Also ich versuche es mal. Hier herrscht durch viele Faktoren bei mir Ausnahmezustand, also ich bin grob neben der Spur.
Also Nachts kommt sie oft zwischen 2-3 Uhr und schläft dann eigentlich nur noch mit Brust. Je nachdem ob ich die Grossen in die Schule schicke oder mein Mann, stehen wir zwischen 6-7 Uhr auf. Ich oft sehr gerädert und mit Rückenschmerzen usw weil ich mich so lange fast nicht bewegen kann.
Am Morgen an den Tagen zu Hause schaffe ich es nun oft, dass sie halt warten muss bis die Grossen weg sind um 8 Uhr, dann aber bitte zackig, sie wird sonst so richtig wütend mit schlagen und nur noch heulen und toben. Da dann gerne sicher 30min. Nachher mit Glück mal nicht bis Mittags, wenn wir unterwegs sind, aber fragen auf jedenfall. Sind wir zu Hause, dann kaum sitze ich. Oder auch wenn ich was mache, dann wird das nach 1-1.5h eingefordert im gleichen Stil wie oben beschrieben. Stillen machen wir in der Regel auf dem Sofa, weil da kann ich dann wenigstens lesen oder TV schauen

Gerne schläft sie nach einer Nacht die um 2 Uhr begann dann nochmals ein, aber nur solange ich sitzen bleibe und mich null bewege, da kann nur schon das greifen nach der Kaffetasse ein Heulen auslösen und sie beruhigt sich dann fast nicht mehr, also bis zu Luftschnappen.
Mittags isst sie mal mehr mal weniger (gibt es ca um halb 1) und will aber dann oft noch am Tisch stillen und schlägt und beisst mich dann je nachdem oder knallt den Kopf an den Tisch usw....also weiter essen geht für mich nicht und wird auch für die anderen einfach unangenehmen, nur schon weil ich dann trösten muss wegen der neuen Beule, sie versuche zu beruhigen oder auch mal wütend werde, weils weh tut.
Nach dem Mittag ca um 13 Uhr gibt es eine Pause für alle, die Grossen hören CD im Zimmer und ich gehe mit ihr aufs Sofa und hoffe sei schläft wenigstens schnell, dass sie nach der Stunde halt geweckt wird im Zweifel. Schläft sie nicht schnell haben wir alle verloren. Dann kuscheln sich die Grossen nachher mit aufs Sofa und wir reden, spielen oder schauen was. Je nach wie alle mögen. Bewege ich mich aber zusehr - wach und das gleiche wie morgens - fast kein beruhigen. Oft schläft sie dann so 1.5h, die letzte Stunde halt dann mit laaaangsaaaaammmm verwachen. und wehe die Brust ist nicht nachgreifbar. Schnuller geht nicht. Fläschen versuchte ich nun, das mag sie sehr, fordert es auch inzwischen ein, aber ist wohl kein Ersatz wenn ich da bin, sie will dann einfach nachher an die Brust, verlängert es also zB über den Mittag
Ins Bett liegen mit ihr versuchte ich nun zwei Wochen, da darf ich dann aber nicht weg und kann so nicht mal was lesen und habe nachher deutlich mehr Rückenschmerzen und bin noch genervter.
Nachmittags ists dann wie morgens, oft gehts nun ohne, aber mehr weil ich es schaffe, dass genügend läuft und ihr schnell genug was anders anbiete. Sitze ich in Ruhe mit einer Kollegin....wirds schwierig.
Abends beim Essen dann wieder, wollen wir in Ruhe fertig essen, habe ich sie wenn sie fertig ist an der Brust, sonst trägt mein Mann oder ich ein Wutzwerg.
Nachher um 20:15 Uhr gehen die Grossen ins Bett, wir haben ein kurzes Ritual und dann sitze ich mit meinem Mann auf dem Sofa. Mit Glück nur bis 21:30 Uhr gefesselt, mit viel Pech bis 23 Uhr...oder ist sie noch gar nicht müde und mein Mann kann noch mit ihr spielen und ich kann was machen. Das tut dann oft gut.
Bei der Tagesmutter ist es ein Lotteriespiel wie sie schläft, das kann von gar resp. nur 20min im Auto sein bis zu 2h. Wie genau muss ich noch fragen, oft wohl im Kinderwagen, aber da geht sie bei mir nicht rein, oder nur für wenige Meter und steigt dann aus.
Klar es hilft im MOment auch nicht, dass mich das heulen so hochputscht und ich die Nerven dafür einfach nach zwei Jahren nicht mehr habe. Das weiss ich, dass es ihr Bedürfniss nach kleben nur verstärkt je mehr ich mich anspanne innerlich und je mehr ich richtig beginne mich total unwohl zufühlen. Oft hatte ich die letzten zwei Jahre einen Pamir an, nun Kopfhörer die Geräusche schlucken, dass ich sie zB mal auf dem Rücken habe heulend oder halt den Wutanfall begleite ohne zu stillen,wenn es halt wirklich nicht geht.
Also gell sie ist toll und oft sehr fröhlich und wenn wir weg sind, finden sie immer alle so süss und so pflegeleicht (oke bis es ihr dann doch ohne Brust zuviel wird und der Wutanfall startet mit schlagen usw)
und klar hilft es auch nicht hatten wir uns so Sorgen gemacht um sie....ich fühle mich gerade so schuldig und so doof und frage mich auch wieso meine Nerven da nicht mehr reichen, wieso ich ihr nicht einfach geben kann was sie braucht....und je mehr ich inzwischen mit allem was noch dazu kommt selber auch noch heule und noch wengier mag, je grösser wird mein schlechtes Gewissen. Gegenüber den Grossen auch.
Dazu sind wir nicht sicher, ob ich nicht doch wieder weniger arbeiten soll, aber dann sind die drei Tage ohne sie auch weg, also heisst das, dann auch wieder mehr. Wieso zum Geier ist mir mein Kind zuviel? Was bin ich dann für eine Mutter?
Sorry für den Roman, hatte mir gerade die Zeit nehmen können und glaube es kam gerade einfach alles mal was mich gerade beschäftigt zum Thema.
Ich liebe sie wirklich sehr! und sie ist ja auch toll - bitte nicht falsch verstehen
