Re: Probieren einfordern ja oder nein
Verfasst: 04.10.2015, 14:39
Ich habe das Gefühl, dass es bei allen Threads, die sich mit "Wie macht man es nun in der Erziehung" beschäftigen irgendwann einfach nur um Rechthaberei geht. Es schwingt beim Leben immer soooo viel Mütter-Wettkampf mit!
Wir begegnen unseren Kindern doch alle mit Respekt. Und ich glaube, dass zwischen "Ich möchte, dass mein Kind das probiert" und "Ich lege es hin, aber mein Kind muss es nicht probieren" faktisch kaum ein Unterschied besteht. Ich kann mir niemanden hier aus dem Thread vorstellen, der sein Kind regelrecht zwingt oder nötigt, die Dinge zu probieren. Denn wie sollte das gehen? Mund aufsperren und reinschieben? Das macht doch niemand! Also wird hier faktisch NIEMAND sein Kind ZWINGEN, etwas zu probieren, auch wenn es Ekel davor hat. - Ich glaube, dass das früher rigoroser gehandhabt wurde und ich glaube auch, dass diejenigen, die da eine sehr strenge Erziehung in Sachen Essen erlebt haben, da (zu Recht!) sehr empfindlich reagieren und bei diesem Thema angetriggert sind.
Bei uns zuhause "musste" auch probiert werden, aber ich habe das nie als Nötigung oder gar übergriffig empfungen. Es war halt eine Regel und ich habe auch so manches Mal von dieser Regel profitiert. Ich erinnere mich daran, dass ich mich geweigert habe, Teewurst zu probieren, weil die für mich in eine Kategorie fiel mit Leberwurst, die ich überhaupt nicht mochte. Meine Mama hat dann mit Nachdruck darauf bestanden, dass ich Teewurst probiere, weil sie wusste, dass die trotz ähnlichen Aussehens anders schmeckt und weil sie sich sehr sicher war, dass ich sie mögen würde. Ich mochte sie. Mir wäre sicher manch ein guter Geschmack entgangen, wenn ich als Kind alles das nicht probiert hätte, was mir aus irgendeinem Grund suspekt war. Thunfisch sah für mich ekelhaft aus und entpuppte sich nach der Überwindung, ihn zu probieren, als echter kulinarischer Gewinn. Klar kann Abneigung auch bedeuten, dass ein Schutzmechanismus dahinter steckt, aber in meinem Fall war es einfach manchmal kindliche Dummheit, glaube ich. Ich musste also oft probieren (bei nicht Gefallen dufte ich auch ausspucken und dann nicht wieder probieren) und es hat mir überhaupt nicht geschadet. Ich bin nicht essgestört, esse heute bis auf ganz wenige Ausnahmen, die ich schon als Kind nicht mochte, echt alles und finde, dass man manchmal auch die Kirche im Dorf lassen muss.
Wir begegnen unseren Kindern doch alle mit Respekt. Und ich glaube, dass zwischen "Ich möchte, dass mein Kind das probiert" und "Ich lege es hin, aber mein Kind muss es nicht probieren" faktisch kaum ein Unterschied besteht. Ich kann mir niemanden hier aus dem Thread vorstellen, der sein Kind regelrecht zwingt oder nötigt, die Dinge zu probieren. Denn wie sollte das gehen? Mund aufsperren und reinschieben? Das macht doch niemand! Also wird hier faktisch NIEMAND sein Kind ZWINGEN, etwas zu probieren, auch wenn es Ekel davor hat. - Ich glaube, dass das früher rigoroser gehandhabt wurde und ich glaube auch, dass diejenigen, die da eine sehr strenge Erziehung in Sachen Essen erlebt haben, da (zu Recht!) sehr empfindlich reagieren und bei diesem Thema angetriggert sind.
Bei uns zuhause "musste" auch probiert werden, aber ich habe das nie als Nötigung oder gar übergriffig empfungen. Es war halt eine Regel und ich habe auch so manches Mal von dieser Regel profitiert. Ich erinnere mich daran, dass ich mich geweigert habe, Teewurst zu probieren, weil die für mich in eine Kategorie fiel mit Leberwurst, die ich überhaupt nicht mochte. Meine Mama hat dann mit Nachdruck darauf bestanden, dass ich Teewurst probiere, weil sie wusste, dass die trotz ähnlichen Aussehens anders schmeckt und weil sie sich sehr sicher war, dass ich sie mögen würde. Ich mochte sie. Mir wäre sicher manch ein guter Geschmack entgangen, wenn ich als Kind alles das nicht probiert hätte, was mir aus irgendeinem Grund suspekt war. Thunfisch sah für mich ekelhaft aus und entpuppte sich nach der Überwindung, ihn zu probieren, als echter kulinarischer Gewinn. Klar kann Abneigung auch bedeuten, dass ein Schutzmechanismus dahinter steckt, aber in meinem Fall war es einfach manchmal kindliche Dummheit, glaube ich. Ich musste also oft probieren (bei nicht Gefallen dufte ich auch ausspucken und dann nicht wieder probieren) und es hat mir überhaupt nicht geschadet. Ich bin nicht essgestört, esse heute bis auf ganz wenige Ausnahmen, die ich schon als Kind nicht mochte, echt alles und finde, dass man manchmal auch die Kirche im Dorf lassen muss.