Seite 1 von 1
Wiedersprüchliche Gefühle
Verfasst: 19.07.2010, 10:17
von Spatz
Hallo,
meine Kleine ist jetzt 11,5 Monate alt. Ich hatte lange Zeit Probleme damit, zu akzeptieren, das meine Kleine keinen Brei mag. Hab sie bis zum 9. Monat fast voll gestill und damit rumgekaspert. Dann habe ich es akzeptiert, ihr Fingerfood angeboten und siehe da, seit dem probierte sie immer mehr und jetzt sind wir morgens z.B. schon bei einem halben Scheibe Brot mit Käse, Wurst und Obst Die anderen Mahlzeiten sehen ähnlich aus von der Menge.
Das kann ich jetzt aber auch nicht haben. Irgendwie geht mir das zu schnell. Dabei ist es doch eigentlich total toll, das es sich so entwickelt.
Und heute Nacht habe ich fast jede STunde angelegt und gedanklich hätte ich am liebsten direkt abgestillt.
Total wiedersprüchliche Gefühle.
Geht euch das auch so?
Spatz
Re: Wiedersprüchliche Gefühle
Verfasst: 19.07.2010, 11:12
von Doro31
Geht mir genauso

Mein Kleiner fängt jetzt an, etwas mehr zu essen, ist von abstillen aber noch weit entfernt. Trotzdem habe ich gemischte Gefühle, wenn ich sehe, in welchem Tempo er eine Aprikose verputzt und hinterher noch eine Reiswaffel... Einerseits freue ich mich, andererseits betrachte ich es auch mit Wehmut. Ja und nachts - hach, wäre eine Nacht durchschlafen mal wieder schön *träum*
Du siehst, Du bist nicht allein!
Re: Wiedersprüchliche Gefühle
Verfasst: 19.07.2010, 11:31
von ChristineMa
Hatte ähnliche Erfahrungen mit meiner Kleinen:
Sie hat zwar gut gegessen, aber katastrophal schlecht zugenommen. Und die Nächte hab ich mit 14 Monaten nicht mehr durchgehalten. Sie hat stündlich immer ungefähr 1/2 Stunde gestillt und als ich sie dann neben mich gelegt hab, ist sie wieder angekrochen. Wir mussten das Familienbett auflösen und sie zu ihrem großen Bruder umquartieren und siehe da, mittlerweile schläft sie und ICH sogar manchmal durch. Mir ist manchmal sogar vorgekommen, dass mein Busen sie richtig weckt, wenn ich so nahe neben ihr liege...
Alles Gute!
Re: Wiedersprüchliche Gefühle
Verfasst: 19.07.2010, 11:51
von Iris
Diese Widersprüchlichkeit kennen viele Mütter - auch in anderen Situationen. Da bist Du stolz auf dein selbstständiges Kindergarten-, Schul-, Kommunionkind... und andererseits trauerst Du dem Baby hinterher.
Was die Beikost betrifft: Auch noch so ausgiebieges Beikosten steht dem Weiterstillen in keiner Weise entgegen.
Re: Wiedersprüchliche Gefühle
Verfasst: 19.07.2010, 18:06
von iinnaa
Ich kenne das auch. Meine Kleine ist auch knapp 1 Jahr alr, isst schons eit Monaten vom Familientisch mit, aber hat deswegen das Stillen nicht aufgegeben. Sie meldet oft nicht deutlich dass sie stillen möchte, aber wird total knatschig. Wenn ich sie dann frage ob sie stillen möchte dann bekommt sie leuchtende Augen und patscht mir auf die Brust. ICh finde das einerseits sooo süß, andererseits denke ich mir dann nachts beim xten stillen "so gehts nicht mehr weiter". Beim Großen, der sich mit 11 Monaten selbst abgestillt hatte, ging mir das zu schnell, nun ist es auch wieder nicht recht. Aber ich glaube viel ist auch die Umwelt dran schuld - "Wie du stillst noch sooo viel?" "Warum bietest du ihr das Stillen denn so an?" usw.
Ich setze uns gedanklich immer neue Wegpunkte; aktuell sage ich "Mit 1,5 Jahren muss sie deutlich mehr über feste Nahrung zu sich nehmen als durch stillen"

Re: Wiedersprüchliche Gefühle
Verfasst: 20.07.2010, 10:39
von Spatz
Da bin ich ja beruhigt, das es vielen so geht. Dachte schon ich werde bescheuert.
