Bin ich richtig?
Verfasst: 23.02.2010, 09:04
Hallo!
Ist das, was ich mit dem Abhalten tue, bzw. versuche, richtig, frage ich mich zur Zeit.
Ich liege ständig falsch und J. wehrt sich meistens.
Unsere Situation ist:
J. ist 9,5 Monate alt, zahnt gerade, entdeckt gerade selber die Welt.
Abhaltesituation:
J. wird seit dem sie 6,5-7 Monate alt ist abgehalten. Vorher habe ich es nicht gewusst. Nachts seit sie 8 Monate alt ist. Sie wird gewickelt, öfter ohne Windel, das was daneben geht, ist mir egal, nehme ich in Kauf, denn ich bin ja glücklich, dass sie unten ohne sein kann.
Abgehalten wird sie nach dem Schlafen (sicher), nach dem Spaziergang (zumindest morgens sicher, sonst auch oft), zwischendurch, wenn ich mal meine (meistens liege ich daneben) und nachts. Okay, bis jetzt hat es nachts immer am besten geklappt, aber jetzt mag sie das nicht mehr und kämpft dagegen an. Sie wird nachts gewickelt, habe es auch schon ohne probiert, da ging dann aber unangekündigt was daneben. Auf dem Schaffell bleibt sie nicht sicher liegen. Ich weiß, dass sie nachts gerne beim Stillen pinkelt, aber danach muss ich sie wickeln. Ich habe schon mal versucht, ihr was zwischen die Beine zu klemmen.
Vorher konnte ich sie nachts gut abhalten, das klappt jetzt nicht mehr, sie wird richtig sauer.
Okay, warum mir das wichtig ist:
Mir tut es leid, wenn sie in die Windel machen muss und ich es eh weiß, dass sie jetzt macht. Wenn ich es weiß, soll sie bitte nicht im nassen liegen. Ich finde das wieder in den Schlaf stillen viel angenehmer, wenn sie bereits gemacht hat, als dieses unruhige nuckeln vorher.
Ich möchte, dass sie ihr Bewusstsein nicht verliert und es soll nicht normal sein, nachts in die Windel zu pinkeln.
Gut. Da wir in einem alten zugigen Haus wohnen, wo es in Bodenhöhe sehr zieht, konnte ich sie bis jetzt nackig nicht gut beobachten. Vielleicht war diese pi mal Daumen Sache mit dem Abhalten auch okay für mich. Ich dachte mir halt, wenn es wärmer wird, J. unten ohne sein kann, kann ich herausfinden, was sie zum pieseln wirklich für ein Zeichen oder Laut macht. Gestern habe ich gesehen, dass sich ihr Blick veränderte, konzentrierend, dass heißt, sie hat auf jeden Fall Bewusstsein dafür.
Das Problem ist jetzt, dass es sich von meiner Seite grenzüberschreitend anfühlt. Ich bin sehr darauf bedacht, dass ich an meiner Tochter entlang orientiert agiere. Ich möchte sie in ihrer Person und ihren Bedürfnissen wahrnehmen.
DAS aber widerspricht meinem ständigen Abhalten eines Kindes, dass es nicht will oder nicht muss, wobei ich es meistens als Angebot anbiete, aber auch machmal falsch sicher bin.
Meine Befürchtung ist, dass es sich in ihr negativ auswirkt, sei auf ihre spätere "Sauberkeitserziehung" oder in ihrem Wesen. Dass sie sagt, ich will das nicht, ich will das nicht! und ich mach es doch. Probiere immer wieder...
Innerlich bereue ich gerade, dass ich es nicht früher angefangen habe, zumal es Sommer wahr und ich sie ständig getragen und bei mir hatte. Es wäre ideal gewesen.
Ich fluche darüber, dass ich in einem Teil der Welt aufwachse, wo ich das Gefühl habe, ich kann es meinem Kind nicht antun, es abzuhalten und ich überlege sie nur noch mit Windeln zu lassen. Obwohl ich schon vom anderen überzeugt bin.
Dass meine Intuition so verwirrt, verkopft oder sonst was ist, dass sie nicht auf die Ausscheidung meiner Tochter hin funktioniert.
Dass ich nicht durch die direkte Erfahrung meiner Vorfahren lernen kann...
Eine direkte Frage habe ich gerade nicht, wollte es jemandem erzählen, in der Hoffnung eine Einschätzung unserer Situation zu erhalten. Sie kann auch heißen, lass es besser sein, ist nichts für euch.
Okay, doch.
Wie macht ihr das nachts bei einem Abhaltestreik?
Wie macht ihr das mit dem Stillen und Abhalten?
