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Umfrage: Stress im Alltag und der Umgang damit?
Verfasst: 15.03.2010, 20:40
von monschy81
hallo ihr lieben,
in Vorbereitung auf ein stillgruppenthema brauche ich mal euren Input- und zwar möchte ich mal ideen ud geschichten sammeln zu dem Thema wenns mal alle szuviel wird- jeder kennt das sicher- der moment in dem man am liebsten gehen würde und in sich wut und stress spürt
Ich würde gern wissen wann ihr schonmal in solch einer situation wart, was musste zusammenkommen was denkt ihr selber war daran beteiligt das man sich so dermassen gestresst gefühlt hat? Was macht ihr nach so einen Erlebnis anders?Welche Rolle spielt das Stillen dabei?Wie besprecht ihr so eine Situation mit den Kindern?
Wie kann "Mama" Kraft tanken im 24h rundumdieuhr für die Kinder daseins Alltag?Was gibt euch speziell die Kraft?Wann nehmt ihr euch Auszeiten, ab wann habt ihr euch diese genommen, wieder genommen?
was sind eure ganz speziellen deeskaltationsstrategien?
Was würdet ihr anderen Müttern / Schwangeren Raten wenn sie euch um Rat fragen würden?
Ich danke schonmal für all den Input
lg Momo
Re: Umfrage: Stress im Alltag und der Umgang damit?
Verfasst: 18.03.2010, 12:30
von Nusserl
ich fand den alltag mit kind ziemlich stressig am anfang. und auch ziemlich eintönig, wenn man den ganzen tag zuhause mit baby sitzt. am abend habe ich immer gg zugetextet.
als die kleine mit 3 monaten einen wachtumsschub hatte, wollte sie fast pausenlos stillen. in der zeit hat es mir geholfen, den haushalt wirklich liegen zu lassen. habe oft nach dem abendessen erst das frühstücksgeschirr verräumt. und wenns ganz schlimm war habe ich mich auf die couch gelegt, brust frei gemacht und dvd in den dvd player. dann sind wir 3-4 stunden einfach nur rumgelegen, die kleine hat abwechselnd gestillt und geschlafen, ich habe dvd geschaut und geschlafen. danahc hatte ich dann wieder die kraft irgendwohin raus zu gehen und die kleine ist mir auch ausgeglichener vorgekommen nach soviel mamas haut spüren.
habe auch schnell gemerkt, dass alles viel easier ist, wenn ich mehrere stunden pro tag trage. ersten war das baby ausgelichener und zweitens konnte ich mal auch mein "ding" durchziehen. der kleinen war es egal, ob wir zuhause, im park oder beim shoppen waren. hauptsache gnaz viel mama spüren und ganz oft stillen. mit der zeit habe ich meine hemmungen über bord geworfen und auch in der umkleide von kleidergeschäften, in der strassenbahn, mitten im park, im zug,... gestillt. einfach diskret das tragetuch über die schulter gelegt und kind angedockt.
mit umgebundem kind habe ich es dann auch endlich wieder mal geschafft regelmässig geschirrspüler ein/aus räumen, kochen, essen einkaufen, blumen giessen, staubsaugen, usw.
und ich habe mir mindestens 2-3 mal die woche was mit anderen müttern ausgemacht. dort konnte ich endlich wieder mit erwachsenen reden

manchmal auch nicht nur über kinder.
Re: Umfrage: Stress im Alltag und der Umgang damit?
Verfasst: 18.03.2010, 20:58
von Lösche Benutzer 2178
Zwei ganz gegensätzliche Sachen helfen mir:
- aus der Situation kurz rausgehen, um die erste Wut weggehen zu lassen, ohne dass sie beim Kind landet
- bei Bockigkeit / Trotz / "nein, will ich nicht!!!" hilft es oft, dass bockige Kind ganz fest in den Arm zu nehmen (statt es gegen die Wand zu werfen, was man eigentlich lieber täte

). Meist verliert sie dann sofort ihre Abwehr, weint, lässt sich trösten, und dann geht auf einmal, was ich wollte
Re: Umfrage: Stress im Alltag und der Umgang damit?
Verfasst: 23.03.2010, 09:09
von TrageBell
- aus dier Situation kurz rausgehen kann ich nur bestätigen
- 4-5 mal BEWUSST tief durchatmen und sich klar machen, dass man selbst die Kontrolle über sich hat
- versuchen, die Situation "von außen" zu betrachten - einfach mal versuchen, neutral zu bleiben
- an sich selbst als Kind denken- und sich bewusst machen, dass man so sicher nicht den Erinnerungen des Kindes erscheinen möchte
- Tragen
- auf Machtkämpfe verzichten, sondern Kompromisse suchen
- ab und zu das kind auch mal aus den Händen geben (Partner/Großeltern/Tagesmutter...)
- und was für sich tun - Sport & Entspannung hilft da sehr! (Nordic Walking mit Kind ist auch was Tolles)
- sich ein paar gleichgesinnte Mütter suchen (krabbelgruppe/Stillgruppe) und einen "Frauenabend" in einer Kneipe veranstalten, oder mal ins Kino gehen. Im Gespräch merkt man oft, dass andere Mütter manchmal noch schlimmere Situationen erdulden müssen...darum:
- die kurze Babyzeit schätzen lernen, denn sie ist sooo schnell rum!
Liebe Grüße
Isabell