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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 08.06.2021, 16:53
von Bali
Hallihallo,
M. und ich sind erfolgreich in unsere Beikost-Session gestartet. Birne mit Mandelmus hat ihr super geschmeckt.
Ich habe heute dann einen Butternut-Kürbis als Brei fertig gemacht. Mangels Rapsöl habe ich dann natives Olivenöl genommen. Das mochte sie überhaupt nicht. 🙈😅
Ich habe dann im Nachhinein gelesen, dass man keine nativen Öle nehmen soll?! Auf der Seite, die ich vorher gefunden habe, stand, man solle auf jeden Fall native und nicht raffinierte Öle nehmen. Was ist denn nun richtig?

Kann ich in den Kürbisbrei auch Mandelmus geben? Oder sollte ich es mit eher neutralem Rapsöl versuchen?

Es gab dann heute Mittag Birnen-Heidelbeer-Brei aus dem Gläschen (hat mir am WE ne Freundin mitgebracht). Habe dann auch Mandelmus untergerührt. Ich wollte, dass die Mahlzeit positiv endet. Das mochte M. auch sehr gern.
Was mich irritiert hat, ist, dass sie zwischendurch anfing zu weinen, aber trotzdem den Mund aufsperrte und sich nach vorne zum Löffel beugte. Kennt das eine von euch?

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man nicht zu viel Obst geben soll, weil man die Kinder auf Süßes prägt?! Ist da was dran?
Sollte ich nach den ersten Obstbreien auf jeden Fall mit Gemüse weitermachen?

Vielen Dank für eure Beiträge!

Liebe Grüße
Bali 🌺

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 08.06.2021, 17:05
von Seiltänzerin
Bali hat geschrieben: 08.06.2021, 16:53 Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man nicht zu viel Obst geben soll, weil man die Kinder auf Süßes prägt?! Ist da was dran?
Sollte ich nach den ersten Obstbreien auf jeden Fall mit Gemüse weitermachen?
Das habe ich beim Großen auch noch gedacht und gemacht. Tja, was wäre ich jetzt froh wenn ich ihn auf Obst geprägt hätte und er irgendwas davon essen würde.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 08.06.2021, 17:13
von ShinyCheetah
Damit der Brei hochkalorisch wird, kannst du auch Sonnenblumenöl oder Butter oder irgendein anderes Fett dran tun :) Wir haben eigentlich immer Rapsöl genommen. Das mit dem "auf Süßes prägen" ist Quatsch ;) Dein Baby ist noch so klein. Mach dir da nicht unnötig Sorgen. Aber Getreide mit im Brei (Hirse, Hafer oder so) ist nicht nur gut für die Kaloriendichte, sondern auch fürs Eisen.

Im Moment ist ja vor allem das Ziel, schnell die Pre auszuschleichen. Aber wenn ihr das bald habt (dafür ist Brei halt sehr praktisch), kannst du eh überlegen, Essen vom Familientisch anzubieten. Und da ist doch sicher eh Gemüse dabei, oder? Wenn nicht: Der Beikoststart vom Baby ist eh eine super Gelegenheit um mal darauf zu schauen, wie man sich eigentlich selbst ernährt ;)

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 08.06.2021, 21:28
von Lösche Benutzer 26955
Bali hat geschrieben: 08.06.2021, 16:53 Mangels Rapsöl habe ich dann natives Olivenöl genommen. Das mochte sie überhaupt nicht. 🙈😅
Ich habe dann im Nachhinein gelesen, dass man keine nativen Öle nehmen soll?! Auf der Seite, die ich vorher gefunden habe, stand, man solle auf jeden Fall native und nicht raffinierte Öle nehmen. Was ist denn nun richtig?

Kann ich in den Kürbisbrei auch Mandelmus geben? Oder sollte ich es mit eher neutralem Rapsöl versuchen?
Raffinierte Öle sind gesünder beim Kochen und Braten, native für Rohkost.
Rapsöl hat meines Wissens nach die meisten mehrfach gesättigten Fettsäuren, müsste also das gesündeste Fett sein.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 10.06.2021, 18:02
von Bali
Vielen Dank für eure lieben Rückmeldungen!!
Wenn sie am Familientisch mitisst, gibt es automatisch Gemüse, ja. Früher haben wir auch mal ungesünder gegessen. Aber seit ein paar Monaten kochen wir 5/7 Tagen frisch (dank HelloFresh 🙈😅). Daher wäre sie da mit Gemüse bestens versorgt.

