deidamaus hat geschrieben: 14.07.2018, 07:41
minui hat geschrieben: 13.07.2018, 12:56
Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, welche vor und während der Schwangerschaft gut eingestellt war. Ich war aber am Mittwoch auch nochmal beim Spezialisten, welcher die Werte checken wird, Ultraschall war unauffällig. Übergewichtig bin ich leider auch, daran arbeitete ich, als ich völlig unerwartet trotz Kupfer-IUD schwanger geworden bin. Gerne würde ich da weitermachen, schiebe aber momentan Panik, dass jegliche Kalorienreduktion die Milchproduktion verschlechtern könnte. Sonst habe ich nichts.
Okay. Eine falsch eingestellte Schilddrüse kann sich negativ auf die Milchbildung auswirken, ebenso wie Übergewicht.
Du kannst gerne auch eine Diät in der Stillzeit machen, jedoch sollte diese nicht einseitig sein, sondern in einer Umstellung auf ein gesundes Essverhalten enden. Also gezielt keine Süßigkeiten essen, mehr Obst und Gemüse und Vollkornprodukte. Der weibliche Körper ist darauf ausgelegt, dass er das in der Schwangerschaft angelegt Fett in der Stillzeit verbraucht. Eine moderate Gewichtsabnahme ist in der Stillzeit kein Problem, eine Crashdiät (Null-Diät, nur Eiweiß-Shakes statt normalem Essen, ...) jedoch nicht zu empfehlen (ist ja auch sonst nicht der ideale Weg zur Gewichtsreduktion).
Ich esse an sich nicht ungesund, halte das Gewicht auch mit meiner jetzigen Ernährung, muss aber ja unter meinen Gesamtumsatz gehen, um abzunehmen. Was für ein Defizit wäre in der Stillzeit denn okay, ohne die Milchbildung zu beeinträchtigen, kannst du das sagen?
Deine Frage zur Brust und meine Gedanken und Beobachtungen der letzten Wochen bringen mich zu der Theorie, dass bei mir einfach etwas weniger milchbildendes Gewebe vorhanden sein könnte. Weder in der Schwangerschaft noch im Wochenbett hat sich da etwas verändert, mal von der Farbe der BW und der Größe des Vorhofs abgesehen. Auch der Milcheinschuss ist völlig unbemerkt passiert. Als ich zwischendurch mal gezwungenermaßen 5 Stunden Stillpause machte, hatte ich auch bei weitem nicht das Gefühl, die Brust wäre sehr prall oder merklich stark gefüllt, wie viele es erleben.
Dies kann in der Tat ein Hinweis auf zu wenig Drüsengewebe sein. Tubuläre Brüste hast du aber nicht, oder? [/quote]
Nein, ich habe völlig "normal" geformte Brüste in D.
Es ist aber schon so, dass nach 3 oder 4 Stunden Pause in der Nacht die Brüste beginnen, auszulaufen und Ella kämpft dann erst mal mit der Menge, die ihr entgegen kommt, verschluckt sich auch gelegentlich. Wenn sie dann abdockt, spritzt die Milch gelegentlich sogar weiter. Laienhaft würde ich also vermuten, dass die vorhandenen Milchdrüsen nach dieser Pause bis an ihre Oberkante gefüllt sind sozusagen, was den starken MSR (der bei mir übrigens immer nach wenigen Sekunden nuckeln auslöst) und das auslaufen erklären würde. Da aber einfach weniger Drüsen als "normal" vorhanden sind, entspricht das nicht direkt einer riesigen Milchmenge und auch die nachschiebende Produktion während des Stillens ist überschaubar.
Eventuell kann dein Körper (im Moment) nicht mehr Milch bilden, das kann schon sein. [/quote]
Heute Nacht habe ich meinen ersten Wecker nach 4 Stunden im Halbschlaf ausgemacht und bin wieder eingeschlafen, wir hatten das erste Mal eine Stillpause von fast 7 Stunden. Ich habe sie dann geweckt und angelegt, sie hatte auch Hunger, trank jede Seite 10 Minuten und war danach auf jeden Fall satt. Sie ist nicht während des Trinkens eingeschlafen, sondern hat wirklich zufrieden abgedockt, was quasi nie passiert. An sich scheint also durchaus die Fähigkeit da zu sein, genug zu produzieren und auch schon etwas abzuspeichern...
Deshalb hat vielleicht auch das Domperidon keinen Unterschied gemacht, da das vorhandene Gewebe schon mit aller Kapazität gearbeitet hat. Ergibt das so Sinn, auch außerhalb meines Kopfes? Da die Situation ja vor Beginn der Einnahme genauso war, würde ich also tendenziell eher demnächst ausschleichen. Was denkst du dazu?
