Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl
Verfasst: 04.02.2015, 18:16
Was meinst Du damit? Das hab ich nicht verstanden.Pustemuffin hat geschrieben:Obwohl ich nach gestern Bedenken habe, dass das wieder so aus dem Ruder läuft...
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Was meinst Du damit? Das hab ich nicht verstanden.Pustemuffin hat geschrieben:Obwohl ich nach gestern Bedenken habe, dass das wieder so aus dem Ruder läuft...
Stimmt, das ist mir auch schon aufgefallen. Gestern Mittag hat aber zum Glück auch das Wiegen und Streicheln im TT geholfen. Das Wetter war ziemlich bescheiden... Normalerweise kann ich ihm nichts vormachen, denn auch beim Schuckeln und Wiegen muss ich herumlaufen. Im Sitzen klappt das nicht.Brianna hat geschrieben:Als J in dem Alter war, sind wir Abends nach dem Stillen immer nochmal mit ihm in der Trage spazieren gegangen. Dann ist er immer schnell eingeschlafen. ... Tragen draußen war bei uns viel effektiver.
Danke Dirjellicle hat geschrieben:Pustemuffin, ich lese hier von Anfang an mit und finde es echt toll, wie viele Gedanken du dir machst und dass du dir hier Hilfe suchst... Irgendwie ist das ja auch nicht selbstverständlich alles so zu hinterfragen...
Huch, naja, dann hab ich das wohl ein bisschen falsch verstanden, aber umso besser, wenn Du es nicht als traurig empfindest.jellicle hat geschrieben:Och nö, so traurig empfinde ich das gar nicht, ich ärgere mich etwas darüber, dass ich manchmal dem Räubi in meinen Augen mehr zugemutet habe, als er in seinem natürlichen Dasein (klingt komisch, aber für mich spielt dieses Natürlichsein oder auf das hören, was eben die Natur so vorgibt) hätte leisten können oder jetzt im Nachhinein auch gar nicht sollen, aber im Grunde ist nix Schlimmes dabei passiert und ich gehe davon aus, dass das ein Leben lang so weiter geht, dass man eben auch Fehler macht mit den Kleinen. Wichtig finde ich nur, dass ich das alles hinterfrage und eben auch im Nachhinein mir "Fehler" eingestehe und eventuell daran was ändere (manchmal ist das dann erst beim 2. Kind möglich...)
Den Nuckel haben wir hier auch schon abgeschrieben. Ich zumindest. Mein Mann versuchts ab und an noch damit. Ich gebe lieber den kleinen Finger oder die Brust. Wenn er sich schon in Rage geschrien hat, ist allerdings beides sinnlos.jellicle hat geschrieben:Im Forum war ich leider damals noch nicht, aber irgendwie hat sich das alles auch von alleine geklärt, zum Beispiel der Nuckel: den hat er dann irgendwann für ein paar Wochen genommen und dann so vehement verabscheut und sich gewehrt, da war der dann von alleine Geschichte... Genauso dieses mit 3h Wasserflasche auf 3h strecken... Das war mir dann irgendwann viel zu stressig und kam mir auch nicht sinnvoll vor. Ich habe einfach von alleine gemerkt, dass Stillen nach Bedarf für uns beide so viel stressfreier und schöner ist und der Räubi dann weniger Kummer hat, also blieb ich dabei. Ohne brust einschlafen hat sich mit dem ersten Schnupfen auch erledigt, da ging nur Brust und ich habe auch gar nix anderes versucht, wollte ihm ja ne noch mehr Kummer zum ersten Schnupfen machen. Danach waren dann auch irgendwelche "Ohne-Brust-Einschlaf-Versuche" für immer Geschichte. Bis jetzt und er ist 19 MonateUnd wir lieben das stillen und das einschlafkuschelstillen. Herrlich. Und nachts wird er immer noch oft wach, aber umso älter er wurde, umso bequemer ist das alles. Ich kann sogar entspannt beim stillen auf dem Rücken liegen oder er kuschelt sich in meinen Arm an die Schulter und stillt. Voll bequem und ich mach das alles im Halbschlaf. Wie doof für uns, hätte ich uns diese Zeit genommen...
