als mein Kleiner etwa 7 Wochen alt war. Bei mir hat es sich innerhalb von ca. 4 Wochen wieder gegeben. Wir stillen immer noch (er ist jetzt 18 Monate) und er hat eine perfekte Technik.

Also, was hat damals geholfen? Sicher weiß ich es auch nicht, aber Gelassenheit (keine Angst vor dem nächsten Stillen), Ruhe beim Stillen und mir scheint vor allem, meinem Kleinen mehr die Initiative und Kontrolle überlassen, wie er stillen will. Ich denke, seine körperlichen Fähigkeiten/Kopfkontrolle haben nach der Geburt einfach sehr zugenommen und er wollte mehr bestimmen wie genau er stillt. Ich war auch bei einer Osteopathin, aber die hat gemeint, das Kind ist völlig in Ordnung und braucht keine Behandlung. Angelegt habe ich auch bewußter, war im Prinzip auch sinnvoll. Aber entscheidend schien mir, daß ich in nicht mehr so fest an mich/meine Brust gehalten habe, auch wenn er den Kopf zurückgelehnt und die Brustwarze schmatzend losgelassen hat (was unangenehm für mich war), sondern da ihm die Kontrolle überlassen habe. Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich ausgedrückt ...

Euch alles Gute beim herausfinden, was für Euch das Richtige ist und viel Spaß beim Stillen!

Re: Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 02.09.2010, 06:29
von daifuku
Hatte Ferdi die ersten 2-3 Monate auch, hat mich furchtbar genervt, aber ich hab's mit allen Tricks nicht wegbekommen. Es hat sich aber von selbst sehr verringert, inzwischen schnalzt er nur noch, wenn er müde ist oder ich ihn nicht richtig angelegt habe (halb auf dem Arm hängend, weil ich mit dem anderen Arm beschäftigt bin oder so).

Re: Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 03.09.2010, 19:01
von blueberry
Ja, das hätte vor drei Monaten exakt so mein Posting sein können. Ich war richtiggehend verzweifelt, da ich dachte, dass das immer so bleiben würde und sah mich schon mit 6 Monaten der reinen "Pflichterfüllung" abstillen :( Ich hab auch mit Lansinoh gecremt was das Zeug hielt und ab und an mussten auch MultiMam-Kompressen ran, weil alles total empfindlich war, obwohl "objektiv" gesehen nichts wund war... Dazu kam bei mir auch, dass der Ansaugschmerz wirkclih wochenlang da war und ich anfangs nicht wusste, was das ist und dass das weggehen würde nach einiger Zeit und durch das ständige "Wiederansaugen" und Schmatzen hatte ich den ja auch mehrfachst pro Mahlzeit. Ganz fies :?

ABER: ja, auch hier war es auf einmal vorbei. Keine Ahnung wodurch - vielleicht ist einfach sein Mündchen gewachsen und es passt nun anatomisch besser zusammen. Er kommt auch besser mit dem MSR zurecht inzwischen und japst und verschluckt sich nicht mehr immer so... Wir stillen inzwischen (bis auf wenige Ausnahmen wo es mal einen oder zwei Tage wieder zwiebelt aber mit Lansinoh gut in den Griff zu kriegen ist) schmerzfrei :D Dass die Schmerzen aufhörten war so ungefähr um die siebte Woche rum. Erst war es mir gar nicth aufgefallen :oops: und dann war ich total erlöst und begeistert und bin überzeugt, dass wir nun doch deutlich länger als 6 Monate stillen werden :wink: 8)

Was mir übrigens geholfen hat, mehr Brust ins Kind zu bekommen (um es mal so auszudrücken) war die assymetrische Anlegetechnik und dann später (nach ein paar Monaten, als "auf die Zunge rollen" nihct mehr sooo wichtig war) einfach hinter der BW anfassend (im "C-Griff") alles bissl Plattdrücken. Es ist halt - gerade bei großer Oberweite - für das Baby fast bissl so, als solle es von einem zu großen Apfel abbeißen - dabei lässt sich ein "Sandwich" so viel leichter in den Mund schieben :wink:

Viel Erfolg Euch - es wird bestimmt besser werden!

Re: Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 03.09.2010, 19:04
von blueberry
huch, "asymmetrisch" mit einem "s" und zwei "m" natürlich :roll: :oops: :wink:

Re: Schnalzen beim Stillen schmerzt und neeervt..

Verfasst: 03.09.2010, 20:39
von katpaje
ich habe jetzt nicht alle antworten gelesen, nur ganz kurz. ich kenne das vom beginn der stillzeit mit meiner tochter. wir waren dann im kh bei einer stillberaterin (die kannte ich halt schon und hatte nen guten draht zu ihr), die uns zum osteopathen schickte. nach dem ersten besuch kam dieses geschnalze nie wieder und das stillen mit ihr wurde richtig entspannt. sie hatte vorher auch immer so viel luft geschluckt und dann natürlich viel geweint...
also wenn ihr das eh angedacht habt mit dem osteopathen... ich kanns aus eigener erfahrung nur empfehlen.