Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
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Estel
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Ich habe eine Frage bezüglich einer Aussage meiner Nachsorgehebamme und bitte Euch um ein paar Meinungen.
Unser kleiner Sohn ist heute 5 Tage alt und wird nach Bedarf gestillt. Es klappt soweit alles super, trotz KS hatte ich bereits nach ca. 48 Stunden den Beginn des Milcheinschuss und der kleine trinkt fleißig, ausdauernd und oft.
Bei Ihrem Besuch gestern habe ich mit unserer Nachsorgehebamme auch über das Stillen gesprochen und ich stillte auch gerade, als sie dort war. Soweit war auch alles gut.
Sie schien etwas überrascht, wie viel und wie lange der Kleine schon trinkt. Er hat eine Seite ca. 15-20 Minuten getrunken, danach haben wir gewickelt und die andere Seite nochmal ca. 15-20 Minuten.
Danach zeigte er immer noch Hungerzeichen und die Hebamme meinte dann, ich solle ihm jetzt nicht nochmal die andere Seite geben, sondern den Kleinen mal zum Papa geben, wo er dann auch friedlich ein bis zwei Stunden in der Trage schlief.
Sie meinte, der Kleine würde halt merken, dass ich viel Milch habe und dementsprechend, wenn ich ihn bei mir hab, immer wieder zum Trinken angeregt, weil ich natürlich stark nach Milch rieche.
Jetzt frage ich mich, wie ich das genau einschätzen soll, wann der Kleine tatsächlich vehement clustern will (dann hilft nämlich zum Papa geben überhaupt nicht, haben wir probiert) und wann er wirklich zwar noch einen Nachschlag haben möchte, aber das ganze jetzt nicht so dringend ist. Mache ich etwas "falsch" wenn ich ihm trotzdem einfach immer wieder die Brust anbiete?
Unser kleiner Sohn ist heute 5 Tage alt und wird nach Bedarf gestillt. Es klappt soweit alles super, trotz KS hatte ich bereits nach ca. 48 Stunden den Beginn des Milcheinschuss und der kleine trinkt fleißig, ausdauernd und oft.
Bei Ihrem Besuch gestern habe ich mit unserer Nachsorgehebamme auch über das Stillen gesprochen und ich stillte auch gerade, als sie dort war. Soweit war auch alles gut.
Sie schien etwas überrascht, wie viel und wie lange der Kleine schon trinkt. Er hat eine Seite ca. 15-20 Minuten getrunken, danach haben wir gewickelt und die andere Seite nochmal ca. 15-20 Minuten.
Danach zeigte er immer noch Hungerzeichen und die Hebamme meinte dann, ich solle ihm jetzt nicht nochmal die andere Seite geben, sondern den Kleinen mal zum Papa geben, wo er dann auch friedlich ein bis zwei Stunden in der Trage schlief.
Sie meinte, der Kleine würde halt merken, dass ich viel Milch habe und dementsprechend, wenn ich ihn bei mir hab, immer wieder zum Trinken angeregt, weil ich natürlich stark nach Milch rieche.
Jetzt frage ich mich, wie ich das genau einschätzen soll, wann der Kleine tatsächlich vehement clustern will (dann hilft nämlich zum Papa geben überhaupt nicht, haben wir probiert) und wann er wirklich zwar noch einen Nachschlag haben möchte, aber das ganze jetzt nicht so dringend ist. Mache ich etwas "falsch" wenn ich ihm trotzdem einfach immer wieder die Brust anbiete?
Unser kleiner Schatz: Christopher *27.09.2019
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Leominor
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Erst mal noch herzlichen Glückwunsch zur Geburt!!!
Und nein, du machst garantiert nichts falsch, wenn du die Brust anbietest! Gerade am Anfang ist es so wichtig, dass die Milchbildung gut etabliert wird, da würde ich nie im Leben experimentieren, ob ich ihn irgendwie hinhalten kann, wenn er Hungerzeichen zeigt.