Vielen Dank, für eventuelle Antworten!
sarah
Ist das, was ich mit dem Abhalten tue, bzw. versuche, richtig, frage ich mich zur Zeit.
Ich liege ständig falsch und J. wehrt sich meistens.
Unsere Situation ist:
J. ist 9,5 Monate alt, zahnt gerade, entdeckt gerade selber die Welt.
Abhaltesituation:
J. wird seit dem sie 6,5-7 Monate alt ist abgehalten. Vorher habe ich es nicht gewusst. Nachts seit sie 8 Monate alt ist. Sie wird gewickelt, öfter ohne Windel, das was daneben geht, ist mir egal, nehme ich in Kauf, denn ich bin ja glücklich, dass sie unten ohne sein kann.
Abgehalten wird sie nach dem Schlafen (sicher), nach dem Spaziergang (zumindest morgens sicher, sonst auch oft), zwischendurch, wenn ich mal meine (meistens liege ich daneben) und nachts. Okay, bis jetzt hat es nachts immer am besten geklappt, aber jetzt mag sie das nicht mehr und kämpft dagegen an. Sie wird nachts gewickelt, habe es auch schon ohne probiert, da ging dann aber unangekündigt was daneben. Auf dem Schaffell bleibt sie nicht sicher liegen. Ich weiß, dass sie nachts gerne beim Stillen pinkelt, aber danach muss ich sie wickeln. Ich habe schon mal versucht, ihr was zwischen die Beine zu klemmen.
Vorher konnte ich sie nachts gut abhalten, das klappt jetzt nicht mehr, sie wird richtig sauer.
Okay, warum mir das wichtig ist:
Mir tut es leid, wenn sie in die Windel machen muss und ich es eh weiß, dass sie jetzt macht. Wenn ich es weiß, soll sie bitte nicht im nassen liegen. Ich finde das wieder in den Schlaf stillen viel angenehmer, wenn sie bereits gemacht hat, als dieses unruhige nuckeln vorher.
Ich möchte, dass sie ihr Bewusstsein nicht verliert und es soll nicht normal sein, nachts in die Windel zu pinkeln.
Gut. Da wir in einem alten zugigen Haus wohnen, wo es in Bodenhöhe sehr zieht, konnte ich sie bis jetzt nackig nicht gut beobachten. Vielleicht war diese pi mal Daumen Sache mit dem Abhalten auch okay für mich. Ich dachte mir halt, wenn es wärmer wird, J. unten ohne sein kann, kann ich herausfinden, was sie zum pieseln wirklich für ein Zeichen oder Laut macht. Gestern habe ich gesehen, dass sich ihr Blick veränderte, konzentrierend, dass heißt, sie hat auf jeden Fall Bewusstsein dafür.
Das Problem ist jetzt, dass es sich von meiner Seite grenzüberschreitend anfühlt. Ich bin sehr darauf bedacht, dass ich an meiner Tochter entlang orientiert agiere. Ich möchte sie in ihrer Person und ihren Bedürfnissen wahrnehmen.
DAS aber widerspricht meinem ständigen Abhalten eines Kindes, dass es nicht will oder nicht muss, wobei ich es meistens als Angebot anbiete, aber auch machmal falsch sicher bin.
Meine Befürchtung ist, dass es sich in ihr negativ auswirkt, sei auf ihre spätere "Sauberkeitserziehung" oder in ihrem Wesen. Dass sie sagt, ich will das nicht, ich will das nicht! und ich mach es doch. Probiere immer wieder...
Innerlich bereue ich gerade, dass ich es nicht früher angefangen habe, zumal es Sommer wahr und ich sie ständig getragen und bei mir hatte. Es wäre ideal gewesen.
Ich fluche darüber, dass ich in einem Teil der Welt aufwachse, wo ich das Gefühl habe, ich kann es meinem Kind nicht antun, es abzuhalten und ich überlege sie nur noch mit Windeln zu lassen. Obwohl ich schon vom anderen überzeugt bin.
Dass meine Intuition so verwirrt, verkopft oder sonst was ist, dass sie nicht auf die Ausscheidung meiner Tochter hin funktioniert.
Dass ich nicht durch die direkte Erfahrung meiner Vorfahren lernen kann...
Eine direkte Frage habe ich gerade nicht, wollte es jemandem erzählen, in der Hoffnung eine Einschätzung unserer Situation zu erhalten. Sie kann auch heißen, lass es besser sein, ist nichts für euch.
Okay, doch.
Wie macht ihr das nachts bei einem Abhaltestreik?
Wie macht ihr das mit dem Stillen und Abhalten?
Vielen Dank, für eventuelle Antworten!
sarah