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Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 14:02
von Lösche Benutzer 5914
Hallo,
in der Wochenendausgabe ist ein interessantes Interview mit der französischen Frauenrechtlerin Elisabeth Badinter über das Thema "Mütter". Sie spricht in diesem Interview auch dezidiert über das Stillen. Und nennt das Stillen, vorallem die Forderung an Mütter, mindestens 6 Monate zu stillen, antifeministisch und nennt die Flasche ein "Symbol des Feminismus". Ich kann ihr natürlich inhaltlich überhaupt nicht zustimmen, fand es aber interessant zu lesen. Ich denke, dass diese Sichtweise auch evtl. eine Generationenfrage ist, wie das auch die Umfrage, wie lange wir Stillmütter gestillt wurden, deutlich macht.
In diesem Zusammenhang nennt setzt sie sich auch kritisch mit der "Zurück-zur-Natur-Mentalität vieler junger Frauen auseinander, die diese Frauen wieder unterdrücke, weil sie sie in ihrer Freiheit und Unabhängigkeit beschneide: Hebammenbetreuung, Verzicht auf die Pille, Verzicht auf eine PDA unter der Geburt.
Sehr provozierend, zum Teil auch sehr schwache Argumente (der Hausfrauen/Mutter-Job ist für sie pauschal versus Gleichberechtigung der Geschlechter. Das ignoriert natürlich völlig die Tatsache, dass ich als Frau auch das Recht habe - wenn mir die Wahlfreiheit gegeben ist - mich für das Leben als Hausfrau und Mutter zu entscheiden), aber allemal interessant zum Lesen.
Liebe Grüße und viel Freude beim Stillen

Re: Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 14:04
von Lösche Benutzer 5914
P.S.
Und noch ein tolles Zitat: Das Baby sei "der beste Verbündete der männlichen Vorherrschaft"

Re: Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 14:10
von LaLeMi
Ich finde solche Sichtweise - häufig ja von frz. Feministinnen - sehr schwierig. Tw. kann sicher etwas dran sein bzw aus der Generation heraus verständlich. Ich finde mich darin nicht wieder. Meine Mutter war nicht berufstätig, hat uns aber nicht lange gestillt - ich glaube, ich bin unabhängiger und auch "feministischer" als sie

Solche Sicht vergißt, daß sich das ja nicht gegenseitig ausschließt - ich familienbette, ich stille tandem, und trotzdem ging ich ab dem 1. Geb. meiner Großen wieder arbeiten und werde das wohl auch bei der Kleinen wieder tun, denn ich habe eine leitende Position. MEin Mann hat tw. Elternzeit gemacht, und im Familienbett bekuschelt er allabendlich derzeit v.a. die Große

Für mich geht es vielmehr darum, daß Familie nicht nur lästiges Anhängsel und Frauensache ist. Sondern Sache von Beiden.
Was die Geburt betrifft, so hatten wir da ja auch hier schon eine ausführliche Diskussion - war das nicht die Frau, die Gebären als Gewalt beschrieb?
Für mich kann ich sagen, ich hatte einen geplanten KS und eine HG, ich fühlte mich jetzt beim KS nicht wirklich unabhängiger oder freier, im Gegenteil.
Ich kenne allerdings auch in der Tat Familien, Männer, da haben die Männer es schon "genutzt", daß Frau nach der Geburt zuhause blieb, er wurde zum Supermacho und sie - ehemals recht emanzipiert - zum echten "Heimchen am Herd", das am besten auch wg. jedem Euro und jeder Unternehmung fragen muß. Das ist aber dann auch Typsache - so ein Mann bliebe hier nicht lange, ob mit oder ohne Kind

Re: Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 14:10
von Altraia
Auf welche Zeitung beziehst Du Dich denn gerade?
Ich habe gerade das bei den Raben verlinkte Spiegel-Interview mit ihr gelesen...
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,713292,00.html
Ja, ich denke auch, das ist eine Generationenfrage.
Re: Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 14:20
von Lösche Benutzer 5914
Sorry, gar nicht geschrieben

