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Re: klapps auf den popo

Verfasst: 03.04.2013, 11:27
von klimaforscherin
Ich hab's nicht verstanden :oops:

Re: klapps auf den popo

Verfasst: 03.04.2013, 11:47
von kaehde
Was hast Du genau nicht verstanden?

Re: klapps auf den popo

Verfasst: 03.04.2013, 11:58
von klimaforscherin
Entschuldige, ich sollte konkreter sein. :oops:
Also:
(Also NICHT "ach je, jetzt muss ich dich aber leider schnappen, das tut mir so leid, aber es geht ja leider nicht anders." Das überträgt nämlich die Verantwortung für die Gefühle des erwachsenen wieder aufs Kind und das soll ja nicht so sein)
Inwiefern wird die Verantwortung für die Gefühle des Erwachsenen aufs Kind übertragen?

Re: klapps auf den popo

Verfasst: 03.04.2013, 12:21
von zierfisch
Dass der erwachsene sich “schlecht/traurig fühlen muss“, weil das Kind nicht gehorchen wollte.

Re: AW: klapps auf den popo

Verfasst: 05.04.2013, 11:34
von honigtopf2010
Ich will auch noch mal mitsenfen.
Der Post von Kiara zeigt doch eigentlich genau was der vermeintlich harmlose Klapps mit uns gemacht hat. Wir übernehmen die durch unsere Eltern eingeübte Handlung ganz automatisch. Quasi als Reflex. Mir ist es schon passiert, dass ich mein Kind grob am Arm gefasst habe. Ich habe mich sehr über mich selbst erschrocken. Na

Re: AW: klapps auf den popo

Verfasst: 05.04.2013, 11:37
von honigtopf2010
Huch...zu schnell.

Natürlich sind wir körperlich überlegen und setzen dies manchmal ein. Aber die Frage ist doch ob man in dieser Situation den Respekt vor dem Gegenüber behält.

Re: klapps auf den popo

Verfasst: 05.04.2013, 20:13
von sTanja
Ich wollte meine Gedanken dazu auch noch loswerden und mal die Kinder-Perspektive aufgreifen.
Als Erwachsene ist es natürlich so, das ich verstehe, das man nicht immer so reagiert, wie man es gerne möchte. Auch ich schimpfe manchmal und werde laut, und es wird vielleicht auch der Tag kommen, an dem mir die Hand ausrutscht und ich im Affekt meinem Kind eine Ohrfeige gebe, auch wenn ich sehr versuche mich zu beherrschen.
Und ich echt genervt bin, herummüffele, und mein Sohn meckert " Mama nicht schimpfen!", dann entschuldige ich mich natürlich und erkläre, warum ich gerade genervt war, das er aber recht hat und ich nicht schimpfen möchte.
Also: ich bin fürs entschuldigen.
ABER und es ist ein dickes ABER: man darf sich auf Entschuldigungen nicht zu viel einbilden. Natürlich ist eine Entgleisung körperlicher oder sprachlicher Natur mit Entschuldigungen besser als ohne, nur es bleibt trotzdem eine. Entschuldigungen sollten uns nicht zu sehr trösten.
Meine Mutter hat mich sehr selten körperlich verletzt, aber sehr oft mit Worten, und zwar so richtig - ins Detail möchte ich nicht gehen. Und sich dann entschuldigt, manchmal auch mit Tränen, und mir versichert das sie mich liebt. Und ich fragte mich immer wieder, warum sie mich so verletzt, wenn sie mich liebt - ihre Entschuldigungen waren mir nichts mehr wert, sie haben nur ihr geholfen, ihr Gewissen zu erleichtern, aber mir nicht.
Und das möchte ich einfach einmal zu bedenken geben, niemandem zum Vorwurf, aber trotzdem eben aus Sicht einer "Betroffenen eine Anregung zum Nachdenken.

