Da gebe ich dir völlig Recht! So ist das nicht gedacht.Muschelsucherin hat geschrieben:So sehe ich es ja eigentlich auch.Mamika hat geschrieben: Das Erziehungsleitbild im ersten Jahrsiebt ist "Autorität". Gemeint ist dabei keineswegs der den Rohrstock schwingende, strenge Erzieher /Lehrer, sondern jemand, der sich so verhält, dass er nachahmenswert ist. Denn das kleine Kind soll durch Nachahmung lernen, nicht durch Belehrungen.
)
ABER die Erzieherin meines Sohnes empfinde ich halt als so gar nicht nachahmenswert in ihrem Schimpfen und mit ihren Bestrafngsmaßnahmen.
Was lernt mein Sohn denn da?
Dass es ok ist, andere zu demütigen und sich über sie zu erheben.
Und er soll Gehorsam lernen.......bahhhhhhh.
Was erzieht man sich denn da?
Unmündige Ja-Sager!
Waldorfkindergarten-Frust
- Mamika
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Re: Waldorfkindergarten-Frust
Mamika mit großer Tochter (* September 2006) und kleiner Tochter (* April 2010)
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Re: Waldorfkindergarten-Frust
Noch was:
Warum kommen denn jetzt eigentlich lauter "Waldis" (
) und fangen an die Waldorfpädagogik zu verteidigen?
Es geht doch hier um MEINEN Frust, MEINE schlechten Erfahrungen........
Und vieles ist da so, weil es eben waldörflich ist. daran ändern auch irgendwelche Erzieherinen woanders nichts, die sich nicht mehr an die gängigen Regeln halten.
Das sind dann Waldorfkindergärten, die vom ursprünglichen System abweichen.
Warum kommen denn jetzt eigentlich lauter "Waldis" (
Es geht doch hier um MEINEN Frust, MEINE schlechten Erfahrungen........
Und vieles ist da so, weil es eben waldörflich ist. daran ändern auch irgendwelche Erzieherinen woanders nichts, die sich nicht mehr an die gängigen Regeln halten.
Das sind dann Waldorfkindergärten, die vom ursprünglichen System abweichen.
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*Mal ein DANKE einwerfe*
Dickes Dankschön an die Frederöffnerin und die viele Schreiber hier!
Meine Tochter wird im nächsten Monat in einen Waldorfkiga gehen.
Eher aus der Not heraus, das ich in unserer direkten Umgebung einfach keinen geeigneten KiGa finden konnte. In ALLEN Einrichtungen im Umkreis von 10 Autominuten herrschen solche Zustände, wie sie oben in den "Horrorgeschichten" vorkommen.
Eine Eingewöhnung in einem angeblich guten KiGa habe ich daher vor 1 Jahr abgebrochen und uns eine Pause gegönnt. Meine Tochter weinte schon los, wenn sie nur eine Kinderansammlung sah und klammerte sich an mich "Nicht zum KiGa gehen"-
Ich werde meine Antennen sehr sensibel stellen, wenn im nächsten Monat die Eingewöhnung im Waldorf-KiGa startet. Mit der Leiterin hatte ich bereits ein sehr deutliches Gespräch (nach dem ich das hier las, habe ich sie nichmals kontaktiert).
Zum Essen: Es gibt Alternativen, wenn das Kind nicht das angebotene essen mag.
Bestrafung: Gibt es nicht (keinen stillen Stuhl, keine stille Treppe o.ä.)
Ihr Grundtonus: Jedes Kind ist verschieden, jedes Kind entwickelt sich anders zu einer anderen Zeit und braucht individuelle Betreuung.
Soweit die Theorie. Ich hoffe die Praxis sieht ähnlich aus. Im 1. KiGa haben wir bereits die große Kluft zwischen Theorie und Praxis kennen gelernt. Noch einmal sehe ich mir das Elend nicht so lange an.
DANKE also, dass ihr hier so viele nützliche Situationen geschildert habt, auf die ich nun im Detail achten kann!
Meine Tochter wird im nächsten Monat in einen Waldorfkiga gehen.
