Seite 10 von 10

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 11.11.2017, 01:45
von toktok
Auch ich habe jetzt nicht alle vorherigen Beiträge gelesen, aber (auch) mir wäre vorrangig wichtig:

- Kenntnis der WHO-Empfehlung sowie der WHO-Hinweise zum Stillen

-> DAS ist für mich ein ganz zentraler Punkt!!
(Es sagte mein Gyn incl. eines etwas abschätzigen Blickes: "Üblicherweise stillt man ja nur ca. ein halbes Jahr. ")

Wenn mein Gyn nicht mal o.g. Empfehlung kennt, bin ich bei allen potentiellen Behandlungen sehr verunsichert, ob eine bestimmte Maßnahme tatsächlich sinnvoll und sicher ist.

Grundsätzlich hätte ich eigentlich schon erwartet, dass ein Gyn über die gynäkologisch relevanten Besonderheiten des (auch längeren) Stillens informiert ist und mich dann auch richtig beraten bzw. behandeln kann. Eben dies muss ich aber anzweifeln, wenn dem Gyn nicht mal bekannt ist, dass eine längere Stillzeit als ein halbes Jahr eigentlich normal ist.
Weiß ein solcher Arzt z. B. wirklich sicher, ob mein aktueller Östrogenmangel (s. mein eigener Beitrag) tatsächlich nach zwei Jahren Stillen pathologisch ist oder vergleicht er meine Werte nun nur mit dem, was für nicht stillende Frauen normal wäre? Dessen kann ich mir nach obiger Aussage nicht sicher sein. Ich hoffe, das ist verständlich erklärt...

Letztendlich kommt wohl also zu Punkt 1 noch dazu:

- Gyn sollten dahingehend geschult sein, bei potentiell stillbedingten Problemen an eine Stillberatung zu verweisen oder diese unterstützend hinzuzuziehen, sofern sie nicht selbst eine spezielle Ausbildung in diesem Bereich haben.

Ich denke, damit wären schon viele Schwierigkeiten und Unsicherheiten behoben.

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 15.11.2017, 20:10
von Kalimera
Gerade aktuell: Milchpumpe auf Rezept auch bei Ü1-Stillkind. Die Kinderärztin gibt keins, weil er die Milch "nicht mehr braucht". Erhaltung der Milchbildung/WHO/Milchstau/Muttermilch statt Wasser bei Stillstreik waren für sie leider keine gültigen Argumente.