Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

KathaD
Herzlich Willkommen
Beiträge: 11
Registriert: 17.04.2019, 15:51

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von KathaD »

Hallo ihr Lieben,
mein kleiner Sohn ist jetzt fast sechs Monate alt, er wird noch voll gestillt. Momentan ist es hier unendlich heiss, er stillt nach Bedarf bis jetzt hat er heute 16x gestillt. Mal kurz, mal lang. Ich habe seit er auf der Welt ist nie das Gefühl zu wenig milch zu haben, aber heute Abend hat er zum ersten Mal den Eindruck gemacht er will mehr trinken und es kommt nichts mehr. Die Windel sind mässig nass. Fünf pipi und zweimal Stuhlgang war es dann aber doch. Er schwitzt wie ein Weltmeister, insbesondere beim Stillen. Ich versuche viel zu trinken, bin aber eher eine schlechte Trinkerin. Kann ich etwas falsch machen? Kann ich zu wenig trinken und er kriegt dann zu wenig milch? Ich leg ihn beim kleinsten mucks an. Ich hab einfach Angst um ihn, er ist ein ehemaliges RSV Kind mit wiederkehrenden obstruktiven Bronchitiden. Gedeihen tut er trotzdem sehr gut er hat über 9kg. Ich hab glaub inzwischen wirklich einen hau weg weil ich ein halbes Jahr lang immer Angst hatte er kriegt keine Luft aber dass er zuwenig trinken könnte und deshalb bei der Hitze austrocknet das ist neu für mich. Vielleicht kann mich ja jemand beruhigen oder mir sagen was zu beachten wär.
Viele liebe Grüße
Katha
Katha mit der großen kleinen Maus 08/17 und dem kleinen Mäuserich 12/18.
pqr
SuT-Legende
Beiträge: 8947
Registriert: 16.08.2015, 17:38

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von pqr »

Katha
Das klingt für mich ganz normal bei der Hitze.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
Leominor
Profi-SuTler
Beiträge: 3003
Registriert: 22.03.2018, 15:59

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von Leominor »

Da brauchst du dir absolut nichts denken. Dass sie bei der Hitze häufiger Stillen, dafür gerne auch mal nur kurz ist völlig normal und hilft gegen den Durst. Und dass die Windeln leichter sind ist doch bei der Hitze auch klar. Lass es mich so ausdrücken: Wie oft gehst du denn gerade zur Toilette und wie viel kommt da unten raus im Vergleich zu dem was du getrunken hast? 😉
Und deine Trinkmenge hat keinen Einfluss auf deine Milch. Du solltest natürlich trotzdem ausreichend trinken, dass dein Kreislauf nicht schlapp macht. Mach einfach so weiter wie bisher, biete das Stillen häufig an und alles ist gut. 😁
Leominor mit Tigermädchen (2017) und Bärenjunge (2020)
delfinstern
Miss SuTiversum
Beiträge: 14535
Registriert: 13.01.2013, 09:20
Wohnort: Nördliches Baden-Württemberg

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von delfinstern »

Mein Kleiner mochte heute sehr gerne am nassen Waschlappen saugen/lutschen. Kühlt, beschäftigt, hikft beim Zahnen und n paar Mililiter Wasser kommen auch im Kind an (eher wohl was fürn Koof, als wirklich nützlich bei der Hitze) Vllt mag das deiner auch? Ein halbes jahr ist er ja alt, da kann er ja Beikost bekommen. Bietest du auch Wasser an?
Hier trinken gerade beide Kinder ziemlich viel und pinkeln deutlich weniger. Wobei der Kleine eher die Strategie "viel auf einmal, aber selten" fährt.
Genug Milch ist sicherlich da, im Zweifelsfall kurbelt er die Produktion an.
Liebe Grüße
Delfin*
mit Delfinzwerg(1/17), Delfinknirps(12/18)und Delfinmini(5/21) *(11.14) *(2.18) *(2.26)

KK-Bewertung
KathaD
Herzlich Willkommen
Beiträge: 11
Registriert: 17.04.2019, 15:51

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von KathaD »

Vielen lieben Dank! Das beruhigt mich jetzt schon sehr! Mein Mann hat mich komplett verrückt gemacht, dass es ihm nicht gut gehen könnte, weil ich nicht genügend getrunken hab. Ich reagier relativ stark auf Anspannung, da mag mein Milchspendereflex nicht mehr. Jetzt bin ich wieder ruhiger.
Wir sind grad im Urlaub, deshalb hab ich nach Rücksprache mit meinem Kinderarzt und meiner Hebamme noch nicht wirklich mit Beikost angefangen.
Ich wollte gerne BLW machen, bisher landeten aber nur mikroskopische mengen im magen. Wegen seiner Vorgeschichte hat man mir jetzt aber zum klassischen Breifahrplan geraten. Jetzt weiss ich gar nicht mehr was ich tun soll :roll: Deshalb hab ich's auf nach dem Urlaub verschoben. Die zwei tage reissens vermutlich auch nicht raus.
Darf ich einem vollgestillten Baby Wasser geben?
Katha mit der großen kleinen Maus 08/17 und dem kleinen Mäuserich 12/18.
Benutzeravatar
Rinrin
Profi-SuTler
Beiträge: 3358
Registriert: 05.10.2017, 18:10