Das wird einem aber immer suggeriert. Zudem kennt man es ja von sich selbst. Und ich denke, da liegt das Problem: Wir können einfach nicht nachvollziehen, warum ein Baby nicht "einfach schläft". Evolutionsbiologisch gesehen macht es meiner Meinung nach schon Sinn, dass Kinder im TT schlafen, sich aber schlecht ablegen lassen oder gar von alleine irgendwo liegend einschlafen. Das TT suggeriert: "Okay, es wackelt, also bin ich in Sicherheit an jemandes Körper." Liegt das (Steinzeit-)Baby aber einfach allein irgendwo, dann hat wurde es vielleicht vergessen und muss auf sich aufmerksam machen. Also ist das Weinen eine erstmal natürliche Reaktion.jellicle hat geschrieben:Wir mussten Räubi auch immer und monatelang aktiv beim schlafen helfen. Er ist nahezu nie einfach so eingeschlafen. Er lies sich ja auch so gut wie nie ablegen und wenn doch kam es genau 2x vor,dass er dann einfach so eingeschlafen ist. Für mich ist es völlig der Wahnsinn, dass es Babys gibt, die so irgendwo vergnügt rumliegen und wenn sie müde sind, machen sie die Augen zu und schlafen...Pustemuffin hat geschrieben:Wie viel Schlaf wäre denn in seinem Alter "normal"?
Ich denke, so werde ich jetzt auch verfahren, plus Schlafprotokoll (*winke* Frau Mahlzahnjellicle hat geschrieben:Ich habe mich beim Schlafen nach der Uhr gerichtet, ich glaube dass der Großteil seines vielen Schreiens an Übermüdung lag und der Unfähigkeit aus sich heraus in den Schlaf zu finden. Ich glaube, wir waren so bei einem Abstand von 1,5-2h wach sein, danach gab es keine Diskussion, rein ins TT und raus und schlafen oder was dann auch später manchmal klappte: KiWa oder später dann ja auch einschlafstillen im Bett (herrlich!!!). Aber das musste ich vorgeben und da war es mir auch völlig egal, ob gerade Pekip war oder wir beim Kaffee mit Familie saßen, ob gleich Besuch kommt oder geht. Wir waren dann schlafen. Punkt. Wenn ich daran denke, wie ich mich fühle, wenn ich stark übermüdet bin... das wollte ich Räubi nicht antun. Ich habe aber auch vor Kurzem ein Baby kennengelernt, was anscheinend den ganzen Tag durchhält und dabei quietschvergnügt ist. Sie ist jetzt 5 Monate... Also wie viel ein Kind schläft kann man wohl nicht sagen (glaube in Babyjahre steht was von 13-20h oder so) Wir kamen immer auf 13/14 Stunden, als ich protokolliert habe, aber auch nur durch tragen im TT. Ich habe mich da von dem Wohlempfinden meines Kindes leiten lassen und für ihn entschieden, wann Schlafenszeit ist.
Ist bei mir auf jeden Fall genauso!jellicle hat geschrieben:Im Übrigen (ich weiß nicht, was da schief gelaufen ist) habe ich so gut wie keine Zeichen von Räubi erkannt am Anfang. Ich wusste nie, wann er Hunger hat, wann er müde ist, ... Alles, was ich gelesen habe, was so ein hungriges, müdes, ... Baby machen soll, hat er im Großen und Ganzen nicht gemacht oder dann zu spät oder ich habe es nicht erkannt... Sprich: er hat zum 1.Mal gegähnt und dann war er aber auch schon eher übermüdet und es war eigentlich zu spät. Nur vorher war nix zu erkennen... Würde mich eigentlich auch mal noch interessieren, ob das anderen Mamas auch so ging oder ob wir das irgendwie ne gut hinbekommen haben...
Schnuller kann sich sehr nachteilig auf die Saugtechnik auswirken, außerdem sollte Euer Kind sich vornehmlich an der Brust das Saugbedürfnis befriedigen. Du machst das also ganz richtig, dass Du den Schnuller nicht nutzt!Pustemuffin hat geschrieben:Hier noch mal ein Edit nach den Gesprächen am Abend. Mann hat nun vorgeschlagen, dass ich doch öfter nochmal den Schnuller zur Beruhigung versuchen soll, damit mittelfristig nicht immer Brust oder kleiner Finger herhalten müssen. Finde ich persönlich jetzt nicht so spitze.
Du machst das perfekt mit dem Tragen. Ein Kind ist keine Maschine, an der man tagsüber einige Schräubchen bedient, so dass es abends nicht weint oder sonst eine erwünschte Verhaltensweise zeigt. Unruhige Babys in den Abendstunden beobachten wir weltweit, unabhängig von äußeren Umständen. Und das verwächst sich, glaub mir!Pustemuffin hat geschrieben:Nichtsdestotrotz bin ich jetzt mit der Beseitigung der abendlichen Schreisymptomatik beauftragt. *entsetzt guck* Vornehmlich eben durch Etablieren von Ritualen/einem Tagesrhythmus.