Allerdings bin ich im Moment ein wenig verzweifelt. Ich habe das schon in meinem Thread im Stillforum geschrieben, aber vielleicht habt ihr hier noch einen Tipp für mich.
M. hat heute fürchterlich geweint, als sie Stuhl abgesetzt hat. So hat sie noch nie geschrien. Es war so schlimm, dass meinem
Partner die Tränen in den Augen standen und er sagte, es fühle sich an wie bei der Geburt...
Sie hat sich sehr angestrengt, wir haben sie dann wie beim Abhalten gehalten. Zusätzlich haben wir ihren Po dann mit Wundsalbe eingerieben. Der sah am Poloch schon gerötet aus, da sie die letzten Tage ja echt oft Köttel gemacht hat.
Meine Intuition sagt mir, dass es ihr einfach weh tut, den Stuhl herauszudrücken.
Was sollen wir jetzt machen? Sollten wir die Beikost ein paar Tage weglassen? Oder nur Birne und Pflaume füttern? Wir haben eben auch von Distelöl gelesen... Hilft das?
Sie tut uns so wahnsinnig leid!!! Ich fühle mich, als hätte ich ihr das mit der Beikosteinführung angetan... 😭😭😭

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 10.06.2021, 22:17
von Lakritz
Bali hat geschrieben: 10.06.2021, 18:02 Vielen Dank für eure lieben Rückmeldungen!!
Wenn sie am Familientisch mitisst, gibt es automatisch Gemüse, ja. Früher haben wir auch mal ungesünder gegessen. Aber seit ein paar Monaten kochen wir 5/7 Tagen frisch (dank HelloFresh 🙈😅). Daher wäre sie da mit Gemüse bestens versorgt.

Allerdings bin ich im Moment ein wenig verzweifelt. Ich habe das schon in meinem Thread im Stillforum geschrieben, aber vielleicht habt ihr hier noch einen Tipp für mich.
M. hat heute fürchterlich geweint, als sie Stuhl abgesetzt hat. So hat sie noch nie geschrien. Es war so schlimm, dass meinem
Partner die Tränen in den Augen standen und er sagte, es fühle sich an wie bei der Geburt...
Sie hat sich sehr angestrengt, wir haben sie dann wie beim Abhalten gehalten. Zusätzlich haben wir ihren Po dann mit Wundsalbe eingerieben. Der sah am Poloch schon gerötet aus, da sie die letzten Tage ja echt oft Köttel gemacht hat.
Meine Intuition sagt mir, dass es ihr einfach weh tut, den Stuhl herauszudrücken.
Was sollen wir jetzt machen? Sollten wir die Beikost ein paar Tage weglassen? Oder nur Birne und Pflaume füttern? Wir haben eben auch von Distelöl gelesen... Hilft das?
Sie tut uns so wahnsinnig leid!!! Ich fühle mich, als hätte ich ihr das mit der Beikosteinführung angetan... 😭😭😭
Hier hat Diestelöl am Beginn der Beikostzeit gut geholfen, jedenfalls war Verstopfung mit Tränen danach kein Thema mehr.
F hatte mit ca. 6 Monaten auch solche Schmerzen beim Stuhlgang, nachdem ich Mandelmus in den Brei gemacht hatte. Kann natürlich auch zufällig sein, würde ich an deiner Stelle jedoch beobachten.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 11.06.2021, 06:49
von februarkind16
Wenn es mit Pflaume, Birne etc. nicht besser wird, würde ich vom Kinderarzt möglichst bald ein mildes Abführmittel verordnen lassen. Wenn Kinder erstmal merken, dass Stuhlgang weh tut, halten sie immer länger ein und ein Teufelskreis entsteht.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 11.06.2021, 07:01
von splischsplasch
Bali hat geschrieben: 08.06.2021, 16:53 Hallihallo,
M. und ich sind erfolgreich in unsere Beikost-Session gestartet.
Ich habe dann im Nachhinein gelesen, dass man keine nativen Öle nehmen soll?! Auf der Seite, die ich vorher gefunden habe, stand, man solle auf jeden Fall native und nicht raffinierte Öle nehmen. Was ist denn nun richtig?

