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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 21:48
von delfinstern
Naja, Brei schließt blw ja nicht aus. Ich wüsste nicht mal, wie ich meinen Kindern Brei füttern soll, ohne, dass sie es wollen? Beide hassen füttern und wollen selber essen und beide rühren keinen Gemüsebrei an. Der Kleine meist nicht mal Obstbrei. Daher würde ICH dem Kind Brei und co anbieten, zwingen Brei zu essen, würde ich es aber nicht. Dann gäbe es eben länger Pre. Die meisten Flaschenkinder, die ich kenne, haben allerdings wirklich recht früh recht viel gegessen.

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 21:58
von Erdnuss
Das letztere ist der Punkt - man will ja Mahlzeiten ersetzen, und das geht nur, wenn entsprechend viel gegessen wird. Selberessen bringt für eine ganze Zeitlang ja nicht bei jedem Baby die Menge. Ich bringe halt nicht zusammen, wie man respektvoll große Mengen ins Kind bringt - hierüber muss ich noch nachdenken.

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 22:02
von Leominor
Ich denke, dass Flaschenkinder Beikost in der Regel tatsächlich besser annehmen als Stillkinder. Zumindest hatte ich im Umfeld den Eindruck.
Und wenn man achtsam füttert und auf Sättigungszeichen eingeht, sehe ich bei Brei jetzt auch nicht so das Problem...

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 22:05
von delfinstern
Der Große hat, wenn er Lust hatte und davor nicht gestillt, recht viel gegessen: wir halten den Löffel, er führte zum Mund. Da hat er innerhalb von n paar Tagen 50g gegessen . Wenn man das entsprechend häufig am Tag macht, geht das sicherlich. In Kombi mit keine Flasche davor geben, geht's vermutlich. Der Kleine findet Löffel nur zum Runterwerfen und (leer!) Ablutschen schön *schulterzuck*. Nur die "Standardbreimenge" mit 200ml Flüssigkeit isst er äh mit 1,5 Jahren? Ist aß halt nicht alle 4-5h, sondern alle 2h.

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 22:14
von ShinyCheetah
Teazer hat geschrieben: 26.06.2019, 20:54 Wir wissen schlichtweg nicht, ob eine längere/höhere Gabe von PRE (was blw i.d.R. mit sich bringen würde) im Vergleich zum "Abflaschen" nach Breifahrplan neutral zu betrachten ist oder negative Auswirklungen hat.

Natürlich kann man jedem Baby Brei nach blw-Art anbieten (Löffel hinhalten oder Baby selber in die Hand geben). Auch können nicht gestillte, beikostreife Babys Fingerfood essen. Aber Formula nach Bedarf, ggf. über Jahre? Das ist vermutlich nicht empfehlenswert [...]

Bei dem verlinkten Buch muss man auch bedenken, dass die Autorin aus dem europäischen Land mit der niedrigsten Stillquote stammt. Würde sich ihr Buch nur an stillende Mütter richten, dann wäre der Absatz gering.
Das Buch empfiehlt, wenn man stillt, es dem Baby zu überlassen, wie lange es zusätzlich zum Essen noch MuMi möchte und verweist auf die WHO-Empfehlung zum Stillen. Was Pre angeht, schreiben die Autoren, dass "man Eltern rät, ab etwa einem Jahr von der Flasche zur Tasse zu wechseln. [...] Die meisten Eltern lassen bei dieser Gelegenheit auch die Milchnahrung auslaufen."

Auch der Breifahrplan sieht doch vor, dass Kinder mit 12 Monaten am Familientisch mitessen. Also ist der Unterschied, dass das hypothetische BLW-Pre-Baby zwischen 6 und 12 Monaten wahrscheinlich mehr Pre und weniger anderes Essen bekommt als seine Brei-Kollegen. Hälst du das auch für kritisch, Teazer? Studien, die belegen, dass so ein Ansatz unproblematisch ist, gibt es wohl nicht - ich kenne nicht mal welche, die die Folgen von BLW bei gestillten Kindern im Vergleich zu Breikindern untersuchen... Es gibt zu BLW halt generell erst sehr wenig richtige Forschung.

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 22:25
von Erdnuss
Das hypothetische Baby wird aber nach den 12 Monaten weiterhin Pre konsumieren, da es ja noch nicht auf der Festkalorienzahl angelangt ist.

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 22:33
von Cryptomon
Mag dazu noch jemand was sagen?
Cryptomon hat geschrieben: 26.06.2019, 20:30 Drei monate altes vollstill-kind mit anfänglicher gedeihstörung wegen wenig milch: was kann ich ihm bei der Hitze (in der Wohnung über 30°C) gutes tun außer oft stillen? Wasser sollte ich ja nicht anbieten, oder?
Ich selbst Versuche (sehr) viel zu trinken

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 22:41
von Leominor
Immer mal wieder mit einem feuchten Tuch abreiben (Arme, Beine) vielleicht?

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 22:49
von Teazer
Cryptomon hat geschrieben: 26.06.2019, 22:33 Mag dazu noch jemand was sagen?
Cryptomon hat geschrieben: 26.06.2019, 20:30 Drei monate altes vollstill-kind mit anfänglicher gedeihstörung wegen wenig milch: was kann ich ihm bei der Hitze (in der Wohnung über 30°C) gutes tun außer oft stillen? Wasser sollte ich ja nicht anbieten, oder?
Ich selbst Versuche (sehr) viel zu trinken
Trink selbst gemäß Deinem Durst. Mehr muss nicht sein.

Leicht angezogen hast Du ihn ja sicher. Leichter Zug durch auf Kipp gestellte Fenster schadet nicht.

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Verfasst: 26.06.2019, 23:23
von Rinrin
Zum Pre/BLW-Thema:
Jetzt muss ich das Eisen-Thema noch mal ausgraben. Mumi hat ja wenig Eisen, das aber gut Aufnehmbar ist und so ja offenbar ausreicht das Kind im zweiten lebenshalbjahr ordentlich zu versorgen.
Pre hat diese hohe bioverfügbarkeit ja nicht, und wenn man ein Kind hat, das an Sachen mehr leckt oder damit rummatscht als dass es wirklich was isst... könnte das nicht problematisch werden?
Abgesehen davon würde ich wohl ne Art Mischkost vorschlagen. Pre, etwas Brei und trotzdem mit was vom familienessen essen/experimentieren lassen. Das ganze ab den beikostreifezeichen.. aber ist allgemein ein interessantes Thema :3

@crypto: wenn ck2 vollgestillt ist holt er sich schon was er braucht.
Eine Anmerkung zum Durstgefühl: mein eigenes Durstgefühl ist sche***. Wenn ich danach trinken würde wäre das viel zu wenig.. daher - wenn du ein gesundes Durstgefühl ist alles gut. Ich muss tatsächlich selbst bei den jetzigen Temperaturen schauen, dass ich genug trinke.

Vielleicht auch viel Hautkontakt beim tragen? Das hilft dem kind seine eigene Temperatur zu regulieren wenn ich das richtig verstanden habe :)