Ich finde auch, ein Südgarten ist eigentlich toll. Aber je nach Bepflanzung und Boden natürlich auch eine Herausforderung mit den trockener und heißer werdenden Sommern.
Weißt du, was ihr für Boden habt? Ich sehe bei mir im Garten, was das für einen Unterschied macht. "Von Natur aus" haben wir hier schweren Lehmboden. Es gibt aber Bereiche im Garten, wo der Boden eher aus Bauschutt und Sand besteht, und Bereiche, wo sich über Jahrzehnte wunderbarer Humus gebildet hat. Anfangs haben wir diese Unterschiede nicht berücksichtigt. Jetzt wohnen wir seit 6 Jahren hier und haben allmählich umgestaltet. Teilweise haben wir die Bepflanzung gelassen, aber den Boden verbessert, teilweise die Bepflanzung ausgetauscht, damit sie besser zum Boden passt. Ähnlich mit den Lichtverhältnissen. Aber ich habe Hilfe von meinem SEHR bewanderten Vater. Ich brauche sie zunehmend weniger, aber ohne wäre ich anfangs ziemlich aufgeschmissen gewesen!
Ein Gartencoaching finde ich deshalb keine schlechte Idee. Ich habe überlegt, mal eine Beratung zu den Bäumen in unserem Garten in Anspruch zu nehmen, bin das aber noch nicht angegangen... also eigene Erfahrung habe ich damit nicht. Und ihr müsst euch natürlich trotzdem klar werden, was IHR wollt. Was wollt ihr im Garten machen? Braucht ihr den Rasen überhaupt? Sonst haut ihn weg! Gärten ohne Rasenflächen sind viel schöner.

Nein, ist natürlich Geschmackssache. Bei uns ist eine Rasenfläche zum (Ball)spielen noch gewünscht. Aber der Rasen wurde stark verkleinert in den letzten Jahren! Und es ist so viel schöner geworden!
Was wollt ihr also machen im Garten?
- Auf der Terrasse sitzen und in die blühende Landschaft schauen? Dann weg mit dem Rasen und stattdessen Staudenbeete und/oder Blumenwiese hin!
- Obst/Gemüse anbauen? Was und wie viel?
- einen Spielbereich haben und trotzdem noch schöne Blüten? Dann vielleicht die Rasenfläche verkleinern und noch Staudenbeete anlegen?
- Wollt ihr alles so haben, wie es ist, nur in schön? Also Rasenfläche mit einfach Büschen drumrum? Dann müsstet ihr vielleicht rausfinden, was der Rasen mehr an Pflege braucht. Ich persönlich finde ja gerade bei den trockenen Sommern große, grüne Rasenflächen total anachronistisch.

Ich habe auch so eine Stelle im Garten, wo der Boden total sandig und deshalb immer trocken ist. Drei Jahre lang habe ich da gedüngt und im Sommer täglich gewässert, dann habe ich aufgegeben, die Grasnarbe weggestochen und eine Magerwiese angelegt. Das ist SO SCHÖN jetzt!
Ich bin ja ein Fan des New German Style, eines Gartenstils, der viele gut zu Klima und Boden passende Stauden und Gräser verwendet und in allen Jahreszeiten schön und interessant aussieht, weil er Dinge wie Herbstfärbung und Samenstände mit berücksichtigt. Das lässt sich auch wunderbar insektenfreundlich und nachhaltig gestalten. Aber man darf nicht gleich zu viel auf einmal angehen, denke ich, wenn man alles selbst macht.
Du schreibst, auf der Terrasse ist es zu heiß und/oder zu windig. Das klingt, als ob euch ein guter Sonnen- und Windschutz fehlt. Wir haben nach 3 Jahren eine Pergola über die Terrasse gebaut und bepflanzt mit einer Rose und einem Blauregen. Das ist jetzt nach 3 Jahren wie ein grünes Wohnzimmer geworden und viel geschützter als vorher. Könnt ihr an der Terrasse einen Schutz ergänzen? Einen Baum oder Büsche pflanzen? Und wenn ihr schon dabei seid, rund um Baum oder Busch gleich mindestens 10qm Rasen weg und ein Staudenbeet anlegen. Das wäre vielleicht ein guter Einstieg. Außerdem könnte man anfangen, vor der Hecke zumindest einen meterbreiten Streifen Beet anzulegen und Stauden zu pflanzen. Storchschnabel (da gibts viele Sorten) und Elfenblumen sind sehr pflegeleichte Stauden, die gut vor Gehölze passen. Dazwischen im Herbst Zwiebelblumen stecken, damit es im Frühling schon schön ist. Ohne euren Garten zu kennen wären das jetzt meine spontanen Ideen zum Starten. Aber stell doch mal Fotos ein, wenn du magst!