Eher aus der Not heraus, das ich in unserer direkten Umgebung einfach keinen geeigneten KiGa finden konnte. In ALLEN Einrichtungen im Umkreis von 10 Autominuten herrschen solche Zustände, wie sie oben in den "Horrorgeschichten" vorkommen.
Eine Eingewöhnung in einem angeblich guten KiGa habe ich daher vor 1 Jahr abgebrochen und uns eine Pause gegönnt. Meine Tochter weinte schon los, wenn sie nur eine Kinderansammlung sah und klammerte sich an mich "Nicht zum KiGa gehen"-
Ich werde meine Antennen sehr sensibel stellen, wenn im nächsten Monat die Eingewöhnung im Waldorf-KiGa startet. Mit der Leiterin hatte ich bereits ein sehr deutliches Gespräch (nach dem ich das hier las, habe ich sie nichmals kontaktiert).
Zum Essen: Es gibt Alternativen, wenn das Kind nicht das angebotene essen mag.
Bestrafung: Gibt es nicht (keinen stillen Stuhl, keine stille Treppe o.ä.)
Ihr Grundtonus: Jedes Kind ist verschieden, jedes Kind entwickelt sich anders zu einer anderen Zeit und braucht individuelle Betreuung.
Soweit die Theorie. Ich hoffe die Praxis sieht ähnlich aus. Im 1. KiGa haben wir bereits die große Kluft zwischen Theorie und Praxis kennen gelernt. Noch einmal sehe ich mir das Elend nicht so lange an.
DANKE also, dass ihr hier so viele nützliche Situationen geschildert habt, auf die ich nun im Detail achten kann!
Viele Grüße von
Frau Sandmann
Frau Sandmann
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Lösche Benutzer 3486
Re: Waldorfkindergarten-Frust
hennnamae hat geschrieben: Du kannst dich auch nicht von Erziehung frei sprechen. Allein, dass du existierst, dass du mit deinem Kind interagierst, etc. ist schon Erziehung.
Ich verfolge den Fred echt mit Interesse... Hier will ich kurz nochmal etwas zu sagen. Inzwischen gehen viele Pädagogen davon aus, dass der Erziehungsbegriff als solcher quatsch ist. Alles ist Erziehung - Sozialisation. Auch Juul betont immer wieder, dass man nicht umhin kommt, seine Kinder zu formen, allein dadurch dass man da ist, dass man ist, wie man ist.
Ich kann das leugnen und meinem Kind es verweigern, mich und dadurch auch sich, so kennen zu lernen wie ich, und letztlich dadurch auch stückweit das Kind selbst ist. Ich bezweifle aber, dass das gut ist. Wenn ich meinem Kind kein Halt gebe, sucht es sich den Halt woanders, bei Menschen, Dingen, die es weniger gut mit ihm meinen als ich. Warum sollte ich da meiner Rolle, meiner Meinung nach sogar Verantwortung, nicht gerecht werden.
- Mamika
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Re: Waldorfkindergarten-Frust
Ich fühle mich da einfach mal angesprochen.Muschelsucherin hat geschrieben:Noch was:
Warum kommen denn jetzt eigentlich lauter "Waldis" () und fangen an die Waldorfpädagogik zu verteidigen?
Es geht doch hier um MEINEN Frust, MEINE schlechten Erfahrungen........
Muschelsucherin, dass du gefrustet bist und deinen Sohn sogar abmelden möchtest, tut mir natürlich Leid. Das ist eine blöde Situation.
Mamika mit großer Tochter (* September 2006) und kleiner Tochter (* April 2010)
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Lösche Benutzer 1828
Re: Waldorfkindergarten-Frust
Aber wir kann man ein Kind individuell begleiten, wenn man schon solche Vorgaben wie Lebensjahrsiebte hat?
Wenn ein Kind z.B. mit 5 Jahren schreiben lernen möchte sollte es das dürfen und auch die Möglichkeiten haben. Möchte es das erst mit 8 Jahren tun, ebenso.
Möchte es mit 4 Jahren stricken lernen - bitte. Möchte es nie stricken/weben/nähen - auch total in Ordnung.
Wenn ein Kind z.B. mit 5 Jahren schreiben lernen möchte sollte es das dürfen und auch die Möglichkeiten haben. Möchte es das erst mit 8 Jahren tun, ebenso.
