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Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 09:29
von stupsi76
Hallo.

Habe mich gerade angemeldet, weil wir ein Problem haben.

Die Kleine ist heute 5 Wochen auf der Welt. Von Anfang an hat sie die Brust sehr gut angenommen. Sie hat nach der Geburt 200 Gramm abgenommen und es hat 4 Wochen gedauert bis sie ihr Geburtsgewicht wieder erreicht hatte.

Nun macht sie seit ein paar Tagen jede Windel voll und ich hab im Netz gesucht und bin auf oversupply syndrom gestoßen - irgendwie passt das alles.

Beim stillen ist es so, dass sie sehr hastig anfängt zu trinken und auch kräftig schluckt. Nach spätestens 10 Minuten fängt sie dann an und dreht den Kopf hin und her, lässt die Brust schnippen, schreit sie an, kommt wieder ran und das gleiche Spiel wieder. Wir wechseln dann die Seite und das gleiche Spiel beginnt.

Aber so bekommt sie doch nie im Leben die Hintermilch. Es ist definitiv noch Milch da, die schießt im hohen Bogen.

Ich muss dazu sagen, dass wir ihr auch Pre-Milch füttern - eigentlich aus Angst, dass sie abbaut. Und eben weil ich noch 2 Kinder zu versorgen habe.


Meine Frage wäre was ich tun kann, damit sie an die Hintermilch kommt und die Brust nach diesen 10 Minuten eben nicht verschmäht. Wir stillen bevorzugt in Wiegehaltung, immer wieder aber auch in Fußballerhaltung - aber auch da ist es nicht anders.

Wäre sehr dankbar für Hilfestellungen.

LG
Nadin

Re: Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 10:25
von Monstermama
Ist der Stuhl grün oder normal gefärbt? Sonst wären ja bis zu sieben (oder manche sagen zehn) volle Windeln pro Tag noch normal.

Kann es sein, dass die Kleine mit der Milchmenge überfordert ist? Das, was du beschreibst klingt nämlich 1:1 wie das Stillverhalten eines befreundeten Babys und dort war die Milchmenge auch so groß, dass es der Kleinen nur so entgegenspritzt.
Vielleicht wäre Stillen gegen die Schwerkraft eine Möglichkeit? D.h. du liegst am Rücken und die Kleine auf dir, dann spritzt die Milch nicht so heftig.

Re: Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 10:45
von stupsi76
Hallo.

Also bis gestern wars eher grün, heute gehts eher wieder Richtung grün-gelb.

Ich glaub eher nicht, dass es zu viel Milch ist. Dann würde sie doch mehr zunehmen. Oder nicht?

Ich glaub eher, dass sie mehr oder weniger verzweifelt, weil es ihr zu anstrengend ist.


LG

Re: Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 10:53
von kruemelkekschen
Mein Sohn hatte auch so ein Phase als er 5 Wochen alt war. Ich meine, dass die Babys da einen Schub durchmachen. Bei uns war 1 Woche auch alles anders. Viel Gebrüll, auch an der Brust.

Und an die Hintermilch kann ein Baby doch auch früher als nach 10 Min kommen? Mein Sohn hat nie lange getrunken, also noch nie länger als mal 7 Min als er noch ganz klein war. Mit 5 Wochen hat er höchstens mal 5 Min getrunken. Und ihm hat es gereicht, also denke ich, dass er auch sättigende Milch bekommen hat.

Und die Anzahl der vollen Windeln kann in dem Alter ja auch noch variieren. Wir hatten auch Tage, da war fast jede Windel voll und Zeiten, da war nur alle paar Tage mal was drin.

Und solange Deine Kleine gut gedeiht kommt das Zunehmen doch auch. Ist ist ja keine konstante Zunahme, die kann auch sprunghaft sein. Und so lange sie nicht abnimmt oder über längere Zeit gar nicht zunimmt, ist doch alles im Rahmen.

Re: Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 11:06
von stupsi76
Von dem Schub weiß ich und der wird wohl auch mit ne Rolle spielen. Alles in allem geht es mit Brust anbrüllen jetzt etwa eine Woche so. Von daher müsste es ja bald wieder aufhören, wenn es wirklich mit dem Schub zu tun hat.

Werde sie nachher mal auf die Waage packen, vielleicht beruhigt mich das etwas.

Ich hab keine Ahnung, ab wann die Kleinen an die Hintermilch kommen. Aber wenn du sagst, dass dein Kleiner auch nicht so ein lange-Trinker ist?

Oh Mann, das ist echt alles ziemlich verwirrend.

Aber ich will das stillen nicht aufgeben. Hatte mit den ersten beiden Kindern nie lange stillen können oder zu früh aufgegeben und dieses Mal will ich es der Maus zuliebe durchhalten. Wir haben schmerzhaftes stillen überstanden, wo ich auch kurz vorm aufgeben war. Das ist zum Glück vorbei.

