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fragen zum langsamen abstillen

Verfasst: 04.01.2010, 21:54
von xxxxx
hallo zusammen

ich bin ganz neu hier; eine bekannte hat mir dieses forum empfohlen. ich habe nämlich einige fragen zum abstillen und sie meinte, hier könnte mir gut geholfen werden.

es ist so: wir stillen seit etwas mehr als 13 monaten und ich möchte nun langsam abstillen. wirklich langsam, keine eile. weil stillen aber bei uns noch sehr wichtig ist, möchte ich mit dem abstillen früh "einleiten". wir stillen noch rund 5 - 6 x am tag. besonders zentral ist das einschlaf-stillen, ohne stillen schläft die mücke nicht ein. keine chance. ich habe bereits versucht, das stillen durch den schnuller oder die flasche zu ersetzen, aber sie verweigert beides. für mich wird es dann anstrengend, wenn sie lange nicht einschlafen kann und z.b. rund 30 min nuckelt - davon bekomme ich kopfschmerzen. wenn ich ihr die brust dann nicht mehr geben kann, schreit sie zeter und mordio. sie nimmt zur zeit die ganze flüssigkeit übers stillen auf, da sie wenig aus falsche / becher / glas trinken mag. essen tut sie soweit viel, aber natürlich machen die stillmahlzeiten nach wie vor einen grossen teil der nahrung aus.

sie erwacht auch in der nacht noch 2 - 4 x und schläft sozusagen nur via stillen ein. geht meistens schnell, sie trinkt zwei, drei mal, dreht sich um und schläft weiter.

ich habe jeweils versucht, eine stillmahlzeit durch eine "feste" mahlzeit zu ersetzen, aber das hat nicht funktioniert. stillen und einschlafen sind sehr eng verbunden bei uns.

bereits versucht habe, die brust nicht mehr aktiv anzubieten. sie fordert ihre stillmahlzeiten aber konsequent ein.

ich frage mich auch, ob es eine möglichkeit gibt, die nähe des stillen zu ersetzen. und ganz grundsätzlich wie gehe ich das abstillen am besten an?

Re: fragen zum langsamen abstillen

Verfasst: 04.01.2010, 22:13
von fairy84
Als erstes solltest du versuchen vom einschlafstillen wegzukommen. Aber das klappt nur, wenn du das wirklich willst und wird bestimmt nicht ohne Geschrei abgehen. Darum würde ICH das nur machen, wenn ich wirklich keine andere Möglichkeit habe.
ZUm einschlafen kannst du sie in den Arm nehmen und wiegen und singen. So als Beispiel.

Re: fragen zum langsamen abstillen

Verfasst: 05.01.2010, 13:25
von Minchen
Warum denn vom Einschlafstillen wegkommen? Wenn sie damit wirklich einschläft, dann ist es doch die einfachste Methode, sie ins Bett zu bringen, oder seh ich das falsch? :?: :shock: Wenn Dich das stört, dann solltest Du das Einschlafen vielleicht - sofern möglich - mal dem Papa überlassen. Aber das Einschlafstillen würde ich nicht aufgeben, wenn es funktioniert.

Im Alter Deiner Tochter hat mein Sohn auch noch viel gestillt, jetzt auch grad wieder. Mir fällt aber mehr und mehr auf, dass er hin und wieder kein Mamabedürfnis hat und deswegen nuckeln will, sondern dass er schlicht Hunger oder Durst hat. Wenn er zur Zeit kommt, dann schaue ich halt genau hin, biete ihm manchmal einfach etwas anderes an und wenn er es nimmt, ist gut, wenn nicht, wird er eben gestillt.

Aber mal ne ganz andere Frage: warum willst Du überhaupt abstillen?!

Re: fragen zum langsamen abstillen

Verfasst: 05.01.2010, 14:28
von Iris
Die langsamste Methode ist es, darauf zu warten, dass es von selbst weniger wird und irgendwann zu Ende ist. :wink: Wenn Du "nur" nach Abstillmethoden suchst, weil Du meinst, jetzt aktiv eingreifen zu müssen, damit das Abstillen in einer unbestimmten Zukunft leichter ist, dann brauchst Du nichts zu tun. Denn Deine Mücke wird wirklich ganz von selbst immer weniger stillen wollen. Es wird immer wieder Phasen geben, wo sie ganz viel stillen will (z. B. wenn sie zahnt oder krank ist) und Phasen, in denen Du - vielleicht sogar mit Wehmut - befürchtest, dass es bald vorbei ist (genau so lange, bis der nächste Infekt oder Zahn kommt... :wink: ).
Wenn Du aber jetzt schon ein dringendes Bedürfnis nach Veränderung hast, dann setze da an, wo Dich das Stillen am meisten belastet oder nervt.
Wenn es das Einschlafstillen ist, dann überleg, warum die Mücke sich mit dem Einschlafen so schwer tut. Ist sie vielleicht einfach nicht müde genug? Dann könnte es helfen, das/die Tagschläfchen zu verkürzen oder eben die Mücke abends später hinzulegen. Eine andere Methode wäre, wie schon vorgeschlagen, den Papa öfter das Zubettbringen übernehmen zu lassen, falls möglich.
Das nächtliche Stillen scheint mir bei Euch einfacher zu sein als alles andere - denn wenn sie nach kurzem Nuckeln gleich weiterschläft - wo ist das Problem? Die Alternative könnte stundenlanges Umhertragen sein.
Stillen am Tag lässt sich am besten durch Ablenkung reduzieren - ein Spiel, ein Buch anbieten, viel rausgehen, den Lieblingssessel (in dem so oft gemütlich gestillt wurde) meiden...