rückblickend hat man ja bekanntlich mehr wissen.

ich habe mich definitv zu sehr von anderen beeinflussen lassen - das würde ich bei einem weiteren kind ganz anders machen!
ich habe meine tochter lange versucht zur beikost zu "überreden" - aus unwissen und aufgrund von druck von aussen, vor allem aber weil sie schon immer untergewichtig war - dabei hat sie mir ganz lange ganz deutlich ihre abneigung gegenüber nahrung abseits der muttermilch gezeigt. es artete teils richtig in einem machtkampf aus.

den ich natürlich nie gewinnen konnte.
ich habe versucht ab 7 monaten beikost einzuführen, richtiges interesse am essen begann bei ihr aber erst mit ca. 2 jahren. bis 1,5 jahren stillte sie sehr viel - ab da begann bei mir ein punkt daß es mir phasenweise zuviel wurde. zum glück habe ich dann aber - ab so ca. 1,5 jahren - den essenskampf aufgegeben und sie einfach gelassen. das war unser glück.

heute haben wir ein entspanntes verhältnis zum essen - weil sie essen darf so viel oder wenig wie sie möchte. sie ist zwar noch recht dünn, aber gesund.
ich habe meine tochter mehr oder weniger nach bedarf gestillt bis sie 3,5 jahre alt war. allerdings hatte ich auch die eine oder andere stillkrise. auch bedingt dadurch dass es in unserer gesellschaft eben nicht üblich ist "so lange" zu stillen. mir war es immer etwas "peinlich" draußen zu stillen - aber man muss einfach ein dickes fell entwickeln! ich habe viel durch unsere stillbeziehung gelernt - und habe dadurch auch ein besseres körpergefühl entwickelt.
im endeffekt hat sich meine tochter selbst abgestillt - die stilllust wurde immer weniger und irgendwann war sie dann weg. heute "fummelt" sie als ersatz manchmal an meinem busen rum, aber das ist recht selten. ich habe nicht das gefühl, daß sie länger hätte stillen wollen. insofern bin ich froh, daß ich ihr mehr oder weniger die wahl gelassen habe.
meine tochter hat das stillen sehr gebraucht und geliebt. sie war ein stilljunkie - es war sozusagen ihre erste liebesbeziehung.

zuhause war es für mich kein problem, ausserhalb ab 1,5 jahren aber schon.

ich habe einfach viel zu viel wert auf die meinung der gesellschaft gelegt. dabei sollte es uns müttern völlig egal sein was die anderen denken - sondern einfach unseren weg gehen.
dennoch habe ich das gefühl, daß unser weg auch für meine tochter annehmbar und ok war. auch wenn ich sie anfangs etwas unter druck gesetzt habe (

), habe ich zum glück schnell die kurve gekriegt und ihr still-bedürfnis weiter gestillt.
dir kann ich nur wünschen, dass du die gelassenheit besitzt auf die kommentare von aussen zu pfeifen und einfach deinen weg zu gehen.genieße es solange es dauert - irgendwann stillt sich jedes kind ab.