20 Minuten stillen finde ich jetzt im Übrigen auch nicht besonders lang für ein 5 Tage altes Baby.
Die Meinung deiner Hebamme finde ich gelinde gesagt merkwürdig und ich persönlich wäre sehr vorsichtig bei Ratschlägen von ihr, was das Stillen angeht...
Und nein, du machst garantiert nichts falsch, wenn du die Brust anbietest! Gerade am Anfang ist es so wichtig, dass die Milchbildung gut etabliert wird, da würde ich nie im Leben experimentieren, ob ich ihn irgendwie hinhalten kann, wenn er Hungerzeichen zeigt.
20 Minuten stillen finde ich jetzt im Übrigen auch nicht besonders lang für ein 5 Tage altes Baby.
Die Meinung deiner Hebamme finde ich gelinde gesagt merkwürdig und ich persönlich wäre sehr vorsichtig bei Ratschlägen von ihr, was das Stillen angeht...
Leominor mit Tigermädchen (2017) und Bärenjunge (2020)
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OrangerStier
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Für mich klingt das auch nach einer Hebsmme die nicht so viel ahnkng hat vom Stillen. Mein Baby hat zu der Zeit an der Brust gelebt. Und hängt auch heute noch wenn ich sie lasse lange an der Brust. Aber auch bei dem Neugeborenen da hörte ich manchmal den Unterschied ob sie getrunken hat oder nur genuckelt. Lass sie an die Brust so viel es euch gut tut.
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Estel
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Alles klar, danke für eure Antworten. Die Hebamme ist grundsätzlich schon pro Stillen eingestellt. Vielleicht habe ich das auch etwas zu kurz dargestellt.
Wir machen einfach so weiter, wie wir es für richtig halten.
Noch eine Frage, wie macht ihr es nachts mit dem Stillen? Er meldet sich schon oft, ich stille ihn dann auf der Seite liegend, normalerweise dann immer nur eine Seite und wir wechseln dann beim nächsten Mal auf die andere Seite, da ich mich dafür umdrehen muss.
Gibt es eine gute Technik oder einen Trick beide Brüste auf einer Seite anubieten? Meine Brust ist jetzt nicht so riesig (85D) und die Form macht es etwas schwierig die obere Brust in der Seitenlage in die richtige Position zu bringen.
Wir machen einfach so weiter, wie wir es für richtig halten.
Noch eine Frage, wie macht ihr es nachts mit dem Stillen? Er meldet sich schon oft, ich stille ihn dann auf der Seite liegend, normalerweise dann immer nur eine Seite und wir wechseln dann beim nächsten Mal auf die andere Seite, da ich mich dafür umdrehen muss.
Gibt es eine gute Technik oder einen Trick beide Brüste auf einer Seite anubieten? Meine Brust ist jetzt nicht so riesig (85D) und die Form macht es etwas schwierig die obere Brust in der Seitenlage in die richtige Position zu bringen.
Unser kleiner Schatz: Christopher *27.09.2019
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Lösche Benutzer 26585
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Als meiner so klein war, habe ich ihn tatsächlich immer von der einen auf die andere Seite gelegt. Nach ca einem Monat oder so habe ich das dann nicht mehr gemacht und geschafft beide Brüste so anzubieten. Jetzt wechseln mein Mann und ich entsprechend jede Woche ca die Seite, damit es nicht zu einseitig wird 
Vicky mit Mäuserich 01/2019 und dem Löwen 08/2021
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Sisqi
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Herzlichen Glückwunsch!
Ich habe das mit dem beide Brüste auf einer Seite stillen nicht hinbekommen, aber bestimmt hat jemand anderes Tipps dazu.
Ich lege mir das Baby an/auf den Oberkörper und drehe mich dann von einer auf die andere Seite, dass schont die Arme und Handgelenke, wenn die Kinder schwerer werden, und das Baby liegt so auch immer auf einer anderen Kopfseite, Stichwort platter (Hinter-)Kopf.
