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Re: 10 Tage altem Baby rutscht die Brustwarze aus dem Mund

Verfasst: 02.03.2016, 17:10
von deidamaus
PinkLady123 hat geschrieben:
Dass sie keinen Hunger hat, habe ich auch anfangs vermutet, da sie sich aber im Moment bei jeder Mahlzeit so verhält, fällt dieser Punkt als Ursache eher raus, oder?
Das ist wahr.
Wenn die stillmahlzeit schon etwas länger zurück liegt, fängt sie das an- und andocken später an, trinkt also etwas länger ruhig zuvor. Was auf dem Video nicht zu sehen war: sie hat vorher etwa 1 Minute getrunken. Wenn ich sie abdocke ist sie weiterhin unruhig, was hilft ist meist TT oder am Finger nuckeln.
Wenn sie sich dann im Tragetuch beruhigt hat, bleibt sie dann ruhig oder fängt sie ein paar Minuten später wieder an zu suchen?
Schmerzen könnten sein, dass war insbesondere letzte Woche so, als ihr bauch so gerumpelt hat und sie viel pupsen und drücken musste. Aber dieses an- und abdocken ist da leider nicht erstmals aufgetreten. Und sie wird ja nicht seit Wochen jedes mal schmerzen haben, hoffe ich...? :shock: aktuell zahnt sie, habe eben festgestellt, dass die erste Spitze durch ist (wo ist die zeit hin? Sie ist doch gerade erst zur Welt gekommen...), d.h., momentan mag es sein, dass ihr Verhalten darin begründet liegt. Aber s. o. - das Verhalten gab es auch vorher, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt.
Zähne können schon gut die Ursache sein. Oft tut es am meisten weh, wenn die Zähne einschiessen, also Wochen bevor sie durchbrechen.
Überwiegend macht sie es tatsächlich bei Müdigkeit. Da schläft sie dann im TT oder am Finger nuckelnd ein. Es gibt aber wiederum auch Situationen, in denen sie beim stillen einschläft. Heute war sie bei jeder Mahlzeit früher oder später so hektisch.
Müdigkeit könnte auch sein. Die wenigsten Babys schlafen immer beim Stillen ein.
Hast du eine Vermutung oder einen Rat für mich? Oder müssen wir da einfach nur durch?
Ich tippe auf Müdigkeit gepaart mit Zahnschmerzen.

An deiner Stelle würde ich sie, wenn sie anfängt so zu hampeln, versuchen anders zu beruhigen (Tragetuch) und wieder anlegen, wenn sie das nächste Mal stillen möchte. Es kann auch gut sein, dass sie deine Unruhe dabei spürt und deswegen selber unruhigt wird.

Wie lief es denn heute?

Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung

Re: 10 Tage altem Baby rutscht die Brustwarze aus dem Mund

Verfasst: 02.03.2016, 20:33
von PinkLady123
Hallo deidamaus,

Wenn sie dann nach ihrem rumgezappel im TT ist und nicht einschläft, kommt beides vor: entweder wird sie nach kurzer zeit wieder unruhig und ich lege erneut an (das klappt dann meist gut; hier vermute ich, hilft ihr die aufrechte Position Luft aus dem bauch zu drücken, was sie dann wieder ruhiger trinken lässt) oder sie ist generell zufrieden.

Heute lief es insgesamt gut. Sie hat mit dem an- und abdocken immer erst zum Ende der Mahlzeiten angefangen und das war auch bei Müdigkeit, sodass ich sie dann an meinem Finger nuckelnd einschlafen lassen habe (das muss ich jetzt auf alle Fälle abgewöhnen - mit zahnspitzen war das schon arg unangenehm :shock:).

