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wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 12.04.2010, 11:35
von Hummelchen
Hallo,
ich hab mal ne Frage... Ständig hör ich von verschiedenen Frauen, das sie nicht stillen können, weil sie nicht genug Milch hätten. Gibt es das, dass man zwar milch hat, aber der körper wirklich nicht genug milch produzieren kann damit das baby auch satt wird. oder liegt das problem eher an der anlegetechnik? und das die frauen nicht die richtige unterstützung und beratung bekommen?
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 12.04.2010, 12:05
von Nudelsuppe
In den vielen Fällen ist es denk ich mangelnde oder falsche Beratung.
Sehr hilfreich für eine ausreichende Milchmenge ist das Stillen nach Bedarf, so signalisiert das Kind (durch das Saugen) der Bust die Nachfrage und die Brust stellt sich darauf ein das Angebot herzustellen. Wenn man nach Bedarf stillt ist man da schon sehr gut gewapnet.
Korrektes Anlegen und Saugen ist auch sehr wichtig, so dass der Brust quasi mit der richtigen (Saug)Technik der Bedarf auch signalisiert wird und die Brust nicht wund wird.
Es gibt sehr wenige Fälle (wenn ich mich richtig erinnere zwischen 1 und 3%) Frauen die zu wenig Brustdrüsengewebe haben und demnach nicht voll stillen können.
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 12.04.2010, 12:34
von mayra
Eindeutig falsche Beratung! Am WE haben wir Freunde besucht, Baby 5 Monate alt. Sie hat 3 Monate voll gestillt, danach "reichte die Milch nicht mehr" (schlechte Zunahme, Aussage der Hebamme). Sie begann abzupumpen und gleichzeitig zustätzlich Flasche zu geben. So macht sie es immer noch 2/3 Mumi, 1/3 Pre bzw. seit einer Woche Karotten.
Wenn man das nur so hört, dann denkt man, ok, kann schon sein, sie hatte zu wenig Milch... ich WEISS aber, dass der Kleine mit ca. 6 Wochen anfing, nachts ca. 6 Stunden und länger am Stück zu schlafen.
Um weiter vollstillen zu "können" mit genügend Zunahme, hätte man ihr dann besser geraten, ihn nachts zu wecken, anstatt ihr zu sagen, freu dich, er schläft durch, du hast nur zu wenig Milch, gib ihm ne Flasche!!!

Dann hätte sich das Problem sicher innerhalb kürzester Zeit gegeben!!
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 12.04.2010, 15:54
von JaneRizzoli
deutschland ist eben noch nicht wirklich stillfreundlich und die beratung miserabel! ich hab auch schon oft den spruch gehört, dass man keine milch mehr hatte und zufüttern musste. und gerade damit macht man sich das ganze noch mehr kaputt! denn nachfrage regelt das angebot.
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 12.04.2010, 19:18
von mel1003
Aber es gibt auch einige Frauen wo es doch nachgewiesen sein soll das ihnen diese bestimmt Hormon fehlen soll...oder nicht ?
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 12.04.2010, 20:22
von 2-fachMama
Hallo,
also ich kenne eine Dame, die hatte tatsächlich zu wenig Milch. Die hatte angelegt wie eine Wilde und das sehr sehr oft und trotzdem bekam sie nur ein paar Tropfen Milch zusammen. Demnach ist es wohl tatsächlich in sehr seltenen Fällen möglich zu wenig Milch zu haben. Aber meistens ist es schlechte Betreuung und Ammenmärchen aus der älteren Generation, die zu solchen Schlüssen führen.
Liebe Grüße
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 12.04.2010, 20:35
von mayra
Nicole1980 hat geschrieben:Es gibt sehr wenige Fälle (wenn ich mich richtig erinnere zwischen 1 und 3%) Frauen die zu wenig Brustdrüsengewebe haben und demnach nicht voll stillen können.
Soweit ich informiert bin, ist es genau so. Und 1-3% ist sehr wenig, das sind sicher nicht immer die, die von sich sagen, dass sie zu wenig Milch haben

Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 12.04.2010, 20:49
von lejaki
Meine Schwester hatte auch arge Probleme mit ihrer Milchmenge (hat aber trotzdem weiter gestillt). Sie hatte auch andauernd ihren Sohn an der Brust. bei ihr lag es aber EINDEUTIG an zuviel Streß (kaum Schlaf, Partnerprobleme etc.). Das sagt sie aber auch selber so, daß es am Streß lag mit der Milch. Sie hat sich in Krisenzeiten einfach übernommen.
Habe irgendwo mal gelesen, daß das Adrenalin, welches durch Streß gebildet wird, irgendwie einen negativen Einfluß auf die Milchmenge haben kann

Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 12.04.2010, 22:53
von carrymeclose
Ich kenne in meinem Bekanntenkreis auch so viele Mütter, die alle ab 4 Monaten spätestens auf Pre-Milch umgestiegen sind, weil sie glaubten, ihre Milch reiche nicht mehr. Die haben aber teilweise auch falsche Erwartungen an das Durchschlafen.
In meiner Stillbibel sind folgende 'falsche' Anzeichen von zu wenig Milch aufgelistet:
- Baby stillt ständig
- Baby still kürzer auf einmal (aber effektiver)
- das eigene Baby stillt öfter, wiegt weniger, wacht öfter etc auf als das BAby der Freundin..
- Baby weint viel (kann an so viel anderem liegen)
- Brüste fühlen sich nicht mehr so voll an wie am Anfang
- Milcheinschuss kann nicht mehr gespürt werden
Persönlich denke ich, dass viele Mütter Ihre Kinde nicht körperlich nah genug bei sich haben. Im eigenen Bett, im eigenen Zimmer, kaum getragen...Körperkontakt fördert das Prolaktin, was die Milch produziert. Und zuviel Stress (und Sorgen um irgendwelche Schlafrhythem) helfen auch nicht gerade.
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 13.04.2010, 08:48
von Hummelchen
ja den eindruck hatte ich auch, grad im meinem umfeld ist das bei den betreffenden müttern so. die kinder schlafen im eigenen bett, schon sehr früh durchgeschlafen, und die mütter freuen sich das die kinder nur alle 4stunden kommen(und das schon mit 6wochen). und finden es total extrem das meine kleine so lange alle 2h trinken wollte und das ich sie jetzt immer noch nach bedarf stille. und getragen wird auch gar nicht. ja und nen schnuller haben auch alle und werden auch häufig mal vom papa mit der flasche gefüttert.