Ich habe das mit dem beide Brüste auf einer Seite stillen nicht hinbekommen, aber bestimmt hat jemand anderes Tipps dazu.
Ich lege mir das Baby an/auf den Oberkörper und drehe mich dann von einer auf die andere Seite, dass schont die Arme und Handgelenke, wenn die Kinder schwerer werden, und das Baby liegt so auch immer auf einer anderen Kopfseite, Stichwort platter (Hinter-)Kopf.
A 06/13, E 03/16 & P 11/18
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Lösche Benutzer 26425
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Herzlichen Glückwunsch!!
Ich finde da die Aussage Deiner Hebamme auch merkwürdig. Zur Info: Unsere Stillsessions waren anfangs ca. alle 2 Stunden und haben dann so 1-1,25 h gedauert inkl. einmal Wickeln zwischendurch
Zum Thema stillen: Ich gebe auch die "obere" Brust, wobei ich im Halbschlaf sicher öfter die untere anbiete. Daher wechseln wir Kopf- und Fußseite einfach täglich (drehen uns im Bett sozusagen um).
Ich finde da die Aussage Deiner Hebamme auch merkwürdig. Zur Info: Unsere Stillsessions waren anfangs ca. alle 2 Stunden und haben dann so 1-1,25 h gedauert inkl. einmal Wickeln zwischendurch
Zum Thema stillen: Ich gebe auch die "obere" Brust, wobei ich im Halbschlaf sicher öfter die untere anbiete. Daher wechseln wir Kopf- und Fußseite einfach täglich (drehen uns im Bett sozusagen um).
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LittlePolarbear
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Ich musste auch etwas herumprobieren. Letztlich hat es dann gut geklappt, wenn ich den Oberkörper etwas mehr abgekippt habe. Ich lag meist auf der linken Seite. Um die rechte Brust zu geben, habe ich mich also etwas mehr Richtung Bauch eingedreht und den Kopf vom Bären auf meinen linken Arm gelegt, um diesen etwas zu erhöhen. Ich hoffe das ist einigermaßen verständlichEstel hat geschrieben: 02.10.2019, 18:50 Alles klar, danke für eure Antworten. Die Hebamme ist grundsätzlich schon pro Stillen eingestellt. Vielleicht habe ich das auch etwas zu kurz dargestellt.
Wir machen einfach so weiter, wie wir es für richtig halten.
Noch eine Frage, wie macht ihr es nachts mit dem Stillen? Er meldet sich schon oft, ich stille ihn dann auf der Seite liegend, normalerweise dann immer nur eine Seite und wir wechseln dann beim nächsten Mal auf die andere Seite, da ich mich dafür umdrehen muss.
Gibt es eine gute Technik oder einen Trick beide Brüste auf einer Seite anubieten? Meine Brust ist jetzt nicht so riesig (85D) und die Form macht es etwas schwierig die obere Brust in der Seitenlage in die richtige Position zu bringen.
mit dem nicht mehr so kleinen Bär (2018) und dem Minibär (2025) + zwei Bonustöchtern (2008 & 2011)
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königsmadl
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Für die obere Brust mache ich das untere Bein gerade, das obere Winkel ich an. Dadurch knicken ich in der Hüfte mehr ein. Dann einfach die Schulter/Brust Richtung Matratze bzw Babymund.
Klappt aber auch erst bei der Nummer2. Bei dem Großen habe ich noch brav die Seiten gewechselt.
Woran ein Baby jetzt am Geruch die Menge der Milch abschätzen kann wäre jetzt mal interessant zu wissen.
Wenn deine Hebamme aber eher pro Stillen ist kann es auch sein, dass sie dir ein bissl Ruhe verschaffen will. Ist ja nicht immer alles so schwarz/weiß.
Klappt aber auch erst bei der Nummer2. Bei dem Großen habe ich noch brav die Seiten gewechselt.
Woran ein Baby jetzt am Geruch die Menge der Milch abschätzen kann wäre jetzt mal interessant zu wissen.