Diese Nacht hat er quasi von 21:00 - 09:00 mit diversen Stillpausen geschlafen. Ich sehe ansonsten zu, dass ich ihn maximal 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit "wecke". Er trinkt dann meist im Halbschlaf im Liegen. Einschlafen Abends auf meinem Bauch (so kann er gut pupsen), zum nächsten Stillen lege ich ihn neben mich ins Bett, weitere Stillmahlzeiten dann immer im Liegen. Wenn er dann morgens so knütterig ist, dass er ein bisschen aufwacht (zwischen 4 und 6) Windelwechsel, Wiegen und Stillen in der Wiegehaltung. Danach schläft er (für die Pupserei) nochmal bis gegen 9 auf meinem Bauch.Mondenkind hat geschrieben:Wie lang ist denn Eure Nachtpause, also wie lang ist seine längste Pause MIT wecken?
Dein Wort in Gottes Ohr!Mondenkind hat geschrieben:Du machst das perfekt mit dem Tragen. Ein Kind ist keine Maschine, an der man tagsüber einige Schräubchen bedient, so dass es abends nicht weint oder sonst eine erwünschte Verhaltensweise zeigt. Unruhige Babys in den ABendstunden beobachten wir weltweit, unabhängig von äußeren Umständen. Und das verwächst sich, glaub mir!Pustemuffin hat geschrieben:Nichtsdestotrotz bin ich jetzt mit der Beseitigung der abendlichen Schreisymptomatik beauftragt. *entsetzt guck* Vornehmlich eben durch Etablieren von Ritualen/einem Tagesrhythmus.
Das ist doch super, da würde ich ihn jetzt nicht auch noch fürs Wickeln wecken. Oder verstehe ich Dich jetzt falsch? Sorry, stehe auf dem Schlauch.Pustemuffin hat geschrieben:Diese Nacht hat er quasi von 21:00 - 09:00 mit diversen Stillpausen geschlafen. Ich sehe ansonsten zu, dass ich ihn maximal 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit "wecke". Er trinkt dann meist im Halbschlaf im Liegen. Einschlafen Abends auf meinem Bauch (so kann er gut pupsen), zum nächsten Stillen lege ich ihn neben mich ins Bett, weitere Stillmahlzeiten dann immer im Liegen. Wenn er dann morgens so knütterig ist, dass er ein bisschen aufwacht (zwischen 4 und 6) Windelwechsel, Wiegen und Stillen in der Wiegehaltung. Danach schläft er (für die Pupserei) nochmal bis gegen 9 auf meinem Bauch.
Was macht für EUCH Sinn? Also für Euer Kind, für Dich, für Deinen Mann? Das könnt nur Ihr beurteilen. Ich lebe persönlich mit wenig Zeitrastern, hab ich zumindest mit kleinem Baby (später kommen gewisse Zeitraster ja von allein, Schule und so). Ich würde mein Baby stillen wenn es das möchte, wickeln wenn die Windel voll ist und spielen wenn wir beide dazu Lust haben... Für uns hat das so gepasst. Was für Euch passt, müsst Ihr entscheiden. Habt den Mut, Entscheidungen für Euch zu treffen, wie sie Euch gut tun, nicht weil die Uhr das vorgibt oder irgendein Plan!Pustemuffin hat geschrieben:Wir haben jetzt überlegt, ob ansonsten ein Rhythmus im Sinne von: Windel wechseln, Stillen, Spielen, Schlafen (oder anders kombiniert) Sinn macht, er also verlässliche Abläufe hat? Diese dann eben ohne ein Zeitraster.
Jein.Mondenkind hat geschrieben:Das ist doch super, da würde ich ihn jetzt nicht auch noch fürs Wickeln wecken. Oder verstehe ich Dich jetzt falsch? Sorry, stehe auf dem Schlauch.
Gute Frage.Mondenkind hat geschrieben:Was macht für EUCH Sinn? Also für Euer Kind, für Dich, für Deinen Mann? Das könnt nur Ihr beurteilen. Ich lebe persönlich mit wenig Zeitrastern, hab ich zumindest mit kleinem Baby (später kommen gewisse Zeitraster ja von allein, Schule und so). Ich würde mein Baby stillen wenn es das möchte, wickeln wenn die Windel voll ist und spielen wenn wir beide dazu Lust haben... Für uns hat das so gepasst. Was für Euch passt, müsst Ihr entscheiden. Habt den Mut, Entscheidungen für Euch zu treffen, wie sie Euch gut tun, nicht weil die Uhr das vorgibt oder irgendein Plan!Pustemuffin hat geschrieben:Wir haben jetzt überlegt, ob ansonsten ein Rhythmus im Sinne von: Windel wechseln, Stillen, Spielen, Schlafen (oder anders kombiniert) Sinn macht, er also verlässliche Abläufe hat? Diese dann eben ohne ein Zeitraster.