Re: klapps auf den popo

Verfasst: 05.04.2013, 20:45
von Gerbera
Was sollte man denn deiner Meinung nach tun? Also um sowas zu vermeiden.
Wir sind menschen, keine Robotoer - wir ahben gefühle und müssen Enotionen rauslassen.
Das die verletzten bleibt dabei leider nicht aus aber es ist meiner M;einung nach auch eine Vorbereitung aufs Leben.
Es gibt genug Leute die dich in den A*sch treten, ihre Gefühle auf dir abladen und dich ungerecht behandeln. Niemand pudert dir den Hintern - also ist es doch nicht unbedingt ratsam das Kind in einer wattegefüllten Käseglocke aufwachsen zu lassen in der es nur positive Emotionen gibt.

Natürlich kann ich nachvollziehen dass du dich verletzt gefühlt hast, aber dass führt doch als roter faden durchs Leben.

Verstehst du, was ich meine?

Definitiv gibt es Grenzen und die Belastbarkeit und das Verständnis von Kindern ist anders gesteckt als das von Erwachsenen aber man kann und sollte das Kind nicht vor allem schützen das geht m.M.n. nach hinten los.

Re: klapps auf den popo

Verfasst: 05.04.2013, 20:52
von vetmedmama
danke sTanja, für deine sicht!

ich selber denk auch das ich nicht verletze in dem sinne das ich dann schimpfe das mein kind zu doof ist oder so, sondern das ich dann zb sage" nein ich hab dir schon fünf mal gesagt ich les jetzt nix vor, frag es gar kein sechstes mal. die antowrt bleibt nein"

find ich selber jetzt ok.. trotzdem als ich letztens mein sohn fragte wieso er bei oma bleiben wollte war die antwort: weil die weniger schimpft als du. :shock:
ich find nicht das ich viel schimpfe, hab aber meine ma beobachtet und in der tat geht sie häufig anders mit sachen um als ich. ok sie hat nicht den stress die kinder immer um sich zu haben, und dabei haushalt unter einem dach. und vor allem hat sie die kinder nie alleine, denn mein vater ist in rente und immer mit dabei. und sie hat auch nie das baby dabei.
trotzdem versuchich gerade echt an mir zu arbeiten und meinen ton zu ändern.
es scheint echt zu funktionieren, der grosse ist wesentlich hilfreicher und hört viel besser wenn ich viel lobe und wenig mecker. klar kann ich nicht immer aus meiner haut. die nacht zu mittwoch hin hab ich kaum geschlafen und am mittwoch war das baby sehr weinerlich und ich sehr gereizt. und ich habe gemerkt wiesehr das ein teufelskreis ist. wenn ich so mies drauf bin hören die jungs wesentlich schlechter und dadurch bin ich noch mieser drauf. also mehr zuckerbrot und weniger peitsche. :lol:

auch wenn ich meine ma in vieles kritisiere oder vieles anders mache, in der beziehung kann ich echt viel von ihr lernen.
denn so wie sie mit meine kinder umgeht so hab ich sie auch zum grossteil in errinerung von früher.
fröhlich, gedüldig, und liebevoll im umgang.

ich denke das stärkt die kinder und wappnet sie für später.
klar werden sie megative emotionen von uns mitbekommen aber es sollte ein kleiner anteil sein, und nicht der rote faden imho.

Re: klapps auf den popo

Verfasst: 05.04.2013, 21:35
von klimaforscherin
Gerbera, es klingt in meinen Ohren nach psychischer Gewalt, was sTanja widerfahren ist.
Niemand spricht davon, sein Kind in Watte zu packen, aber der Ansatz: "Was uns nicht umbringt, macht uns haerter" gefällt mir nicht.
Eine Entschuldigung nach wiederholten verbalen Verletzungen (ein Kind kann sich verbal kaum wehren, z. B. gegen Sarkasmus) wirkt da nicht.
Respektvoller Umgang sieht anders aus.

Ich hoffe, hier jeden richtig verstanden zu haben. Ich finde es wahnsinnig schwer, die Uebergaenge abzugrenzen.