Wenn deine Hebamme aber eher pro Stillen ist kann es auch sein, dass sie dir ein bissl Ruhe verschaffen will. Ist ja nicht immer alles so schwarz/weiß.
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Leominor
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- Registriert: 22.03.2018, 15:59
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Ich habe es ganz ähnlich gemacht wie LittlePolarBear nur ohne den Kopf auf meinen Arm zu legen (da war das Tigermädchen aber schon etwas älter und musste nicht mehr gestürzt werden, sie konnte sich da schon selbst auf der Seite halten).
Bei einem so kleinen Baby ist es wichtig, dass du verhinderst, dass sein Körper wegrutscht und er mit zur Seite gedrehtem Kopf stillt (das geht nämlich nicht gut und er bekommt dann evtl zu wenig Milch). Du kannst dafür auch ein Handtuch o.ä. zusammenrollen und in seinen Rücken legen um ihn zu stützen. Dann kannst du den Oberkörper vielleicht auch weit genug drehen um beide Brüste auf einer Seite zu geben. Das hat mir eine Stillberaterin gezeigt um bequem im Liegen stillen zu können und gleichzeitig sicher zu stellen, dass sie nicht wegrutscht. Dass man auch beide Brüste auf einer Seite geben kann wusste ich damals aber noch nicht. Das habe ich erst hier im Forum gelernt und finde es total praktisch! Anfangs habe ich auch noch eine Mullwindel genommen um die Brust zu stützen. Vielleicht hilft das bei dir ja auch?!
Und ich wollte deiner Hebamme auch nicht unterstellen, dass sie Contra Stillen ist. Nur heißt es nicht automatisch, dass sich jemand gut mit dem Stillen auskennt nur weil er es gut und wichtig findet. Und Hebammen lernen in ihrer Ausbildung nicht zwangsläufig viel über‘s Stillen... Es gibt natürlich einige die sich gut damit auskennen, viele haben aber auch so gut wie keine Ahnung davon. Aber du kennst ja das Forum hier. Lies dich einfach hier ein bisschen durch und frag bei Bedarf nach, dann ist es auch nicht so wichtig wie gut sich die Hebamme jetzt damit auskennt.
Bei einem so kleinen Baby ist es wichtig, dass du verhinderst, dass sein Körper wegrutscht und er mit zur Seite gedrehtem Kopf stillt (das geht nämlich nicht gut und er bekommt dann evtl zu wenig Milch). Du kannst dafür auch ein Handtuch o.ä. zusammenrollen und in seinen Rücken legen um ihn zu stützen. Dann kannst du den Oberkörper vielleicht auch weit genug drehen um beide Brüste auf einer Seite zu geben. Das hat mir eine Stillberaterin gezeigt um bequem im Liegen stillen zu können und gleichzeitig sicher zu stellen, dass sie nicht wegrutscht. Dass man auch beide Brüste auf einer Seite geben kann wusste ich damals aber noch nicht. Das habe ich erst hier im Forum gelernt und finde es total praktisch! Anfangs habe ich auch noch eine Mullwindel genommen um die Brust zu stützen. Vielleicht hilft das bei dir ja auch?!
Und ich wollte deiner Hebamme auch nicht unterstellen, dass sie Contra Stillen ist. Nur heißt es nicht automatisch, dass sich jemand gut mit dem Stillen auskennt nur weil er es gut und wichtig findet. Und Hebammen lernen in ihrer Ausbildung nicht zwangsläufig viel über‘s Stillen... Es gibt natürlich einige die sich gut damit auskennen, viele haben aber auch so gut wie keine Ahnung davon. Aber du kennst ja das Forum hier. Lies dich einfach hier ein bisschen durch und frag bei Bedarf nach, dann ist es auch nicht so wichtig wie gut sich die Hebamme jetzt damit auskennt.
Leominor mit Tigermädchen (2017) und Bärenjunge (2020)