Re: Ehec Erreger auf/in rohem Gemüse vermutet
Verfasst: 26.05.2011, 10:43
So, nochmals aus der Praxis:
Gülle auf Gemüse ist kontaproduktiv. Stinkt, das Gemüse wird ungeniesbar, die Pflanzen meistens ruiniert, da die Nährstoffgehalte in der Gülle zu hoch sind und die Pflanzen verbrennen würden. Zusätzlich haben die meisten Gemüsebetriebe keine Tierhaltung. Sie könnten aber Gülle zukaufen- dasist wahr. Nur ist Gülle nicht so billig. Sie kostet genauso wie jeder andere Dünger Geld. Und nachdem das geerntete Zeug von den Feldern leider nicht mehr viel Geld bringt, wird sich jeder Bauer überlegen, wo er die Gülle als Dünger verwendet. Dort wo es was bringt, und nicht auf wachsendes Gemüse, wo er viel ruinieren würde.
Felder können vor der Bepflanzung gegüllt worden sein- das ist richtig und wird auch so gemacht. Es gibt zwar den Begriff der "Kopfdüngung", wo also in einem bestimmten Wachstumsstadium der Pflanze Dünger gegeben wird, aber das erfolgt mit "Kunstdünger" = schnelllöslicher Mineraldünger. Der kann da besser vom Nährstoffgehalt abgestimmt werden. Wenn der Nährstoffgehalt in dem Stadium nicht stimmt, geht die ganze Kopfdüngung schief. Und kostet zusätzlich eine Menge Geld.
Frischer Mist am Karottenfeld führt zu verstärktem Befall mit Möhrenfliegen und bääää Geschmack.
Auf Spinat würde es den Blattlausbefall und den Nitratgehalt steigen lassen.
Natürlich dürfen Biobetriebe Getreide verfüttern. Mengen sind je nach Verband und Tierart begrenzt. Natürlich gibt es auch Gülle von Biobetrieben. Wird aber nicht so gerne gesehen. Gülle hat Auswirkungen auf das Bodenleben. Es zerstört den Langzeithumus. Und gerade der Aufbau des Bodenhumuses ist es, was die meisten Biolandwirte erreichen wollen. Richtig aufgebauter Humus liefert ständig Nährstoffe für die Pflanzen. speichert Wasser und die Artenvielfalt steigert sich enorm. Mehr Käfer ect. Das will man sich durch Gülleeinsatz nicht so leicht zerstören.
Deswegen behaupte ich mal, dass eher die konventionellen Betriebe Gülle einsetzen. Vor allem die großen Schweine und sonstigen Mastbetriebe in Holland produzieren ja Unmengen an Gülle, und die ist sicher nicht bio und wird dann irgendwo ausgebracht.
Dabei könnten die Bakterien natürlich ins Grundwasser gelangt sein und nun ganz woanders auftauchen (Hypothese meinerseits)
Meine kinderessen weiterhin Gemüse, ich achte beim Waschen vermehrt auf ausreichend Wasser.
Gespritzt wir jetzt im Moment- ja was denn? Als Biobetrieb sind wir da nicht so auf dem laufenden. Käfer, Pilze wären jetzt dran. Gegen Bakterien wirkt das Zeug sicher nicht.
lg
Gülle auf Gemüse ist kontaproduktiv. Stinkt, das Gemüse wird ungeniesbar, die Pflanzen meistens ruiniert, da die Nährstoffgehalte in der Gülle zu hoch sind und die Pflanzen verbrennen würden. Zusätzlich haben die meisten Gemüsebetriebe keine Tierhaltung. Sie könnten aber Gülle zukaufen- dasist wahr. Nur ist Gülle nicht so billig. Sie kostet genauso wie jeder andere Dünger Geld. Und nachdem das geerntete Zeug von den Feldern leider nicht mehr viel Geld bringt, wird sich jeder Bauer überlegen, wo er die Gülle als Dünger verwendet. Dort wo es was bringt, und nicht auf wachsendes Gemüse, wo er viel ruinieren würde.
Felder können vor der Bepflanzung gegüllt worden sein- das ist richtig und wird auch so gemacht. Es gibt zwar den Begriff der "Kopfdüngung", wo also in einem bestimmten Wachstumsstadium der Pflanze Dünger gegeben wird, aber das erfolgt mit "Kunstdünger" = schnelllöslicher Mineraldünger. Der kann da besser vom Nährstoffgehalt abgestimmt werden. Wenn der Nährstoffgehalt in dem Stadium nicht stimmt, geht die ganze Kopfdüngung schief. Und kostet zusätzlich eine Menge Geld.
Frischer Mist am Karottenfeld führt zu verstärktem Befall mit Möhrenfliegen und bääää Geschmack.
Auf Spinat würde es den Blattlausbefall und den Nitratgehalt steigen lassen.
Natürlich dürfen Biobetriebe Getreide verfüttern. Mengen sind je nach Verband und Tierart begrenzt. Natürlich gibt es auch Gülle von Biobetrieben. Wird aber nicht so gerne gesehen. Gülle hat Auswirkungen auf das Bodenleben. Es zerstört den Langzeithumus. Und gerade der Aufbau des Bodenhumuses ist es, was die meisten Biolandwirte erreichen wollen. Richtig aufgebauter Humus liefert ständig Nährstoffe für die Pflanzen. speichert Wasser und die Artenvielfalt steigert sich enorm. Mehr Käfer ect. Das will man sich durch Gülleeinsatz nicht so leicht zerstören.
Deswegen behaupte ich mal, dass eher die konventionellen Betriebe Gülle einsetzen. Vor allem die großen Schweine und sonstigen Mastbetriebe in Holland produzieren ja Unmengen an Gülle, und die ist sicher nicht bio und wird dann irgendwo ausgebracht.
Dabei könnten die Bakterien natürlich ins Grundwasser gelangt sein und nun ganz woanders auftauchen (Hypothese meinerseits)
Meine kinderessen weiterhin Gemüse, ich achte beim Waschen vermehrt auf ausreichend Wasser.
Gespritzt wir jetzt im Moment- ja was denn? Als Biobetrieb sind wir da nicht so auf dem laufenden. Käfer, Pilze wären jetzt dran. Gegen Bakterien wirkt das Zeug sicher nicht.
lg