: Wochenendausgabe der Süddeutschen!
Re: Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 15:34
von Lösche Benutzer 1828
ich kann mit der Einstellung dieser Frau nichts anfangen......
ich verstehe auch nicht, was Feminismus mit dem Stillen zu tun hat - es GIBT nun mal Unterschiede zwischen den Geschlechtern, das läßt sich nicht leugnen. Frau stillen nun mal ihre Kinder - und? Sind wird deswegen weniger gleichberechtigt?
Männer haben einen Penis - sind sie deshalb hochwertiger? Oder schlechter gestellt? Für mich eine ähnlich unsinne Fragestellung
Es ist ja nicht das Stillen, das Versorgen des Kindes - es ist das, was die Gesellschaft daraus macht, die die Frauen ausschließt.
Wir hatten hier ja schon mal diese Diskussion bei dem Buch von Azoulay - da ging es ja um GEburt, Schmerzen, Frausein.
Das endete hier recht unschön......
Ich finde, es ist nun mal so, dass Frauen für die Kinder da sind, körperlich gesehen. Das macht sie nicht abhängig, nicht weniger wert, nicht ungleichberechtigt. Aber ich mußte mich ja auch schon mal als frauenfeindlich bezeichnen lassen

Re: Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 15:49
von milkshake
um gottes willen - was hat das eine denn mit dem anderen zutun?

kapier ich überhaupt nicht!
ich bin doch nicht an heim&herd gefesselt nur weil ich stille.
ich persönlich habe zb auch einen viel besseren zugang zu meinem eigenen körper und damit mehr freiheit bekommen -
aufgrund des stillens.

Re: Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 21:10
von Moehrchen
Für mich bedeutet Stillen Unabhängigkeit (insbesondere von meiner Küche). Mein Baby mit der Flasche zu ernähren grenzt für mich an Selbstgeißelung, wenn man es denn freiwillig macht. So etwas wird uns Frauen doch nur von den Männern eingetrichtert die unter Brustneid leiden. Los, jetzt gib dem Baby doch die Flasche! Ich kann es nicht ertragen, dass nur du das Baby im Handumdrehen beruhigen kannst und ich nicht... -Meine feministische Sicht der Dinge.
Re: Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 21:15
von klimaforscherin
Moehrchen hat geschrieben:Für mich bedeutet Stillen Unabhängigkeit (insbesondere von meiner Küche). Mein Baby mit der Flasche zu ernähren grenzt für mich an Selbstgeißelung, wenn man es denn freiwillig macht. So etwas wird uns Frauen doch nur von den Männern eingetrichtert die unter Brustneid leiden. Los, jetzt gib dem Baby doch die Flasche! Ich kann es nicht ertragen, dass nur du das Baby im Handumdrehen beruhigen kannst und ich nicht... -Meine feministische Sicht der Dinge.
"Brustneid"

(Wenn das Freud wüsste)
Re: Stillen -antifeministisch?!
Verfasst: 29.08.2010, 21:49
von Urania
Oh Gott, "lach" haben sie keine andere Probleme?

So was krankes

So was kann ich überhaupt nicht leiden!Ich sehe mich als Frau und Mutter ,als was besonderes,geheimnisvolles,göttliches.Ich bringe Kinder auf die Welt,wundervolle und sehr wichtige Aufgabe.Ich trage Zukunft in mir! Also möchte ich meine Kinder bestens versorgen,das ist mein Fleisch und Blut.Ich finde Männer ,Emanzipation,Antifeminismus hat mit nichts zu tun.Das ist doch krank so zu denken,das man von eigenen Kinder ausgenutzt wird wenn man sie trägt,liebt,stillt!Echt verkehrte Welt.Ich bin mehr Frau psychologisch und physiologisch gesehen als eine die bewusst sich von stillen abwendet und ihr Kind mit ersatzMilch füttert!