Kann ich in den Kürbisbrei auch Mandelmus geben? Oder sollte ich es mit eher neutralem Rapsöl versuchen?
Herzlichen Glückwunsch.
Zu den Ölen: Ich habe da nie drauf geachtet. Kind hat trotzdem gegessen. Meine Schwiegermutter schwörte noch auf Butter, mein Mann ist auch groß geworden. Meine Laienmeinung: Du kannst das perfekt richtige und teure Beikostöl nutzen oder halt einfach eins, dass ihr auch Nutzt. (Und dann ist es halt raffiniert)
Und zu Kürbis und Mandelmus: Warum nicht? Wenn dein Kind es isst, ist doch alles super. Dann geht auch Olivenöl oder andere Öle mit starkem Eigengeschmack 😂😂
Probieren geht vor Studieren.

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 12.06.2021, 22:42
von Bali
Vielen Dank für eure Beiträge! 🙏
Wir haben ihr dann Diestelöl gegeben und der Stuhl wurde wesentlich besser! Danke für den Tipp! Gestern gabs dann keine Beikost, da wir im Klinikum waren. M. ist vom Sofa gerutscht und wir wollten, dass sie unter Beobachtung ist. Es ging und geht ihr aber die ganze Zeit gut und wir sind gestern Abend nach knapp 24 Stunden wieder entlassen worden.
Heute gabs dann Birnen-Pflaumen-Brei mit Diestelöl. Das hat ihr sehr geschmeckt. Das Mandelmus lassen wir dann auch erstmal weg. Ich mag das aber auch. Es wird also nicht schlecht werden 😉😅
Danke auch für den Tipp, liebes Februarkind! Den Gedanken hatte ich auch schon! Wir schauen jetzt mal, wie es sich entwickelt. Sollte es nochmal „kritisch“ werden, lasse ich mir etwas verschreiben.
Liebe Grüße
Bali 🌺

Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost

Verfasst: 14.06.2021, 11:38
von Alice89
Kurzform: Ein vollgestilltes Baby darf zunehmen, so viel es möchte. Wie sieht das ab Beikostalter aus?

Langform: Meine Tochter lag bei der Geburt auf der 22. Perzentile, ist in den ersten drei Monaten wegen einer Gedeihstörung aufgrund eines verkürzten Zungenbändchens auf die 3. (und darunter...) abgerutscht und futtert sich seit der Durchtrennung kontinuierlich nach oben. Am Ende der Vollstillzeit lag sie auf der 50. Perzentile, heute, mit 8 Monaten, auf der 75. (ich wiege "nur" noch einmal pro Monat mit meiner Personenwaage, ist jetzt also nicht ganz exakt, aber der Trend hält scheinbar an).

Sie bekommt dreimal täglich was angeboten, meist einmal Obstbrei mit Getreide und einem TL Mandelmus, einmal Gemüsebrei (manchmal mit Fleisch) mit einem TL Butter und einmal vom Tisch, in der Regel Nudeln oder Kartoffeln und Gemüse. Grob geschätzt isst sie pro Mahlzeit durchschnittlich ca. 50 g, vom Brei eher weniger, vom Tisch wohl etwas mehr. Dazu stillt sie noch 8 bis 10 mal in 24 Stunden.

Kann ich so weiter machen oder sollte ich irgendwo ein Auge drauf haben (z. B. auf die Fettmenge)? Kann es sein, dass sie wegen ihrer anfänglichen Gedeihstörung jetzt nach dem Motto "Nimm, was du kriegen kannst" lebt? 😅

Ergänzung: Sie ist aber auch noch nicht mobil im Sinne von robben/krabbeln/laufen.