Meiner Meinung nach, wäre es sinnvoll mit dem Domperidon noch etwas hoch zu gehen (bis auf 4 mal 4 Tabletten) und wenn dies nach zwei Wochen keinen merklichen Erfolg bringt, kannst du auf jeden Fall wieder auf 3 mal 3 reduzieren. Ausschleichen macht meist dann Sinn, wenn das Baby Beikost bekommt, da eine sich verringernde Milchbildung dann nicht mehr ins Gewicht fällt, da das Baby sich die benötigten Kalorien anders holen kann. Ein Ausschleichen während der Zeit, in der du noch Pre zufütterst, kann man auch probieren, dafür muss man halt weiterhin genau das Gewicht beobachten.[/quote]
Ich warte mal noch ab mit dem ausschleichen, bis ich genaueres von der Schilddrüse weiß, der Arzt sollte innerhalb dieser Woche anrufen, falls ich die Dosierung ändern muss. 160 mg am Tag krieg ich meiner FA nicht verklickert, fürchte ich, die hat bei 90 schon etwas gehadert, sich aber von mir überzeugen lassen zum Glück.
minui hat geschrieben: 13.07.2018, 22:24
Den Gedanken hatte ich auch schon, da ich seit der Entbindung stärker schwitze als zuvor. Ich hoffe nur, die Blutwerte geben darüber auch Auskunft, da der TSH durch das Domperidon ja völlig verfäkscht ist...
Kennt sich dein Arzt darin aus? Blut wurde schon abgenommen? [/quote]
Blutabnahme und unauffälliger Ultraschall war am Mittwoch, ich bin hier in Augsburg bei einer Schilddrüsenkoryphäe, das sollte also passen
Gestern gab es wie erwartet zwei riesige Ladungen unterwegs - am Ende des Tages trug sie eine kunterbunte Klamottenkombination, weil nichts mehr sauber war
5.5. 3140 Gramm, Geburt KH
7.5. 2800 Gramm, Entlassung KH
11.5. 2920 Gramm (Hebamme)
7.6. 3520 Gramm, U3 Kinderarzt
29.6. 3760 Gramm, Kinderarzt
2.7. Gewicht unbekannt, 11 x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
3.7. 3860 Gramm, 13x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
4.7. 3900 Gramm, 11x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
5.7. 3900 Gramm, 10x stillen, 5x Pipi, 1x Stuhl
6.7. 3900 Gramm, 11x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
7.7. 3920 Gramm, 11x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
8.7. 3910 Gramm, 10x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
9.7. 3960 Gramm, 14x stillen, 6x Pipi, 1x Stuhl
10.7. 3890 Gramm, 11x stillen, 150 ml pre, 7x Pipi, 0x Stuhl
11.7. 3950 Gramm, 11x stillen, 160 ml pre (4x40 ml per Becher), 7x Pipi, 0x Stuhl
12.7. 4010 Gramm, 12x stillen, 150 ml Pre (4 Portionen per Becher), 30 ml abgepumpte MM, 7x Pipi, 0x Stuhl
13.7. 4040 Gramm, 12x stillen, 180 ml pre, 7x Pipi, 0x Stuhl
14.7. 4070 Gramm, 11x stillen, 200 ml Pre (2 Mal Becher, 2 Mal Flasche, 1 Mal BES), 5x Pipi, 2x Stuhl
15.7. 4090 Gramm
Sag mal, wie ist das: kann ich mit dem BES einfach nach Bedarf füttern, also etwas mehr hineinfüllen und sie trinken lassen, wie sie mag? Ich nehme den kleinsten Schlauch, hänge das BES tief und klemme den zweiten ab, sie trinkt damit ungefähr so wie an der Brust allein, solang noch etwas läuft. Gestern und heute habe ich das jeweils schon einmal gemacht, sie hat dann 50ml und 40ml getrunken, also ohnehin nicht mehr als sie sowieso bekäme. Gestern hat sie noch starke Hungerzeichen gehabt, als ich schon gestillt hatte und sie bereits 150 ml getrunken hatte, deshalb habe ich dann eben mit dem BES nochmal nach Bedarf nachgefüttert.
ixcacienfuegos hat geschrieben: 14.07.2018, 12:04
minui hat geschrieben: 13.07.2018, 22:24
ixcacienfuegos hat geschrieben: 13.07.2018, 20:43
Vielleicht bist du grade in einer künstlichen Überfunktion. War bei mir nach beiden Geburten so, die Milch läuft bei mir dann nicht so gut. Jetzt habe ich das L-Thyroxin reduziert und es sprudelt wieder.
Den Gedanken hatte ich auch schon, da ich seit der Entbindung stärker schwitze als zuvor. Ich hoffe nur, die Blutwerte geben darüber auch Auskunft, da der TSH durch das Domperidon ja völlig verfäkscht ist...
Dann muss halt fT3 und fT4 gemacht werden. Wäre eh besser, wenn man das immer macht.
Ja, das wird sowieso gemacht, aber ich dachte, der TSH ist in seltenen Fällen der einzige Wert, der auf eine Fehlfunktion hinweist, obwohl die anderen Werte normal sind. Vertraue dem Arzt aber da, der kennt sich aus, denke ich. Wie lange hat es bei dir nach der Dosiskorrektur gedauert, bis die Milch wieder sprudelte?
Schönen Sonntag Abend euch!