Möchte es mit 4 Jahren stricken lernen - bitte. Möchte es nie stricken/weben/nähen - auch total in Ordnung.
- Mamika
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Waldorfkindergarten-Frust
Naja, die Jahrsiebte sind ja nicht so zu verstehen, dass Punkt 7. Geburtstag alles anders gemacht wird als zuvor...
Es heißt halt grundsätzlich, in der Erziehung eines Kindes bis zum 7. Jahre (eigentlich bis etwa 9 1/2, aber das führt hier zu weit) sei das Prinzip der Nachahmung des die Wirkung des Bildhaften zu beachten. (Im Grunde hat man's damit ja auch schon. Fehlt nur noch die Pflege des Rhythmischen...) Beginnt ein Kind von sich aus, mit 5 Jahren zu lesen und zu schreiben, darf es meiner Meinung nach natürlich nicht daran gehindert werden. Es ist aber etwas anderes, einem Fünfjährigen Kind Zahlen und Buchstaben beizubringen, das nicht danach gefragt hat. Bzw. dem es genug wäre, einfach seinen Namen zu schreiben und andere Worte nachzuschreiben. Ist das verständlich?
Man kann darüber streiten, ob Malen, Werken, Turnen und Stricken oder Schreiben und Rechnen gleich wichtig in der schulischen Laufbahn eines Kindes sind.
Ach, gehört ja eigentlich auch nicht hier hin... Hier geht's ja um den Kindergarten.
Es heißt halt grundsätzlich, in der Erziehung eines Kindes bis zum 7. Jahre (eigentlich bis etwa 9 1/2, aber das führt hier zu weit) sei das Prinzip der Nachahmung des die Wirkung des Bildhaften zu beachten. (Im Grunde hat man's damit ja auch schon. Fehlt nur noch die Pflege des Rhythmischen...) Beginnt ein Kind von sich aus, mit 5 Jahren zu lesen und zu schreiben, darf es meiner Meinung nach natürlich nicht daran gehindert werden. Es ist aber etwas anderes, einem Fünfjährigen Kind Zahlen und Buchstaben beizubringen, das nicht danach gefragt hat. Bzw. dem es genug wäre, einfach seinen Namen zu schreiben und andere Worte nachzuschreiben. Ist das verständlich?
Und möchte es nie etwas mit Zahlen zu tun haben - auch in Ordnung?Möchte es nie stricken/weben/nähen - auch total in Ordnung.
Mamika mit großer Tochter (* September 2006) und kleiner Tochter (* April 2010)
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Lösche Benutzer 1828
Re: Waldorfkindergarten-Frust
Viele schreiben/rechnen ja schon im Kindergarten - zumindest bei uns (Montessori).
Ohne Schreiben udn Lesen kommt man in unserer Gesellschaft nicht weit, das ist ja auch eine Kulturtechnik.
Nähen/häkeln usw. mag hilfreich sein - ist aber nicht notwendig. Dann malt das KInd halt oder tut etwas anderes. Irgendwas tut ja eigentlich jedes Kind (bis auf meinen Großen
)
Ohne Schreiben udn Lesen kommt man in unserer Gesellschaft nicht weit, das ist ja auch eine Kulturtechnik.
Nähen/häkeln usw. mag hilfreich sein - ist aber nicht notwendig. Dann malt das KInd halt oder tut etwas anderes. Irgendwas tut ja eigentlich jedes Kind (bis auf meinen Großen
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asujakin
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- Registriert: 25.03.2009, 13:43
Re: Waldorfkindergarten-Frust
Find ich jetzt nicht schlimm wenn man erst später rechnen MAG... mag nur nicht, wenn Kinder lesen WOLLEN aber noch nicht "dürfen" weil sie verbildet werden
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Lösche Benutzer 1828
Re: Waldorfkindergarten-Frust
das meinte ich ja - und so was habe ich schon gehört......letztens erst von einer Mutter mit Waldorf-Kindasujakin hat geschrieben:Find ich jetzt nicht schlimm wenn man erst später rechnen MAG... mag nur nicht, wenn Kinder lesen WOLLEN aber noch nicht "dürfen" weil sie verbildet werden
