Eigentlich braucht Ihr uns nur bei sehr privaten Problemen, die Ihr nicht hier posten wollt, per PN kontaktieren.

Ich finde es immer wichtig, dass alle von den Antworten aller profitieren - das macht ja gerade ein Forum aus. Ich hab hier selbst sooo viel gelernt.
Liebe Mamajohanna,
herzlich willkommen hier im Forum!
Es tut mir leid, dass Euer Stillstart so blöd gelaufen ist. Nach meiner eigenen Erfahrung ist eine große Brustwarze tatsächlich meist kein Stillhindernis, es sei denn das Kind ist saugschwach. Aber auch dann ist die Saugschwäche selbst das Hindernis, nicht primär die Brustwarze. Aber selbst wenn die Brustwarze am Anfang wirklich zu groß war, müsste sich diese Schwierigkeit bald von selbst auflösen, weil Dein Baby ja gewachsen ist und kräftiger wird.
Dass Dein Kind nicht an die Brust geht, liegt wohl daran, dass das Saugen an der Flasche eine andere Technik erfordert als das Trinken an der Brust. Nicht alle Babys können problemlos beide Techniken anwenden.
Es ist prinzipiell möglich, dass Dein Kind noch an die Brust geht. Allerdings wäre es gut, wenn eine mit Saugverwirrung/-schwäche und Saugtraining erfahrene Stillberaterin vor Ort Dich dabei begleiten würde. Es gibt dazu verschiedene Wege. Manchmal hört man noch den Tipp, einfach ab sofort alle künstlichen Sauger wegzulassen (also auch den Schnuller). Das Füttern müsste dann per Becher, Löffel oder Soft-Cup (ein Fütterungsinstrument - eine Kreuzung aus Flasche, Löffel und Becher

) geschehen. Diesen Weg halte ich aber in Eurem Fall für nicht sehr hilfreich, da Deine Tochter ja noch nie an der Brust war, oder? Sie müsste das Trinken an der Brust erst einmal wieder lernen.
Jungen Babys kann meist mit speziellen Anlegetechniken geholfen werden, korrektes Stillen recht schnell wieder zu lernen. Für schwerere Fälle, z.B. bei sehr starker Saugverwirrung oder bei älteren Babys gibt es das Programm
Umgewöhnung von der Flasche zur Brust - hierbei ist allerdings wirklich die Begleitung durch eine erfahrene Stillberaterin, idealerweise vor Ort, unabdingbar.
Zusätzlich gibt es unterstützende Maßnahmen wie Gesichtsmassagen für das Baby oder Methoden, mit denen die Zunge des Babys hervorgelockt wird. Aber hier sind die Möglichkeiten des Internets begrenzt.