Hallo Erika
Ich kann Dir die Tessiner Alpen empfehlen. Da gibt es eine Menge Hütten, zum Teil sehr kleine mit nur 4 Plätzen, die sind eigentlich für Jäger, und wenn nicht Jagdsaison ist, kann man da schlafen. Die meisten Hütten haben Decken und eine Küche mit Holzherd, Food muss mitgebracht werden. Da sie nicht unbedingt an den grossen Routen liegen, sind sie nicht gross frequentiert. Wir machen unsere Touren immer so, dass wir diese Hütten berühren. Auf der Tour im letzten Sommern haben wir in 2 von 3 Nächten die Hütte für uns gehabt! Wenn Ihr ins Tessin fahrt, kann ich Euch beraten, ich kenne die Gegend sehr gut.
Hier ein Verzeichnis. Die Gegend ist sehr wild und ursprünglich, wie Du auf den Bildern gesehen hast, und bietet uns Erwachsenen eine Menge an landschaftlichen Schönheiten. Und die Wege sind anspruchsvoll, und man muss doch einige Höhenmeter machen - die Tour, die ich verlinkt habe zum Rifugio Costa vom Sommer 07, das waren auch 1200 Höhenmeter, verteilt auf wenig Kilometer. Aber eben, wir hatten ja viel Zeit und unsere Kinder sind vertraut mit Steigungn, da wir selber eine Hütte haben, zu der man 550 HM aufsteigen muss.
Für Euch ideal wären
diese Bücher. Da gibt es tolle Tipps und es sind allesamt Hütten, wo Familien willkommen sind und die teils Familienzimmer haben. Es sind allerdings bewartete Hütten, das heisst, es kostet mehr und man braucht nur die Marschverpflegung mitzubringen - will heissen, bedeutend weniger Gepäck. Und meist sind se gut frequentiert, man muss sich anmelden.
Wir haben z.B. aus Band 1 die Tour zur Windgällenhütte gemacht - IDEAL, denn bei der Hütte ist eine Schwemmebene, was die Kinder lieben, und hinter der Hütte kann man Kristalle suchen (und findet auch welche!). Und es hat Familienzimmer. Fast alle Hütten in den Führern bieten irgendwas Spezielles. Wir LIEBEN diese Führer, allein schon der tollen Spielvorschläge wegen...
Eine FeWo, die in Frage käme, wäre
diese Alphütte. Sie liegt recht entlegen, aber hat eine Materialseilbahn und man kann von da aus eine Menge kleine Touren machen. Das Tal ist spitze! Du siehst es im Bericht vom Sommer 08, da haben wir in der Schutzhütte zuhinterst im Tal geschlafen (das ist von dem Ferienhaus her etwa 90 Minuten).
Mit den Windeln haben wir es so gemacht, dass wir sie teils mitgenommen haben, teils im Ofen verbrannt, und teils vergraben. Es gibt kompostierbare Windeln (sie verrotten allerdings schlecht, wie wir inzwischen wissen). Kam immer auf die Situation an.
Mt dem Gepäck verhielt es sich so:
Meist machten wir Tagestouren. Mein Mann trug alles Zeug und ich das Kind im TT / Mei Tai / Ergo plus eine Tasche mit Windeln, Crackers, Wasser für das Kind. Für die Übernachtungen meist mit der Kraxe, da mein Mann sonst alles alleine hätte schleppen müssen. Aber eben, wir waren in Selbstversorgerhütten, das heisst einfach sehr viel Proviant... und den Schlafsack für das Kind, da meine beiden sich dauernd abdeckten mit Decken. Und es brauchtmehr Wechselklamotten bei so Kleinen. Jetzt sind meine beiden Mädels grösser und sie kriechen gerne in ihr Seideninlett und die Wolldecken. Und Klamotten zum Wechseln brauchen wir auch kaum mehr und ihr Wasser tragen sie selber.
Ich rate also, wenn Du Dein Kind im Ergo tragen möchtest, dass ihr eher zu bewarteten Hütten tendiert, weil dann die ganzen Fressalien (ausser Picknicks) wegfallen und Dein Mann nicht so viel tragen muss. Oder zu einer Ferienwohnung.
Wie Du auf den Bildern siehst, kommt die Zeit von gemeinsamen Touren schnell. Unsere Grosse hat heute gesagt, sie hätte Heimweh nach dem Tessin und möchte gerne da mal wieder wanderen gehen!

Wir haben gerade überlegt, welche Touren mit ihr schon drinliegen....
Liebe Grüsse
Dorothea