Am Donnerstag haben wir U3 bei nem neuen Kinderarzt, die auch alternativ eingestellt ist. Vielleicht bekommen wir da auch noch Tipps.

Re: Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 12:23
von Nilo
stupsi76 hat geschrieben:
Aber ich will das stillen nicht aufgeben. Hatte mit den ersten beiden Kindern nie lange stillen können oder zu früh aufgegeben und dieses Mal will ich es der Maus zuliebe durchhalten.
Dann lass die Pre weg! Nimm dir Zeit fürs Stillen und stille immer, wenn die Kleine signalisiert, dass sie will. Wo genau in Thüringen wohnst du denn, evt. kann ich dir eine gute Stillberaterin empfehlen.

Liebe Grüße,

Re: Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 12:27
von Iris
Erstmal herzlich willkommen hier und Glückwunsch zum Baby!
Du klingst, als seist Du ziemlich unruhig. Das kann ich auch verstehen, weil Du Dir Sorgen machst. Da ist es natürlich leicht zu sagen: Hey, komm mal runter! - für Dich aber ist das schwer umzusetzen, gell?
Aber was ich lese, deutet für mich darauf hin, dass Dein Baby alles richtig macht. 10 Minuten trinken - das kann vielen Kindern schon reichen. Die Vordermilch-Hintermilch-Sache wird oft überschätzt. Die sog. Vordermilch ist die, die schon vor Einsetzen des Milchspendereflexes noch in der Brust ist. Sobald der MSR einsetzt, fließt die sog. Hintermilch. Das geht bei vielen Frauen sehr schnell.
Du gehörst mit großer Wahrscheinlichkeit dazu, weil Deine Milch nur so herausspritzt, wenn Dein Baby abdockt. Das deutet auf einen starken Milchspendereflex hin. Manche Babys tun sich damit tatsächlich schwer, weil sie mit der vielen Milch, die da auf einmal herausspritzt, nicht zurechtkommen oder weil sie in einem ungünstigen Winkel z. B. direkt in den Rachen spritzt. Hier könnte es helfen, Dein Kind möglichst gegen die Schwerkraft zu stillen, z. B. im Hoppereitersitz (Kind gut gestützt aufrecht auf Deinem Oberschenkel) oder rücklings (du auf dem Rücken oder im Sessel weit zurückgelehnt, Kind auf Dir drauf).
Zur Regulierung der Milchmenge hilft es über mehrere Stunden (dann aber durchaus oft in dieser Zeitspanne) immer dieselbe Brust anzubieten. Damit ist auch gewährleistet, dass das Kind an die Hintermilch kommt (wobei ich da bei Euch auch jetzt keine Zweifel habe).
Warum fütterst Du zu? Wegen der langen Spanne bis zum Wiedererreichen des Ausgangsgewichts?
Am besten postest Du hier mal die Gewichtsdaten Deines Kindes.
Allerdings ist das Stillforum dieses Wochenende nur spärlich besetzt. Falls Du hier keine schnelle Auskunft mehr bekommst, kannst Du Dich auch telefonisch oder per E-Mail an Stillberaterinnen der LLL oder AFS wenden. Trau Dich, dort anzurufen, dafür sind sie da!

Re: Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 12:30
von aqua
Hmm, ich bin zwar keine Fachfrau aber auch eine 3-fach-Mama. Vielleicht hilft dir meine Erfahrung ?
Alle meine Kinder haben ausnahmslos nie länger also 10min getrunken und immer nur an einer Brust und trotzdem haben sie jeweils rasend schnell zugenommen anfangs.
Dies zeigte mir, dass sie alle sogenannte Hintermilch getrunken haben. Meine Jüngste hatte übrigens nie gelben Stuhl, nach dem Mekonium kams immer grünlich. Ich denke, dies ist von Kind zu Kind verschieden.

Re: Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 12:43
von stupsi76
Vielen Dank für die Antworten.

Ich finds wirklich toll und es beruhigt mich doch etwas.

@Iris:
Ja, ich bin ziemlich unruhig. Und genau das ist ja wieder kontraproduktiv. Aber hier ist auch immer so viel Gewusel und Trubel, da komm ich nicht wirklich zur Ruhe - nur vormittags, wenn alle außer Haus sind. Bei der Geburt hatte sie 3790 Gramm, dann abgenommen bis auf 3500 Gramm und nach 4 Wochen und 3 Tagen hatte sie dann 3850 Gramm. Die detaillierten Daten find ich grad nicht.

@Nilo:
Ich wohn in Erfurt. Hatte schon selber auf den Seiten von afs und lll gesucht, aber hier keine vor Ort gefunden.

Re: Probleme einer Dreifachmama.

Verfasst: 23.04.2010, 12:49
von stupsi76
Mit dem schießen nach dem stillen meinte ich, dass die Milch in hohem Bogen spritzt wenn man drückt, also nicht von selbst.