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von Rinrin »

@kathaD: Vollgestillte Babys sollten kein Wasser bekommen.
Bei breifahrplan wohl sogar erst nach der zweiten ersetzten milchmahlzeit (heute als Aussage einer stillberaterin gelesen)

@linda: Wuz hing die ersten Nächte im Winter fast die ganze Zeit an meiner Brust. An sonsten alle 2-3 h je öfter desto besser? Immer wenn sie fragt auf jeden Fall.

@tryxy: ich glaube nicht dass da wirksame Mengen im Kind ankommen aber wäre interessant zu wissen.
Mit Wuz (01/17) und Bup (07/19)
Erdnuss
alter SuT-Hase
Beiträge: 2023
Registriert: 08.04.2015, 03:29

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von Erdnuss »

Bei vollgestillten, nicht beikostreifen Babys soll kein Wasser gegeben werde, genau. Aber ab Beikostreife ist es erlaubt. Du bietest ja schon Essen an, daher kannst du auch Wasser anbieten.
Über dein Stillen bzw. häufiges Ministillen gegen Durst, nach seinem Bedarf, versorgst du ihn aber bestimmt auch optimal.
(Bin nur Mama, kein Mod.)
Erdnüsslein (9/2014) und Erbslein (11/2017) another love (*3/16)
Linda81
alter SuT-Hase
Beiträge: 2303
Registriert: 06.12.2014, 18:06

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von Linda81 »

tryxy: das ist ein bisschen kompliziert und klarer Fall von kommt drauf an.

Also: Gehen wir jetzt mal nur davon aus, daß es um ein Medikament geht, das geschluckt wird. Schon das hat verschiedenste Variablen: wo genau im Verdauungstrakt wird das Medikament aufgenommen (Magen? Zwölffingerdarm? Dünndarm?), geht es von dort direkt wirksam in die Blutbahn oder muß es erst noch in der Leber verarbeitet, also verstoffwechselt werden? In welcher Form und in welchen Mengen kommt es dann in der Muttermilch an? Dann geht die Reise ja nochmal los, also über den Verdauungstrakt (also auch hier wieder: wo wird es aufgenommen, wird es nochmal verstoffwechselt...). Über andere Variablen wie zB die Dosis, die Einnahmehäufigkeit, Gewicht von Mutter und Kind etc. haben wir noch gar nicht gesprochen. Ob und wieviel also übergeht, ob das noch medikamentöse Wirkung hat oder nicht, das kann man überhaupt nicht pauschal sagen, man muß sich das von Mittel zu Mittel angucken.

Wenn mir also wie neulich in der Apotheke vorgeworfen wird, das Medikament ginge ja in die Muttermilch über, stünde so im Beipackzettel, müßte ich selber wissen... dann denke ich mir: genau dafür gibt es ja Embryotox. Die durchschauen diese Komplexität. Und die können über "geht in die Milch über oder nicht" sagen, ob es Auswirkungen aufs Kind hat oder nicht.
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
ixcacienfuegos
Profi-SuTler
Beiträge: 3186
Registriert: 20.07.2014, 18:46

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von ixcacienfuegos »

Paracetamol aus der Muttermilch wirkt beim Kind ganz bestimmt nicht schmerzlindernd. Zäpfchen für Kinder um die 8 Kilo enthalten 125mg. So viel kommt von einer 500er Tablette bestimmt nicht beim Kind an.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
Schnecke106
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1202
Registriert: 31.03.2016, 16:04

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von Schnecke106 »

Ich brauche eine Einschätzung zum Thema Schnuller. Eigentlich möchte ich keinen geben, weil ich Angst vor einer Saugverwirrung habe und außerdem Bedenken, ob nicht der Hunger überschnullert wird. Ich bin froh, dass das stillen so gut klappt. Ich komme aber langsam doch ins Grübeln, ob nicht hin und wieder ein Schnuller vertretbar wäre...

Bald steht die Rotaviren-Impfung an, da darf man 30 Minuten vor und 60 Minuten nach der Impfung nicht stillen. Er akzeptiert aber weder kleinen Finger noch rumtragen als Beruhigung. Da würde ich gerne einen Schnuller anbieten.

Beim Autofahren brüllt er auch immer.sehr, was mich ziemlich stresst. Auch da wäre ein Schnuller gut.

Wie handhabt ihr das?
Muggel (August 2015)
Rumpelwicht (Mai 2019)

2 Sternenkinder fest im Herzen
Antworten

Zurück zu „Stillforum“