Du hast etwas ganz wichtiges zu meiner Unruhe geschrieben. Es stimmt, ich bin oft vor dem stillen angespannt, auch gerade wenn wir unterwegs sind und ich mich auf ihr rumgehampele einstelle. Und dazu kommt, dass ich mich unter Druck setze, sie so oft und so lange wie möglich zu stillen, damit sie ja genug zunimmt. Das entspannt die ganze Situation von meiner Seite aus natürlich auch nicht wirklich. Und ja, um das Einschlafstillen finde ich es auch sehr schade. :( vermutlich will ich das aber zu sehr, dass es gerade deswegen oft nicht klappt. Nachts trinkt sie übrigens problemlos, außer Luft drückt.

Ich will jetzt versuchen, das stillen entspannter zu sehen, es anzunehmen wie es ist und das beste daraus zu machen. Vielleicht ändert sich ja nochmal etwas durch das abgewöhnen des Fingers, wenn nicht, dann ist es eben so. Bald wird sie beikostreif sein und ich habe nicht mehr so den Druck, dass ich ganz allein für ihr gutes Gedeihen verantwortlich bin (ist das nachvollziehbar?).

Jedenfalls: nochmals tausend Dank deidamaus für deine Beratung, deine Geduld und deine lieben Worte!

Re: 10 Tage altem Baby rutscht die Brustwarze aus dem Mund

Verfasst: 06.03.2016, 00:10
von deidamaus
PinkLady123 hat geschrieben:Hallo deidamaus,

Wenn sie dann nach ihrem rumgezappel im TT ist und nicht einschläft, kommt beides vor: entweder wird sie nach kurzer zeit wieder unruhig und ich lege erneut an (das klappt dann meist gut; hier vermute ich, hilft ihr die aufrechte Position Luft aus dem bauch zu drücken, was sie dann wieder ruhiger trinken lässt) oder sie ist generell zufrieden.
Dann ist das doch genau die richtige Strategie. Bei Gezappel das Stillen unterbrechen und schauen, ob sie sich anders beruhigt. Wenn nicht, nochmal anlegen.
Heute lief es insgesamt gut. Sie hat mit dem an- und abdocken immer erst zum Ende der Mahlzeiten angefangen und das war auch bei Müdigkeit, sodass ich sie dann an meinem Finger nuckelnd einschlafen lassen habe (das muss ich jetzt auf alle Fälle abgewöhnen - mit zahnspitzen war das schon arg unangenehm :shock:).
...dann wird es wohl Zeit :wink:
Du hast etwas ganz wichtiges zu meiner Unruhe geschrieben. Es stimmt, ich bin oft vor dem stillen angespannt, auch gerade wenn wir unterwegs sind und ich mich auf ihr rumgehampele einstelle. Und dazu kommt, dass ich mich unter Druck setze, sie so oft und so lange wie möglich zu stillen, damit sie ja genug zunimmt. Das entspannt die ganze Situation von meiner Seite aus natürlich auch nicht wirklich.
Dann versuche dich von den negativen Gedanken frei zu machen. Das ist mit ein Grund, weswegen vielen Frauen das Stillen ab sechs Monaten so gut gefällt: Sie sind nicht mehr die Alleinernäherer. Das Baby kann bei Mehrbedarf einfach mehr essen.
Und ja, um das Einschlafstillen finde ich es auch sehr schade. :( vermutlich will ich das aber zu sehr, dass es gerade deswegen oft nicht klappt. Nachts trinkt sie übrigens problemlos, außer Luft drückt.
Meine Kinder sind erst mit über einem Jahr zuverlässig abends an der Brust eingeschlafen. Vorher musste ich oft kreativ sein oder Stillen, Tragen und Singen gleichzeitig.
Ich will jetzt versuchen, das stillen entspannter zu sehen, es anzunehmen wie es ist und das beste daraus zu machen.
:D
. Bald wird sie beikostreif sein und ich habe nicht mehr so den Druck, dass ich ganz allein für ihr gutes Gedeihen verantwortlich bin (ist das nachvollziehbar?).
S.o.
Jedenfalls: nochmals tausend Dank deidamaus für deine Beratung, deine Geduld und deine lieben Worte!
Sehr gern geschehen und jederzeit wieder.

Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung